Klassiker: Ehering in Gully gefallen

Es sind die kleinen Dinge

London – Feuerwehrleute der London Fire Brigade (LFB) haben einen TV-Reporter eine “Nacht in der Hundehütte” erspart. Der Mann hatte seinen Ehering in einem Straßenablauf verloren.

Der Klassiker: Ein Ehering fiel auf den Straßen Londons in einen Gully. Zufällig fuhr die Feuerwehr vorbei und half dem verzweifelten Ehemann. Foto: London Fire Brigade

Wie die Feuerwehr schrieb, habe der europäische Korrespondent der australischen Nachrichtensendung “10 News First” bei einem Abendessen mit seinem Ehering gespielt. Dabei sei dieser plötzlich vom Tisch gerollt. Der Mann sah nur noch, wie das Schmuckstück in einem Straßenablauf verschwand.

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Kurzerhand kaufte der Reporter ein Brecheisen in einem Baumarkt, kehrte zum Lokal zurück und versuchte, den Gullydeckel aufzustemmen. Ohne Erfolg.,

Derweil rückten Kräfte der Clapham Fire Station von einem Einsatz wieder ein. Auf ihrem Weg zur Wache erblickten sie das Spektakel auf der Straße. Die Feuerwehrleute hielten an und beschlossen, dem jungen Mann beizuspringen. Nachdem sie den Deckel angehoben hatten, liehen sie dem verzweifelten Ehemann noch einen Chemikalienschutz-Handschuh. 

Die Londoner Feuerwehr ist die fünftgrößte Feuerwehr der Welt.

Eine Woche war unser Redakteur Olaf vor Ort, führte Interviews, besuchte verschiedene Feuerwachen sowie die Abteilungen Technik und Fire Investigation.

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Und tatsächlich: nach kurzer Suche fand der Korrespondent den Ring wieder. “Alle haben sich gefreut”, gab er gegenüber der Feuerwehr an, “Ich möchte mich bei den Feuerwehrleuten bedanken. Es war nicht ihre Pflicht, mir zu helfen, aber sie hielten trotzdem.” So habe der Mann die Nacht nicht im Hundehaus verbringen müssen.

Runter vom hohen Ross

Ein Feuerwehrmann kommentierte den Beitrag der LFB mit den Worten: “Soetwas haben wir früher beim Dienst regelmäßig gemacht. Es hieß, der Bevölkerung soweit zu helfen, wie möglich, damit alle von ihren hohen Rössern runterkommen.”

Kleine Hilfsarbeiten im Dienste der Allgemeinheit zu tun sei gut, um die “fiesen” Aspekte bei der Feuerwehr zu kompensieren.

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