Vierköpfige Familie stirbt bei Wohnhausbrand

Rückeroth (RP) – Bei einem Feuer in einem Wohnhaus in Rückeroth (Westerwaldkreis) ist am Freitag eine vierköpfige Familie ums Leben gekommen. Am Mittag wurden die Leichen von zwei Erwachsenen und zwei Kindern in einem völlig ausgebrannten Wohnhaus entdeckt. Der Brand war am Freitagmorgen entdeckt worden.

Nach Angaben der Polizei hatten mehrere Verkehrsteilnehmer den Brand in dem Einfamilienhaus gegen 7.30 Uhr entdeckt und gemeldet. Beim Eintreffen der Feuerwehr – es kamen die Wehren aus Rückeroth, Selters, Herschbach und Goddert mit 60 Kräften zum Einsatz – brannte das Gebäude bereits in voller Ausdehnung. Ein Innenangriff war aufgrund akuter Einsturzgefahr nicht mehr möglich.

Weil die in dem Gebäude gemeldete Familie nicht anzutreffen war, kam schnell der Verdacht auf, sie könnte sich noch im Haus befinden. Schon am Vormittag entdeckten die Einsatzkräfte eine Leiche, am Mittag barg die Feuerwehr insgesamt vier Tote. “Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um die vier Hausbewohner”, teilte die Polizei mit. Die formelle Identifizierung sei jedoch noch nicht erfolgt. Bei der Familie handelt es sich um einen 53-jährigen Mann, seine 44-jährige Frau sowie einen Sohn (zehn Jahre) und eine Tochter (14 Jahre).

Die Kriminalpolizei Montabaur hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

In diesem Wohnhaus kam eine vierköpfige Familie ums Leben. Foto: Sascha Ditscher
In diesem Wohnhaus kam eine vierköpfige Familie ums Leben. Foto: Sascha Ditscher
15 Kommentare zu “Vierköpfige Familie stirbt bei Wohnhausbrand”
  1. Mich wundert es, das die Kameraden nicht mit einer Drehleiter sondern mit einem “Bagger” hochgefahren werden….

  2. @Timo K.: Was die Abbildung und den Verstoß gegen die UVV angeht gebe ich dir Recht! Das darf so im Grunde nicht sein, weil die Schaufel bewegt werden könnte… man sollte aber zumindest nicht vergessen, das ein Bild immer nur einen sehr kleinen Ausschnitt als Momentaufnahme zeigt!

    @ Silvan: Wenn man sich die Fotos unter dem obigen Link ansiehst, kann man vermuten, dass es sich um recht unwegsames Gelände handeln könnte. Eventuell war der Einsatz einer Drehleiter nicht möglich.

  3. @alle: Bei Personen in not und unter Einhaltung der eigenen Sicherheit ist das abweichen von der uvv vertretbar. Bei so einem schlimmen fall, will ich nicht wissen, was beim ersteintreffen los war.

  4. Wenn es keine Möglichkeit der Drehleiter gibt, darf hier gar keine Maßnahme zu tragen kommen die gegen die UVV oder anderer Sicherheitsbestimmungen verstößt. Hier ist akute Verletzungsgefahr und Gefahr der eigenen Sicherheit gegeben.

  5. @ alle : das Gelände war nicht mit einer DLK zu erreichen. Die Personen in der Schaufel waren jederzeit mit der Absturzsicherung gesichert.Desweitern wurde hier unter Beachtung der Eigensicherheit versucht noch die 4 Personen zu retten.

  6. Ich kann es nicht begreifen warum nicht endlich Rauchmelder zur Pflicht werden.
    In Deutschland gibt es so viele ” unsinnige Gesetze ” aber eine Rauchmelderpflicht, scheint noch in Weiter Ferne zu sein.

  7. Leute regt euch nicht über die sache mit dem Bagger auf! Werd ihr in der Lage gewesen, bei diesem Gelände, hättet ihr genauso gehandelt!Wenn es hätte sein müssen hätte ich mich in eine Mistgabel gesetzt eines Traktors!

  8. Ich empfinde immer öfters Unverständnis über die Äußerungen einiger Leute hier,die ihre Meinung zum Besten geben ohne die örtlichen Gegebenheiten und Kenntnisse der Einsatzsituation zu haben.
    Wenn man keine Ahnung hat einfach mal die F…. halten.

  9. Winfried.B.

    Voreilig ohne Lagekenntnisse zu urteilen ist nicht fair und zeichnet einen Feuerwehrangehörigen nicht gerade aus. Stellt Euch vor: Gebäudevollbrand beim Eintreffen. Vier Personen definitiv vermisst. Innenangriff im EG wegen Auffinden von Brandbeschleuniger und Brandausdehnung nur bedingt und zeitaufwendig möglich. Kein Zugang zu den Schlafräumen im 1. OG. Dach- und Deckenteile fallen in das 1. OG. Vorhandene DLK mangels Zufahrt (rundum Pferdekoppeln) nicht einsetzbar. Zugang über tragbare Leitern wegen herabstürzender Bauteile und Brandintensität im 1. OG zu gefährlich. Anfänglich deshalb nur Außenangriff. Schaffung eines gesicherten Gebäudezugangs nur mit geländegängigen Teleskoplader möglich oder aber hilflos zuschauen? Mit dem Gefährt wurden durchgebrannte Dachsparren entfernt (Kameraden waren gesichert und verlassen nach dem Anschlagen der Seile über angelehnte tragbare Leiter die Schaufel!) Danach Zugang von AGT über die geschaffene Öffnung in das 1.OG. Vermisste unter Schutt aufgefunden. Über geschaffenen Zugang Brand im OG abgelöscht sowie vorhandene Bauteile und Zugang über bis dahin blockierte Innentreppe gesichert. Die Auswahl des Angriffsweges war unter Abschätzung des Risikos in Anbetracht der Lage vor Ort zu verantworten. Viel wichtiger: Wie werden die beim Innenangriff und der Leichenbergung tätigen Einsatzkräfte mit dem Gesehenen fertig?? Um das umfassend beurteilen zu können, verfolgt die Tagespresse und hofft, bei einem solchen Einsatz nicht dabei gewesen zu sein.

  10. Also in S-H sind Rauchmelder jetzt Pflicht, aber gerade solche Einsätze zeigen mal wieder das sie wirklich bundesweit zur Pflicht werden müssen…

  11. @ Robert: dein Aussage ist falsch!

    @ all: Man sollte nicht vergessen, dass es sich hier in vielerlei Hinsicht um
    eine Extremsituation gehandelt hat.

    Die Diskussion hier zeigt mir wieder: Bilder mit deutlichen UVV-Verstößen – so nachvollziehbar und “richtig” sie auch immer sein mögen – haben m.E., auch in der Fachpresse, unkommtiert nichts zu suchen…

  12. @alle Rachumelderfreaks:
    Bevor so auf Racumelder schwört, sollte man erstmal genauers über die Umstände und Brandursache nachlesen. Was schon bereits am Branstag vernutet wurde hat sich bewahrheitet. Der Familienvater hat seine Frau und die Kinder wohl getötet und dann das Haus angezuündet: Da hilft auch kein Rauchmelder mehr was.!

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