Prototyp verbessert

Airbus entwickelt Löschmittel-Kit weiter

Getafe (Spanien) – Schon im Sommer 2022 hatte der Flugzeughersteller Airbus verkündet, das Militärflugzeug A 400M  für Löscheinsätze zu erproben. Mittels eines nachrüstbaren Firefighting Kits wird ein Löschmitteltank samt Ablasssystem auf die Ladefläche innerhalb des Transportflugzeuges montiert. Inzwischen hat Airbus Defence and Space dieses System weiterentwickelt und nach eigenen Angaben weiteren erfolgreichen Tests unterzogen.

In Südwest- und Mittelspanien war eine Maschine rund zwei Wochen dafür im Einsatz. Sechsmal seien laut Airbus dabei Löschmittelabwürfe vorgenommen worden, drei mit Wasser, drei mit Retardant (ein Hemm-Mittel, das ein Wiederaufflammen verhindern soll). Mit den rund 20.000 Litern Löschmittel seien rund 400 Meter lange Schneisen am Boden gelegt worden. Mitglieder der spanischen Luftwaffe, die in der Luftbrandbekämpfung tätig sind, hätten die die Tests begleitet, hieß es seitens des Herstellers.

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Nach den Erkenntnissen aus den ersten Versuchen mit dem Prototyp 2022 sei die Technik auch an anderer Stelle verbessert worden. „Wir haben eine neue Version des Kits getestet, die die Abwurfeffizienz verbessert und die Entladezeit im Vergleich zum Vorjahr um über 30 Prozent verkürzt, während gleichzeitig ein schneller Einsatz und eine einfache Installation im A400M-Flugzeug möglich sind“, wird Jean-Brice Dumont, Leiter des Militärbereichs Luftsysteme bei Airbus Defence and Space, in einer Airbus-Aussendung zitiert.

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Das Ablassen des Löschmittels erfolgt rein durch die Schwerkraft. Nach Öffnung per Hebel erfolgt der vollständige Wasserabwurf. Das Nachtanken am Boden soll rund 10 Minuten dauern. 

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Airbus testet den A 400M zur Waldbrandbekämpfung aus der Luft – hier beim Abwurf von Retardant. (Bild: Ⓒ Airbus Defense and Space SAU 2023 Gonzalo Cases-Mango)

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