Nach Lkw-Unfall mit 3 Toten

Feuerwehr spritzt Gaffer mit Wasser ab

Weibersbrunn (BY) – Bei einem schweren Unfall auf der A3 im Landkreis Aschaffenburg sind heute Morgen drei Menschen ums Leben gekommen. Eine Person wurde verletzt. Vorbeifahrende Gaffer filmten aus ihren Fahrzeugen das Geschehen. Mit einem C-Rohr ausgerüstet, spritzte die Feuerwehr die Schaulustigen mit Wasser ab.

Dreiste Gaffer filmten das Einsatzgeschehen aus ihren Fahrzeugen. Foto: NEWS5 / Merzbach

Am frühen Morgen war ein mit Kies beladener Lkw im Baustellenbereich der A3 bei Weibersbrunn aus bislang ungeklärter Ursache umgekippt. Ein nachfolgender Paketlaster-Fahrer versuchte auszuweichen, durchbrach dabei jedoch die Mittelleitplanke. Dabei kollidierte er auf der Gegenfahrbahn mit einem weiteren Lkw sowieeinem Transporter.

Bei dem Unfall wurden der Fahrer des Kiestransporters und zwei Insassen des ausweichenden Lasters tödlich verletzt. Eine weitere Person zog sich leichte Verletzungen zu. Den alarmierten Feuerwehrleuten und Rettungskräften bot sich ein schlimmes Bild. Kies und Trümmerteile hatten sich auf dutzenden Quadratmetern Fahrbahn verteilt. Mehrere Personen waren eingeklemmt und mussten befreit werden.

Coole Aktionen gegen Gaffer, die jeder Feuerwehrmann gesehen haben sollte

Nach mehreren Stunden konnte die Strecke wieder befahren werden. Viele vorbeifahrende Personen zückten ihr Handy, um das Geschehen zu filmen. Nachdem gutes Zureden nichts half, spritzte die Feuerwehr die Fenster der Gaffer ab. “Die reagieren zwar ungehalten darauf, aber das ist nicht unser Problem”, sagte ein Feuerwehr-Sprecher.

Die Polizei hielt die Gaffer danach an und kassierte von ihnen ein entsprechendes Bußgeld ab.

17 Kommentare zu “Feuerwehr spritzt Gaffer mit Wasser ab”
  1. Also erstmal mein Beileid. Schlimm solche Unfälle.

    Aber die Idee mit Wasser ist genial! Geschieht denen recht.

  2. Christina Schearz

    Die Aktion war zwar schon gut aber noch viel zu wenig, ich hätte Schaum genommen.Gaffer müssten mindestens 1000 euro Strafe zahlen und Ihren Führerschein für 1 Jahr abgeben. Sie verursachen neue Unfälle und gefährden die Kameraden bei der arbeit mit Ihrem bescheuerten tun. Nur um sich Profilieren zu kömmen, das ist ekelhaft.

  3. judith nowacki

    Es kann keine zu hohen Strafen für Gaffer geben! Zu häufig behindern sie mit ihrem unmenschlichen Handeln Helfer und gehen damit leichtfertig, respektlos und asozial mit Leben anderer Menschen um!

  4. leismann

    Das finde ich gut dass man die Gaffer mit Wasser bespritzt hat.
    Schade dass dir die Fenster zu hatten.

  5. Servus beinander,
    ich selber bin beim THW und kann die Aktion der FW nur mit aus eigener Sicht verstehen. Ich finde die Aktion geil und hoffe es kommen noch mehr solche Aktionen in Zukunft in Deutschland von allen Organisationen!
    Euer Kollege John vom THW

  6. Peter Lamaack

    Mir ist bewusst, daß viele “Nassgeschwitzte” begeistert applaudieren werden…
    Rein rechtlich bin ich mir aber sehr unsicher:
    Eigenständige Aktion oder auf Anweisung der Polizei gehandelt?
    Wie hat die Polizei reagiert, wenn das eigenständig war?
    Wer würde denn haften, wenn ein Autofahrer durch diese Aktion verschreckt das Steuer verreisst?
    Die Feuerwehren in BY haben ja oft VSA und übernehmen damit eine Aufgabe, die in anderen BL nicht geleistet wird.
    Deswegen kann ich mir hier auch mehr “autoritäres Verhalten” vorstellen.

    Andererseits ist das ein sehr “heisses Eisen”:
    ein wasserführendes FW-Fzg. ist kein Wasserwerfer! Wir sind in einem Rechtsstaat und nicht in einer Diktatur, wo die FW auch Polizeiaufgaben übernimmt.
    Selbst “Einsatzstress” kann ich hier nicht gelten lassen; der VU war nachts und Stunden später diese Aktion.

  7. Hans Sauer

    Zwei Seelen schalgen da in meiner Brust. ZUm einen Gut gemacht Kamerad. Es aknn so nicht weitergehen. Zum anderen. Rechtlich zumindest grenzwertig. Der Saat muss hier eingreifen. Viel mehr eingreinfe. Härter strafen. Am besten direkt. Aber wir bewegen uns hier schon am Rande der Selbstjustiz. Verstehen kann ich den kameraden mehr als gut. Aber es müssen andere Lösugnen gefunden werden. Fahrverbote, höhere Eldstrafen und wenn es sich um deutsche Fahrer handelt muss mit eienr MPU geprüft werden ob sie charakterlich geeignet sind. Bei LKW muss auch eine Lösung gefunden werden, dass das Fahrzeug, quasi als Tatwaffe, zumindest bis zum Ende der Ermittlungen eingezogen wird. Der Chef würde scih freuen. Solange solche Aktionen sein müssen zeigt sich nur eines – man muss nciht nur Gesetze machen, mann muss sich auch konsequent durchsetzen. Daran mangelt es.

  8. Ein Bravo diesem Feuerwehrmann.

    Sollten Kosten für ihn durch das Verfahren entstehen, bitte ich um Einrichtung eines Spendenkontos, auf das ich € 100,- einzahle und hoffe, dass mehr Menschen mit Sinn für Gerechtigkeit etwas dazulegen.

  9. Rechtlich nicht zulässig. Die Kommentare hier zeigen, wie weit sich selbst Mitglieder von Hilfs- und Hilfeleistungsorganisationen von Recht und Ordnung, insbesondere aber von Zuständigkeiten entfernen. Ich hoffe, dass die Verantwortlichen und Duchführenden in ihre Schranken gewiesen werden. Willkür hat hier nichts zu suchen.

  10. Juan Bombero

    Das war ja wohl ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, der Mann gehört disziplinarisch sowohl als auch strafrechtlich belangt

  11. Wenn ich das schon lese.

    Klar war es rechtlich nicht erlaubt, dazu sage ich auch nichts. Aber trotzdem hat der Kamerad das gut gemacht. Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr……..
    1. Waren die Pkw und Lkw zu langsam weil sie ja Filmen mußten und 2. Durch das abbremsen haben sie eine größere Gefahr dargestellt.
    Wir sind nur eine kleine Feuerwehr. Habe aber beim absperrren schon einges anhören müssen. Das ging bis Drohungen gegen uns.
    Einer wurde schon leicht angefahren dabei. Bis ich die Axt neben mir hingestellt habe. Das war auch nicht richtig, aber es hat keiner mehr gewagt das Mädle zu drohen.
    Jetzt können sich auch einige darüber aufregen.

    Ach ja ich komme aus Bayern

  12. Natürlich ist es ein Eingriff in den Straßenverkehr. Aber die Gaffer sind im Schritttempo gefahren!! Wenn es ein Eingriff ist doch wohl eher von den scheiß Gaffern. Wie sollen sie es denn sonst raffen?? Die letzten beiden Kommentare sind ein Schlag in die Fresse für den Kollegen/Kameraden!! Erst denken, dann schreiben!!

  13. Hoffentlich waren viele Autoscheiben offen bei diesen Pfeifen

  14. Hallo zusammen,

    ich selber bin beim THW aktiv und habe dort auch schon so einige Gaffer bei Einsätzen erlebt. Die Aktion von dem Feuerwehr-Kameraden war meiner Meinung nach überfällig. Es kann nicht sein, dass die Einsatzkräfte sich rechtfertigen müssen und die Gaffer nicht. Diejenigen, die den Kameraden hier verurteilen, sollten selber mal mitbekommen, inwieweit Einsatzkräfte und Opfer an Einsatzstellen durch Gaffer gestört und auch gefährdet werden.

  15. Ich find die Aktion an sich gut! Ich selbst fahr in normaler Geschwindigkeit an (schon gesicherten) Unfallstellen vorbei und achte eher auf die Gaffer vor mir um denen nicht aufzufahren. Was ist eigentlich, wenn ein zwei Idioten gaffen, die hinter ihm dadurch langsamer werden müssen… der Beifahrer guckt doch meist zwangsläufig… natürlich ohne zu filmen. Wird der Fahrer dieses Wagens dann auch als Gaffer hingestellt? Er konnte ja nicht schneller fahren wegen der Idioten vor ihm.
    Unglaublich ist allerdings, die Rettungskräfte zu stören, gefährden, beschimpfen, bedrohen oder zu beklauen! Gaffer an sich sind doch schon schlimm genug – aber das geht GAR nicht! Bin immer wieder fassungslos 🙁

  16. Es ist schlicht unfassbar, wie rücksichtslos und egozentrisch sich ein Teil der Mitmenschen verhält. Hege große Sympathie für die Aktion, allerding werden einige der nass Gespritzten wahrscheinlich in diesem Fall scheinheilig auf Opfer machen und juristische Mittel prüfen. Das würde zu deren widerlichen Doppelmoral passen. Bitte unbedingt in diesem Fall eine Spendenaktion in die Wege leiten und Informationen darüber in die Medien bringen. Ich und sicher viele andere sind mit einer Spende dabei!
    P.S. Danke an alle Helfer in Feuerwehr, THW, Polizei und sonstige Organisationen für euren Einsatz. Es sind Idioten, die diesen nicht zu schätzen wissen.

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