Großübung

München übt Hochwasserschutz – dann folgen 200 Unwettereinsätze

München (BY) – Rund 200 Einsatzkräfte trainierten am Samstag in München den Hochwasserschutz bei einem angenommenen Extremereignis an der Isar. Zwei Tage später rückte die Feuerwehr infolge einer Unwetterfront mit Starkregen zu rund 200 wetterbedingten Einsätzen im Stadtgebiet aus.

Beim Aufbau eines 700 Meter langen Mobildeichs trainierten die Einsatzkräfte Transport, Montage und das Befüllen des Hochwasserschutzsystems mit Wasser. (Bild: Feuerwehr München)

Im Mittelpunkt der Großübung stand ein angenommenes Extremhochwasser an der Isar. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und Rettungsdienst probten gemeinsam verschiedene Maßnahmen des Hochwasserschutzes. Insgesamt nahmen rund 200 Einsatzkräfte an der Übung teil.

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Im ersten von drei Übungsabschnitten errichteten die Kräfte einen 700 Meter langen Mobildeich. Das Teilstück gehört zu einem neu angeschafften, 60 Zentimeter hohen Hochwasserschutzsystem mit einer Gesamtlänge von 2,5 Kilometern. Neben Transport und Aufbau trainierten die Einsatzkräfte auch das Befüllen des mobilen Damms mit Wasser.

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Anschließend richteten die Einsatzkräfte einen Sandsackfüllplatz ein. Ziel war es, rund 5.000 Sandsäcke zu befüllen und die dafür notwendige Logistik zu erproben. Erstmals wurden dabei auch Spontanhelfende eingebunden, deren Koordination im Ernstfall ebenfalls zu den Aufgaben der Hilfsorganisationen gehört.

Im dritten Übungsabschnitt verschlossen die Einsatzkräfte eine Fuß- und Radwegunterführung provisorisch mit Sandsäcken, Paletten und Abdichtplanen. Nach Angaben der Feuerwehr lieferte die Übung wichtige Erkenntnisse für den zeitlichen Ablauf, die Logistik sowie die Einbindung technischer Gerätschaften und die Weiterentwicklung bestehender Einsatzkonzepte.

Die Einsatzkräfte erprobten die Logistik zum Befüllen von rund 5.000 Sandsäcken. Die Einbindung von Spontanhelfenden war ebenfalls Teil der Übung. (Bild: Feuerwehr München)

Nur zwei Tage nach der Großübung wurde die Feuerwehr München durch eine Unwetterfront mit Starkregen gefordert. Zwischen 20 und 24 Uhr rückten die Einsatzkräfte zu rund 200 wetterbedingten Einsätzen aus.

Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern und Tiefgaragen sowie umgestürzten Bäumen beschäftigten die Feuerwehr auch zwei Dachstuhlbrände. Außerdem wurden mehrere Straßen, Gehwege und Unterführungen überflutet. In einer überfluteten Unterführung konnten sich zwei Insassen eines Pkw noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst in Sicherheit bringen.

Nach dem Starkregen standen in München unter anderem mehrere Unterführungen unter Wasser. Die Feuerwehr rückte insgesamt zu rund 200 unwetterbedingten Einsätzen aus. (Bild: Feuerwehr München)

Nach Angaben der Feuerwehr wurden durch das Unwetter keine Personen verletzt.

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