20-jähriger Feuerwehrmann als Brandopfer

Eigener Kamerad kommt bei Wohnungsbrand ums Leben

Altlußheim (BW) – Für die Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Altlußheim (Rhein-Neckar-Kreis) kam es am Samstagabend zu einem besonders tragischen Brandeinsatz. Sie mussten ihren eigenen Kameraden aus der Brandwohnung retten. Der 20-Jährige starb wenig später im Krankenhaus.

Gegen 17.30 Uhr erfolgte die Alarmierung der FF Altlußheim aufgrund einer Feuermeldung zur Adresse des “Gasthaus zum Hirsch”. Als die ersten Kräfte der Feuerwehr eintrafen, drang bereits dichter Rauch aus dem Gasthaus. Es brannte in einer Wohnung im ersten Obergeschoss – über dem Restaurant. Hier stand ein Zimmer lichterloh in Flammen.

Nach wenigen Sekunden vor Ort ging der Angriffstrupp mit Atemschutz ausgerüstet zur Menschenrettung in das Gebäude vor. Die Kräfte fanden in der Brandwohnung einen bewusstlosen Mann vor – und erkannten schnell, was sie bereits befürchtet hatten: Es handelte sich um einen ihrer Kameraden. Die Feuerwehrleute retteten den 20-Jährigen ins Freie und übergaben ihn dem Rettungsdienst.

Er kam mit schwersten Verletzungen in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Dort starb der junge freiwillige Feuerwehrmann kurze Zeit später.

Am Einsatzort konnte die Feuerwehr mit gezielter Brandbekämpfung im Innenangriff die Flammen schnell löschen. Die Nachlöscharbeiten und Belüftung des Gebäudes zogen sich noch einige Zeit hin. Hierbei unterstützten Kräfte aus Hockenheim die Altlußheimer Wehr. “Die Einsatzkräfte der Feuerwehr standen allesamt unter Schock. Spezialisten der Psychologischen Notfallseelsorge und des Einsatznachsorgeteams wurden herangezogen, um sie im Nachgang zum Einsatz zu betreuen”, berichtet die Nachrichtenagentur 7aktuell.

Schon am Samstagabend nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Es entstand ein Schaden von rund 120.000 Euro.

Tragischer Brandeinsatz für die Kameraden der Feuerwehr in Altlußheim. Foto: 7aktuell / Geier
2 Kommentare zu “Eigener Kamerad kommt bei Wohnungsbrand ums Leben”
  1. Jürgen rummel

    Es gibt nichts schlimmeres als einen Nahe stehenden oder wie jetzt ” Kameraden ” retten zu müssen ….Euch ,den zurück gebliebenen Angehörigen sowie der gesamten Wehr der er angehörte , spreche ich mein tiefstes Beileid aus ,möge das erlebte nicht Eure Seele zerfressen und wenn ihr wieder ” Raus Fahrt ” dann macht ihr es für den ” Dienst am Nächsten ” dafür gebührt Euch Respekt und Anerkennung ! Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr “** R.I.P Firerfighter **

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