Inferno in Siegburg

Böschungsbrand greift auf acht Wohnhäuser über

Siegburg (NW) – Dienstagnachmittag entwickelte sich in Siegburg ein Böschungsbrand zu einem echten Flammeninferno. Der Flächenbrand an einer Böschung entlang der ICE-Strecke im Siegburger Ortsteil Brückberg griff auf acht Häuser über. Die Gebäude konnten gerade noch rechtzeitig geräumt werden. Rund 550 Kräfte kamen zum Einsatz.

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Zunächst brach ein Brand an der Böschung entlang der Bahnstrecke Frankfurt am Main-Köln im Siegburger Ortsteil Brückberg aus. Nach Augenzeugenberichten breitete sich das Feuer noch vor Eintreffen der Feuerwehr rasant aus. In nur wenigen Minuten erfassten die Flammen die Böschung großflächig und schlugen auf Wohnhäuser über. Bereits auf der Anfahrt hatten die ersten Kräfte der Feuerwehr Siegburg Unterstützung nachgefordert. 

Ein Waldbrand bei Antrifttal zerstört große Waldfläche. Foto: Phillip Weitzel
Symbolbild Wald- und Flächenbrände. Foto: Phillip Weitzel

Im zweiten Abmarsch wurden die Feuerwehren aus Sankt Augustin und Troisdorf alarmiert. Mit der Zeit kamen immer weitere Einheiten dazu. Zwischenzeitlich waren 550 Einsatzkräfte vor Ort. 

Es brannten sechs Wohnhäuser, bei zwei weiteren Gebäuden hatten die Flammen Bereiche auf dem Grundstück erfasst. Die Häuser konnten glücklicherweise noch rechtzeitig geräumt werden. 32 Personen erlitten Verletzungen, eine Person wurde schwer verletzt. Insgesamt 100 Anwohner wurden in einer Schule betreut und durch Rettungskräfte versorgt. 

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Die Feuerwehr kühlte parallel zur Brandbekämpfung weitere Gebäude und Flächen, um eine Ausbreitung zu verhindern. 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Danke an alle Helfer.
    Kommt alle wieder gesund zu Euren Familien

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  2. Ein Inferno, das zeitnah im Detail analysiert werden muss, um nachhaltig daraus zu lernen.
    So, wie Windbruch zunehmend entlang Autobahnen und Bahntrassen berücksichtigt werden muss, ist auch zu überlegen, wie mit übermässig ausgetrocknetem Gelände umzugehen ist – BEVOR etwas passiert. Bahndammbrände sind keine Seltenheit !
    “Sowas ist ja noch nie passiert” kann hier nicht die richtige Reaktion sein.
    DANKE an alle HelferInnen und allen Betroffenen alles Gute !

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