Einsatzbericht in FM 5/2022

Frontalkollision zweier S-Bahnen

Schäftlarn (BY) – Auf der Bahnlinie 7 bei Schäftlarn (Kreis München) stoßen zwei S-Bahnen frontal zusammen. Von insgesamt 95 Fahrgästen kommt eine Person ums Leben, mehrere verletzen sich schwer. Die Integrierte Leitstelle München löst einen Massenanfall von Verletzten aus. Insgesamt 1.100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und zahlreichen Hilfsorganisationen rücken aus.

Einsatzbericht Drohnenfoto
In der bayerischen Gemeinde Schäftlarn kollidieren am 14. Februar 2022 zwei S-Bahnen frontal miteinander. Die Retter kommen von einer Seite nur schwer über einen steilen Hang an die Wagen heran, in denen sich zum Unfallzeitpunkt 95 Personen befinden. Aus deren Rettung entwickelt sich einer der personalintensivsten Einsätze der letzten Jahrzehnte im Raum München. Foto: Drohne FFUSH

Montag, 14. Februar 2022, geht um 16.43 Uhr ein Notruf in der Integrierten Leitstelle (ILS) München ein. Der Anrufer meldet einen Unfall mit Personenzug. Die Stelle, an der es passiert ist, befindet sich auf der Bahnlinie 7 (München–Wolfratshausen) im Ortsteil Ebenhausen der Gemeinde Schäftlarn. Diese ist rund 20 Kilometer von der bayerischen Landeshauptstadt entfernt.

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„Nahezu zeitgleich meldete der zufällig vorbeifahrende Kreisbrandmeister (KBM) Andreas Noel, der Feuerwehr-Einsatzzentrale (FEZ) des Landkreises München ebenfalls das Schadensereignis“, berichtet Kreisbrandrat (KBR) Harald Stoiber. Über die Einsatzweiterleitung (ESWL) versendet die ILS automatisiert den Feuerwehreinsatz an die für den Kreis zuständige FEZ.

Von dort erfolgt die Alarmierung mit dem Stichwort „THL VU Zug“ mit dem Hinweis: „Zwei Züge zusammengestoßen bei voller Fahrt, Zugteil droht abzustürzen.“ Ein Disponent der ILS alarmiert den Rettungsdienst mit dem Stichwort „MANV 10-15“ (Massenanfall von Verletzten, zehn bis 15 Personen).

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Diese erste Alarmierung umfasst neben den Freiwilligen Feuerwehren Ebenhausen, Hohenschäftlarn und Neufahrn der Gemeinde Schäftlarn sowie aus dem übrigen Kreisgebiet München die FF Baierbrunn mit Löschzug, Pullach mit Rüstzug, Ottobrunn mit Rüstsatz-Bahn und die Einsatzleitung Feuerwehr mit Einsatzleitwagen der Unterstützungsgruppe UG-ELW.

Hinzu kommen Mitglieder der Kreisbrandinspektion. Die BF München rückt mit einem Mobilkran KW 60, einem Gerätewagen Kran (GW-Kran), einem Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF) 20 sowie einem Kommandowagen (KdoW) von Feuerwache (FW) 9 aus – zusätzlich der Direktionsdienst der FW 1…

Wenn Ihr wissen wollt, wie die Feuerwehr den Einsatz abgearbeitet hat, könnt Ihr den kompletten Einsatzbericht im aktuellen Feuerwehr-Magazin 5/2022 lesen. 👇👇

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hallo Herr Stuhlmann, falsch verstanden. Ich hab gefragt, nicht spekuliert. Und das war leider nicht der erste Unfall dieser Art auf einer eingleisigen Bahnstrecke der DB in der aktuellen Zeit, wo man diese Frage stellen muß.

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  2. Servus, ja die PZB, so heißt die Indusi schon länger, ist dort infrastrukturseitig verbaut. Auch das Fahrzeug ist damit ausgestattet. Zur Ursache einfach mal den Bericht der BEU (Bundesstelle für Eisenbahnunfall Untersuchung) abwarten.Spekulationen bringen in solchen Fällen rein gar nichts.

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  3. Stellt sich die Frage zur INDUSI. Induktive Zugsicherung, ist ein elektrotechnisches System zur Einleitung einer Zwangsbremsung des Zuges bei Signalmißachtung. Also optimal, um eine eingleisige Strecke signal- und sicherheitstechnisch zu überwachen und abzusichern. Erstmals getestet 1927 und seit 1934 im Einsatz bei der Deutschen Bahn!
    Hier installiert? Defekt?

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