87-Jähriger 8 Stunden nach Verschwinden gefunden

Erfolgreiche Personensuche

Lauenburg (SH) – Nur mit Hausschuhen, einer dünnen Stoffhose und einem Pulli bekleidet war ein Senior in Lauenburg (Kreis Herzogtum Lauenburg) bei Temperaturen um den Gefrierpunkt über Stunden orientierungslos in Lauenburg umhergeirrt. Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften wurde Samstagabend nach dem vermissten Bewohner einer Senioren-WG gesucht. Seit etwa 16 Uhr galt der 87 Jahre alte, unter Demenz leidende Mann vermisst. Etwa 8 Stunden, nachdem er das letzte Mal gesehen worden war, konnte er gefunden und ins Krankenhaus gebracht werden.

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Die Feuerwehrleute durchsuchten während des stundenlangen Einsatzes auch sämtliche Rohbauten in dem Neubaugebiet. Foto: Timo Jann

Nach einem Notruf der Betreuer der Wohneinrichtung am Haselweg rückte zunächst die Polizei an. Die forderte gegen 19 Uhr dann die Feuerwehr als Verstärkung nach. Außerdem kamen die Taktische Einheit Drohne (TE-D) der Technischen Einsatzleitung des Kreises und die Rettungshundestaffel zum Einsatz, später auch ein Hubschrauber der Bundespolizei.

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Eine besondere Herausforderung für die Suchmannschaften war die teilweise völlige Dunkelheit im Umfeld der Wohneinrichtung. Das betroffene Haus befindet sich in der Straße Haselweg, die sich im Neubaugebiet Birnbaumkamp befindet. Dort gibt es nur eine temporäre Straßenbeleuchtung. Der Großteil des Neubaugebietes ist stockdunkel.

Die Feuerwehrleute rüsteten sich deshalb mit einer Menge tragbarer Lampen aus und brachten Lichtmasten an ihren Fahrzeugen in Stellung, um für eine notdürftige Beleuchtung zu sorgen. Wegen des schlechten Ausbauzustands der Straßen und Wege war es zudem gefährlich, sich dort bei Dunkelheit fortzubewegen. Außerdem mussten die Feuerwehrleute zahlreiche Rohbauten mit den üblichen Gefahrenquellen durchsuchen. Die Rettungshunde und Polizeihunde suchten die Umgebung ab.

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Eine große Hilfe, gerade im weitläufigen Bereich der Feldmarkt in der Nachbarschaft des Neubaugebietes und entlang des Elbhangs südlich der Bundesstraße, waren die Drohnen der (TE-D). Die Piloten setzten zwei mit Wärmebildkameras ausgerüstete Fluggeräte ein und konnten so aus großer Höhe Wärmequellen in der Umgebung erkennen. Unter anderem spürten sie Rehe und eine Rinderherde sowie warme Abwasserschächte auf. Von dem Vermissten fehlte jedoch zunächst jede Spur.

Den Durchbruch brachte schließlich ein gegen 23 Uhr eingetroffener Hubschrauber mit leistungsstarker Spezialkamera der Bundespolizei. Nach einer Einweisung in die Lage flog die Besatzung der Maschine den Bereich um den Haselweg ab. „Dabei konnte in der Schlucht im Bereich Glüsing der an einem Hang liegende Mann entdeckt werden“, sagte Lars Heuer, Wehrführer der Feuerwehr Lauenburg. Sofort machten sich ein Suchtrupp und die Besatzung eines bereitstehenden Rettungswagens auf den Weg. Heuer: „Der Hubschrauber leuchtete den Fundort solange aus. Die Kameraden waren dann schnell vor Ort und konnten den Mann ansprechbar auffinden.“ Nach der Erstversorgung wurde der 87-Jährige ins Krankenhaus gebracht, er litt an einer Unterkühlung.

Die Feuerwehr hatte wegen der Temperaturen um den Gefrierpunkt auch die Logistikgruppe der DLRG angefordert, um die etwa 100 Einsatzkräfte mit heißen Getränken zu versorgen. Außerdem wurde am Einsatzleitwagen ein Zelt mit Wärmelampe errichtet, um die Koordinierung der Suchbereiche und die Lagebesprechung an Monitoren vernünftig durchführen zu können. An der Einsatzstelle am Stadtrand war es nicht nur kalt, sondern es wehte auch ein kräftiger Wind.

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