Drama beim Löschzug Bigge-Olsberg

Brand im Feuerwehrhaus: Alle Einsatzfahrzeuge beschädigt

Olsberg (NW) – Im Feuerwehrhaus des Löschzugs Bigge-Olsberg (Hochsauerlandkreis) ist ein Schlauchwagen (SW) 2000-Tr in Flammen aufgegangen. Durch den Brand sind auch sämtliche anderen Feuerwehrfahrzeuge beschädigt worden und zunächst nicht mehr einsatzbereit.

Im Feuerwehrhaus des LZ Bigge-Olsberg ist ein Brand ausgebrochen. Sämtliche Einsatzfahrzeuge wurden beschädigt.

Zum Fuhrpark der Olsberger zählen neben dem SW 2000-Tr ein ELW 1, ein LF 20, eine DLAK 23/12, zwei HLF, ein GW-Logistik sowie ein MTF. „Wir konnten diese noch aus der Halle fahren und zur Brandbekämpfung einsetzen“, berichtet Edgar Schmidt, Pressesprecher der Feuerwehr Olsberg, dem Feuerwehr-Magazin.

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Unklar sei, ob das Dach der Fahrzeughalle noch trage und die Halle betreten werden könne. Dementsprechend stünden entweder Sanierung oder Abriss an.

„Auch die Einsatzkleidung muss zunächst geprüft werden“, sagt Schmidt. Die Stadt Olsberg sowie das Zentrum für Feuerschutz und Rettungswesen (ZFR) des Hochsauerlandkreises in Meschede hätten bereits für Ersatzgarnituren gesorgt.

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„Leihweise kann der Löschzug ein HLF vom ZFR sowie eines von der Feuerwehr Meschede nutzen“, erzählt der Pressesprecher. „Außerdem hat uns ein Hersteller einen MLF-Vorführer zur Verfügung gestellt.“

Blick in das Feuerwehrhaus mit dem vom Brand schwer beschädigten SW 2000-Tr (Mitte).

Ein Holz- und ein Metallbau-Unternehmen hätten dem Löschzug übergangsweise Teile ihrer Halle angeboten. Dort könne die Feuerwehr nun Fahrzeuge sowie provisorische Garderoben unterbringen.

„Im Einsatz waren rund 100 Kräfte mit 14 Fahrzeugen aus dem gesamten Olsberger Stadtgebiet, vom Löschzug Brilon sowie von der Löschgruppe Nuttlar der FF Bestwig“, erklärt Schmidt. „Die Brandursache ist noch unklar.“

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Kann ich nur beipflichten – denn dieser Beitrag wurde nicht nur mit viel
    Sachverstand, sondern auch aus dem Herzen geschrieben.
    Vor allem der vorletzte Abschnitt der vielen Erinnerungen “im zweiten
    Zuhause” gefällt mir sehr gut und kann wohl jeder von uns gut nachvoll-
    ziehen.

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  2. Ehe ein Thermomelder auslöst, ist die Halle im Vollbrand.
    Brennt ein Fahrzeug geht es rund.
    Mit einem RAS-System wäre da besser dran.
    BMA sollte immer bei solchen Objekten auf den Leitstand gehen, um so schnell benachbarte Wehren zu alarmieren.

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  3. Bei Fahrzeugpreisen von 300 – 400 Tausend € für ein HLF stellt sich die Frage, ob – zu mindestens bei Neubauten – Fahrzeughallen nach 3 – 4 Fahrzeugen eine Brandschutzwand erhalten sollten. So wäre im Falle des Falles nicht gleich alles beschädigt.

    Das Thema Brandmeldeanlage wird vermutlich auch zu oft nicht ernst genommen. Was spricht bei den enormen Werten in Fahrzeughallen dagegen? Ob das jetzt BMA sein müssen, die bei der Leitstelle aufgeschaltet sind, oder ob es vielleicht auch “interne Lösungen” mit Wärmewarnmelder (Thermomelder) sein können, die heute auch schon mit Funkmodulen vernetzbar sind, müsste vor Ort entschieden werden.

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  4. Ich bin der Meinung, dass Feuerwehrhäuser zwingend mit einer BMA ausgerüstet werden müssen!
    Heute ist so viel Elektronik (Funkanlagen, Wärmebildkameras etc.), da kommt es immer leicht zu einem Kurzschluss und dann ist das Drama perfekt. In modernen Kfz ist heute viel Kunststoff verbaut, wo früher Metall war. Wenn eine BMA vorhanden ist, wird zeitnah alarmiert und es ist noch etwas zu retten…

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  5. Das dürfte wohl mit das schlimmste sein, was Dir als Feuerwehr passieren kann. Du verlierst quasi über Nacht selbst alles.

    Wenn man mal von einem technischen Defekt, von mir aus sogar Brandstiftung durch einen “Dritten” (z.B. Einbrecher) ausgeht, ist das alles zumindest erklärbar. Irgendwo “höhere Gewalt”, war daher nicht voraussehbar und ist damit “nicht so schlimm”.

    Sollte aber plötzlich der Verdacht von “Eigenverschulden” (z.B. Fehler bei der Wahl oder Installation des Ladegerätes, bei einer Reparatur, beim Einbau eines elektrischen Verbrauchers usw) auch nur im Raum stehen, sieht dies ganz anders sein. Dann kann ganz schnell Misstrauen und Streit entstehen, egal ob in der Mannschaft oder mit den Verantwortlichen der Stadt…… Dann bekommt so eine eh schon große, kleine Katastrophe ganz schnell einen noch bitteren Beigeschmack.

    Insgesamt kann man nur hoffen, dass die anderen Fahrzeuge alle weiter genutzt werden können, die Stadt entsprechend versichert ist bzw. den Gebäudeschaden bald ersetzen kann. Eine Renovierung wäre sicher vielleicht die bessere, schnellere Lösung, aber das können nur Fachleute entscheiden.

    Allen betroffenen Kameradinnen und Kameraden wünsche ich die nötige Kraft und Motivation diesen Verlust “einfach weg stecken” zu können.

    Mit einem Feuerwehrhaus geht immer auch ein Stück “zweites zu Hause” verloren, oft verbunden mit tollen Erinnerungen an die hier verbrachten Stunden, Erlebnisse und Freundschaften, nicht zu letzt auch an Kaneradinnen und Kameraden, die nicht mehr dabei sein können/sind.

    Den Gebäudeschaden kann man ersetzen, das Ambiende wird in der Regel danach schöner, einladender, besser, toller, aber die Erinnerungen sind unersetzlich. Gerade das ist ja oft auch ein Stück weit das, was eine Mannschaft zusammen, die Teuppe mit zusammen hält.

    Kommt gut durch diese schwere Zeit.

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