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Ungewöhnliche Hilfeleistung fordert Feuerwehr Hamburg

24-Tonnen-Presswerkzeug gerät ins Rutschen

Hamburg – Spektakulärer Unfall auf der Köhlbrandbrücke im Hamburger Hafen: ein Trucker musste am Donnerstagmorgen mit seinem Sattelzug in Fahrtrichtung Neuhof plötzlich eine Vollbremsung einlegen. Dabei rutschte ein in einer Holztransportbox stehendes, 24 Tonnen schweres Presswerkzeug für Kfz-Teile aus der Kiste. Es glitt längs über den Auflieger und drückte von hinten gegen die Zugmaschine. „Der Fahrer kann heute nochmal Geburtstag feiern, der hat richtig Glück gehabt. Das hätte für ihn und andere Verkehrsteilnehmer hier auch ganz anders ausgehen können“, sagte ein Polizist am Unfallort. Wegen der komplizierten Bergungsarbeiten kam es über Stunden zu massiven Verkehrsbehinderungen im Hafengebiet. Der Rückstau reichte bis auf die Autobahn 7 bei Waltershof.

Ein 24 Tonnen schweres Presswerkzeug ist bei einer Notbremsung aus seiner Transportbox herausgebrochen und auf der Ladefläche des Lkw nach vorne bis ans Fahrerhaus gerutscht. (Bild: Timo Jann)

Nach Polizeiangaben hatte der Lkw-Fahrer die Ladung bei einem Hamburger Umschlagbetrieb aufgenommen. Die Kiste mit dem für Kia-Motors in der Slowakei bestimmten Presswerkzeug war auf dem Seeweg aus Korea nach Hamburg gekommen. Der Berufskraftfahrer sicherte die Transportbox ordnungsgemäß und begann seine Fahrt in Richtung Neuhof. Gegen 9.30 Uhr musste er auf dem Gefällestück der Köhlbrandbrücke dann verkehrsbedingt stark bremsen. Dabei wurden Kräfte frei, denen die Holzkiste nicht gewachsen war. Das tonnenschwere Maschinenteil drückte die Vorderseite der Box raus und schleuderte über die Ladefläche bis gegen die Fahrerkabine. Die gesicherte Kiste blieb an ihrem Platz stehen, die Frontseite klebte allerdings zwischen Kabine und Maschinenteil.

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Die Recherche der Polizei vor Ort ergab, dass das schwere Ladungsstück in der Box selbst nicht gesichert war. Die Transportkiste blieb deshalb an ihrer Stelle, während der Inhalt herauskatapultiert wurde. Die 24 Tonnen drückten schließlich auf die Hinterachse der Zugmaschine, so dass das Gespann nicht mehr fahrbereit war. Ein Abschleppen schied somit aus.

Kräfte der Feuerwehr Hamburg verladen die Transportbox vom Auflieger auf ein WLF. (Bild: Timo Jann)

Dass der Unfallort genau auf der Köhlbrandbrücke lag, machte es für die hinzugerufene Feuerwehr bei der Bergung nicht leicht. „Wir können viele Probleme lösen, aber hier musste zusätzlich eine private Kranfirma mit anrücken“, sagte Einsatzleiter Jörg Reimers dem Feuerwehr-Magazin am Einsatzort. Hintergrund: Auf dem Brückenbauwerk konnten die beiden zunächst vorgesehenen Mobilkräne ihre Stützlast nicht ausreichend abtragen. Zunächst wurde deshalb die zerstörte Holzkiste mit dem Kran eines Wechselladerfahrzeugs der Feuerwehr geborgen und abtransportiert. Ein 450-Tonnen-Kran ging schließlich unterhalb der Köhlbrandbrücke auf einer parallel verlaufenen Straße in Stellung und hob von dort aus am frühen Abend das Maschinenteil an. Danach konnte der Sattelzug von der Brücke gefahren werden. Die Arbeiten waren gegen 21.30 beendet.

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Für den Einsatz musste die wichtige Verkehrsachse im Hafen zeitweise durch die Polizei voll gesperrt werden, was zu massiven Behinderungen führte. „Ich habe schon viel gesehen und erlebt, aber das hier war nochmal eine ganz besondere Hausnummer“, sagte Feuerwehrsprecher Jan Ole Unger. Der Trucker hatte derweil Glück, dass die Wucht der rutschenden Maschine abgebremst werden konnte und diese nicht seine Fahrerkabine zerstörte.

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