Strohmieten überlegt anlegen

Feuerwehr appelliert nach Brand an Landwirte

Gusborn/Lüchow (NI) – Nach einem Brand einer Strohmiete hat die Kreisfeuerwehr Lüchow-Dannenberg einen Appell an Landwirte veröffentlicht. Diese könnten helfen, das Schadensausmaß beim Brand von so genannten Strohmieten zu reduzieren.

Anlass war der Brand eines Rundballenlagers (Strohmiete) am späten Dienstagabend. Kurz vor Mitternacht waren bei Groß Gusborn rund 200 Ballen aus unbekannter Ursache in Brand geraten. Da diese sich direkt an einem Waldrand befanden, löste die Leitstelle das Alarmstichwort “Waldbrand 2” aus. Vier Feuerwehren rückten an und konnten eine Brandausbreitung auch mit Hilfe von Löschrucksäcken verhindern. Das Stroh ließen die Einsatzkräfte kontrolliert abbrennen.

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Die Kreisfeuerwehr wies in einer Aussendung darauf hin, dass es immer wieder zu Bränden an Strohmieten komme – was für den Landwirt einen enormen Schaden bedeute. Zugleich bestünde im Sommer auch vielfach die Gefahr einer Ausbreitung.

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Diese Gefahren könnten bei der Wahl der Lagerplätze jedoch verringert werden, so die Wehr. So bittet die Feuerwehr darum, Stromieten nicht an Wäldern zu errichten. Gleichzeitig sollten Landwirte prüfen, ob die die Lagerplätze nicht kleiner ausfallen könnten. “Anstatt eine Miete mit 200 Ballen anzulegen, prüfen Sie, ob Sie diese Menge nicht auch auf vier Mieten mit je 50 Ballen anlegen mit ausreichend Platz dazwischen. Sowohl für den Eigentümer als auch für die Feuerwehr ist es ein Unterschied, ob 50 oder 200 Ballen runter brennen”, so die Kreisfeuerwehr.

Brand einer Strohmiete bei Groß Gusburn (Kreis Lüchow-Dannenberg) am späten Dienstagabend.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. => Holger Korda:
    Fahrzeuge und Stroh/Heu/Brennstoffe dürfen nicht in der gleichen Halle zusammen gelagert werden. Sollte ein Feuerwehrler aber wissen 🙂
    Kenn bei mir in der Gegend keinen Landwirt, der sowas macht. Schon aus Eigeninteresse nicht. Und natürlich auch wegen der Brandversicherung. Die “freuen” sich darüber und zahlen dann nicht.

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  2. Holger, ich glaube Du hast viel Nachholbedarf. Sprich mal mit den Landwirten und der Freiwilligen Feuerwehr vor Deiner Haustür

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  3. Es sind ja meist nicht nur die normalen gepressten Ballen oder Rollen, sondern es brennen auch die mit Folie umwickelten. Dies kommt als zusätzliche Belastung für die Umwelt und die Brandbekämpfung dazu.
    Es wäre auch empfehlenswert, wenn landwirtschaftliche Geräte, welche eine Batterie haben, mit einem Batteriehauptschalter versehen wären und es geeignete Brandschutzeinrichtungen gäbe, wenn Fahrzeuge und Stroh/Heu/Brennstoffe in der gleichen Halle abgestellt werden.
    Besteht technisch die Möglichkeit, in einen der Ballen einen Wärmesensor zu installieren, der bei einer festgelegten Temperatur über das Handynetz den Landwirt alarmiert ?
    Holger Korda, OLM i.R.

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