75-Jährige kam ums Leben

Nach tödlichem Einsatzunfall: Ermittlungen gegen Feuerwehr

Regensburg (BY) – Nach einem tödlichen Unfall während eines Rettungseinsatzes in Sinzing-Riegling (Kreis Regensburg) ermitteln Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Regensburg gegen acht Angehörige der Freiwilligen Feuerwehren Lappersdorf und Kleinprüfening. Es bestehe der Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung.

Polizeibeamte durchsuchten am Dienstag auf der Suche nach Beweismitteln Gebäude und Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Lappersdorf und Kleinprüfening sowie bei zwei der acht Beschuldigten.

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Der Unfall ereignete sich am 29. Juli 2022, dabei starb eine 75-jährige Frau. Die Erkrankte sollte von der Feuerwehr im Rahmen einer Rettungsdienst-Unterstützung aus dem zweiten Obergeschoss ihres Wohnhauses gerettet werden. Die Patientin stürzte während des Einsatzes rund 5,40 Meter tief auf den Boden und erlitt dadurch tödliche Verletzungen. 

Nach Schilderung der Staatsanwaltschaft Regensburg hatten Notfallsanitäter und Feuerwehrleute die Frau zunächst in eine Schleifkorbtrage gehoben. Diese sollte anschließend mit Hilfe der Drehleiter abgeseilt werden. Unmittelbar nachdem die Patientin samt Trage freischwebend aus dem Dachfenster manövriert worden war, kippte die Trage und die Frau stürzte in die Tiefe. Diese Darstellung weicht von der zunächst bekannt gegebenen Schilderung ab. Unmittelbar nach dem Unfall war die Staatsanwaltschaft “nach ersten Erkenntnissen” davon ausgegangen, dass der Drehleiterkorb um 90 Grad abgekippt und die übergewichtige Frau aus dem Korb gestürzt sei.

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Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt, sei im Rahmen der Vorermittlungen – auch durch die Kriminalpolizei – ein technisches Sachverständigengutachten eingeholt und vorhandenes Bild- und Videomaterial ausgewertet worden. Es bestehe der Anfangsverdacht, dass die Geschädigte in einer falscher Position in die Schleifkorbtrage gelagert wurde. Der Kopf habe sich am Fußteil der Trage befunden. In der Folge habe sich der Schwerpunkt der Trage verlagert und die Frau sei herausgeglitten. Und: vier vorhandene, quer verlaufende Sicherheitsgurte seien nicht genutzt worden.

Aufgrund der Erkenntnisse habe die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Regensburg die Durchsuchungsbeschlüsse erwirkt. Dabei wollten die Ermittler Unterlagen über den Einsatz, über die Ausbildung der beteiligten Feuerwehrangehörigen und über die Kommandostrukturen sicherstellen.

Bei einer nachfolgenden Untersuchung soll der Vorfall weiter aufgeklärt und geprüft werden, ob den Beteiligten “ein fahrlässiges Handeln zur Last gelegt werden kann”, so die Staatsanwaltschaft. Dabei betonte die Behörde, dass es sich derzeit lediglich um einen Anfangsverdacht handele – es gelte uneingeschränkt die Unschuldsvermutung.

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Moin Ralf,
    grundsätzlich hast Du zwar nicht Unrecht, voreilige Schlüsse anzuprangern. Ich finde aber gerade bei Unfällen gut und richtig, gegebenenfalls auch kontrovers zu diskutieren.
    Dadurch prüft auch jeder von uns “Amateuren”, ob er mit der zuweilen fehlerträchtigen Ausstattung gut klarkommt, oder sich mal wieder beim Dienst blicken lässt und sich vielleicht sogar von der Führung eine spezielle Schulung wünscht.
    Gerade die komplizierteren Handgriffe werden im Dienst meistens doch wieder von Leuten erledigt, die es schon können, statt von den schlechter ausgebildeten Feuerwehrleuten.

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  2. Ich habe diese Kommentare durchgelesen und bin beeindruckt wieviel schlaue und Besserwissende
    Menschen es gibt.
    Kann man die Seite nicht löschen ? Was mir sauer aufstößt, musste man diese Feuerwehrler mit Familie um 6.00 Uhr früh mit HURRA von der Polizei aus den Betten werfen, und die Wohnung
    durchsuchen ?
    Was hätten die zuhause verstecken sollen ? Das frag ich mich schon seit längerem.

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  3. Bitte unterscheiden: wenn die Korbtrage unter dem Leiterkorb hängt, brauche ich die Spinne, wenn sie in einer Krankentrage Halterung fixiert ist nicht. Die Gurte brauche ich auf jeden Fall!

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  4. Alle die Experten hier waren bei dem Ereignis nicht dabei. Wartet das Ergebnis der Ermittlungen und dem Justizverfahren ab. Dann könnt ihr Euren Senf hinzufügen. Aber alles was ihr nun schreibt ist Selbstdarstellung und Wichtigtuerei a‘la Bordstein Kommandant und erweckt nicht den Eindruck von Professionalität.

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  5. @uli
    Was bringt es jetzt wenn du ein Zitat in deinen Kommentar zimmerst welches völlig aus dem ganzen Text gerissen eine ganz andere Bedeutung hat.
    Vielleicht selbst mal nachdenken!

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  6. Da ist er wieder.. Der Schrei (einiger) nach dem “Persilschein” für die FF..
    Wenn man mist baut muss man dafür grade stehen. Ich habe Verständnis dafür wenn der Ruf nach Konsequenzen bei lappalien durch die Tatsache abgedämpft wird das es sich ums Ehrenamt handelt. So lange es innerhalb gewisser Grenzen läuft.
    Aber ganz ehrlich.. Hier ist jemand gestorben.
    Es ist gut und richtig das der Vorfall gründlich untersucht wird und ggf. entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden.
    Und wenn hier einer Person bzw. einer Gruppe Fahrlässigkeit vorgeworfen werden muss dann hat dies entsprechend geahndet zu werden.
    Wer damit ein Problem hat sollte mal in sich gehen und sich fragen ob er bei der FF richtig aufgehoben ist.
    Was auch immer hilft ist sich mal wirklich in die Situation der Betroffenen versetzen. Ich wette das die Forderung bzüglich “Gutmütigkeit im Ehrenamt” dann sehr schnell leiser wird…

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  7. Hört auf mit voreiligen Schlüssen, die ihr zieht. Was da genau passiert ist werden die Ermittler herausfinden. Wenn Fahrlässigkeit durch schlampige Ausbildung oder Übungsdienste vorliegt muss dagegen vorgegangen werden. Die Aufgabe von Ermittlern ist eben den Unfall zu ermitteln. Vielleicht war es ja Materialversagen, das muss ermittelt werden. ERMITTLUNG
    Ich hoffe so etwas muss nie wieder passieren.

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  8. ich denke schon dass sind beide Richtungen ermittelt wird. zu bedenken ist das in der Regel der Rettungsdienst von der technischen Rettung keine Ahnung hat sondern ist eher so läuft dass der Feuerwehr mitgeteilt wird wie zeitkritisch der der Einsatz ist und die Anforderungen wie der Mensch transportiert werden soll also liegt oder so mitgeteilt werden. die Durchführung und Entscheidung welche Maßnahmen zum Tragen kommt obliegt der Feuerwehr. ich glaube eher dass die Situation zeitkritisch war und vielleicht sogar nach dem Grundsatz gehandelt wurde dass bei Lebensgefahr die UVV nicht punktgenau beachtet werden muss.

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  9. “…Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in diesem Fall ist allerdings unter aller naja….”
    “Wenn ich einer der Retter gewesen wäre würde ich sofort das Amt niederlegen für die gutmütigkeit im Ehrenamt und bei der Feuerwehr tätig zu sein wird man noch bestraft.”
    “…sollen sie doch ihren Kram alleine machen…”

    Einfach mal darüber nachdenken, ob man mit diesem Denken zum Ablehnen des Rechsstaates bei der FW richtig ist!
    FW als rechtsfreier Raum?

    “…g u t m ü t i g k e i t im Ehrenamt…”
    Mit dieser Einstellung In der FW falsch!!!

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  10. Liebe Kommentatoren, richtig ist, dass ermittelt wird. ABER: es besteht ein ANFANGSVERDACHT. Und einige tun so, als stünde alles fest. Es gilt zunächst die Unschuldsvermutung, also unterlasst die voreiligen Schlüsse.

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  11. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Selbst wenn bei adipösen Patienten die normalen Gurte nicht lang genug wären müssen eben andere besorgt oder im schlimmsten Fall improvisiert werden. Einen Patienten falschrum zu lagern kann bei Amateuren tatsächlich passieren, da es ja auch verschiedene Körbe gibt, manchmal wird da fälschlicherweise auch gedacht das mache nichts aus, manchmal wissen die Leute aber schlicht nicht wo hinten und wo vorne ist. Das ist dann ein Fehler bei der Ausbildung, für den die Diensthabenden im Einsatz dann am Ende nicht mal unbedingt selbst verantwortlich sind.
    Aber einen Patienten ungesichert zu transportieren – das ist für sich allein schon hochgradig fahrlässig, und dafür gibt es absolut keine Ausrede.

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  12. Grundsätzlich sollten Einsatzkräfte nur für Arbeiten an Geräten im Einsatz herangezogen werden, für die eine Ausbildung stattgefunden hat und auch dokumentiert wurde.
    Sonderfahrzeuge sollten nur von ausgebildetem Personal besetzt und bedient werden.
    Gleiches gilt für Führungskräfte auf Einsatzfahrzeugen. Die Ausbildung sollte die Art des Einsatzes sicherstellen und die Führungskraft sollte nur Funktionen wahrnehmen für die eine Ausbildung vollzogen wurde.
    Ermittlungen richten sich immer gegen mehrere Personen wie Führungskräfte, Machinisten und Mannschaften die unmittelbar in einen Unfall involviert sind.

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  13. Hallo Leute ich bin auch schon über 35 Jahre bei der freiwilligen Feuerwehr und habe schon öfters auch solche einsätze gefahren, wir waren alle nicht dabei, aufgeklärt werden muss es aber was sagt uns das, das wir nach Corona Defizite haben trotzdem darf sowas nicht passieren, lasst euch aber trotzdem nicht von eurem Ehrenamt abhalten wir Feuerwehr, Rettungsdienst werden gebraucht.

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  14. Der Verdacht auf fahrlässige Tötung ist absolut gerechtfertigt.

    Dem Artikel ist zu entnehmen das scheinbar keine redundante Sicherung verwendet wurde. Die Patientin wurde falsch herum in der Trage gelagert, ich gehe davon aus, dass eine asymmetrische “Spinne” das Kippen der Trage dann ausgelöst hat. Außerdem war die Patientin nicht mit den erforderlichen Gurten in der Trage gesichert.
    So etwas passiert wenn Amateure mit Gerät arbeitet, an dem sie nicht ausreichend ausgebildet ist. Außerdem wurden mutmaßlich einfache Einsatzgrundsätze wie der 4-Augen-Check vernachlässigt.
    Profis müssen jährlich 72 Fortbildungsstunden im Bereich SRHT nachweisen, um genau sowas zu verhindern.
    Da darf das Argument “Wir machen das ja nur freiwillig” nicht schützen. Es geht um Menschenleben, stellt euch vor es wäre eure Großmutter…

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  15. Hallo Sven
    Kann oder wird ziemlich sicher so sein das das hier Fehler gemacht wurden die zu diesem tragischen Unfall führten, diese müssen auch aufgeklärt werden soweit geb ich dir recht.
    Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft in diesem Fall ist allerdings unter aller naja.
    Wenn ich als Ehrenamtlicher Feuerwehrler Angst haben muss das nach einem Fehler den ich während eines Einsatzes gemacht habe mein Haus durchsucht wird wie die Wohnung eines Schwerverbrechers der etwas zu verheimlichen hat weil er aus Vorsatz gehandelt hat dann stell ich mir schon die Frage ob es das noch wert ist auszurücken.
    Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es sein muss diese Last ein leben lang tragen zu müssen, wenn dann aber auch noch die Frau und die Kinder darunter zu leiden haben weil sie solch eine Aktion wie die Durchsuchung mit den damit verbunden folgen gerade auf dem Land mitansehen müssen dann muss ich mir als verantwortungsvoller Familienvater sicher Gedanken machen wenn der Melder geht.
    Als Krönung wird dem ganzen auch noch eine saubere Pressemeldung hinterhergeschoben.
    Hier wird das Ehrenamt regelrecht vergewaltigt.

    Auf diesen Kommentar antworten
  16. @Uebelacker
    Echt jetzt? Da ist ein Mensch verstorben. Die Umstände müssen aufgeklärt werden!

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  17. Ich hoffe das wird aufgeklärt aber das kann auch den besten feuerwermann/Frau passieren bei manchen Einsätzen passieren Sachen die man nicht machen sollte aber selbst wenn man es üben tut .ich bin schon lange bei einer freiwilligen Feuerwehr und es ist leichter gesagt wer kann das nachweisen das die Feuerwehr schlud hat es kann aber auch ein Fehler des Rettungsdienstest gewesen sein wenn dann sollte in beide Richtungen ermittelt werden .

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  18. Das haben sie sehr gut beschrieben es war ein Einsatz wie er wahrscheinlich schon 1000 mal oder mehr gemacht wurde das den Feuerwehr Leuten ein Fehler unterlaufen ist ist doch ziemlich unwascheinlich oder auch ein technischer Fehler deshalb aber gleich eine fahrlässig keit auszusprechen halte ich für falsch die Männer sind doch schon gestraft weil sie ein Patient verloren haben

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  19. Sehr geehrter Herr Uebelacker
    Selbst wenn hier versagen der Einsatzkräfte vorliegt, muss dieses Aufgeklärt werden.
    Das man sich deshalb aus dem Ehrenamt zurückziehen sollte,finde ich ein wenig übertrieben.
    Stellen Sie sich mal vor, bei Ihnen brennt es und keiner kommt.
    Wie wäre es, wenn Sie sich mal einem Ehrenamt stellen würden.
    Die Ausbildung kommt von alleine, man muss nur wollen, jede helfende Hand ist wichtig.
    Einen schönen Tag wünsche ich.

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  20. Bei aller Liebe
    1. Gurte/Spinne/Leine nicht (richtig) angebracht (darf nicht sein)
    2. Zweite Sicherung der Person nicht genutzt (z.B. getrennt gesichertes Rettungstuch), hab ich gelernt, ist glaube ich nicht vorgeschrieben, und kann auch wenns schnell gehen _muß_ schon mal weggelassen werden.
    3. Ein, zwei Halteleinen hätten eine 90° Kippung verhindern können, sind eigentlich üblich, wenn auch nicht notwendig
    4. Falsches Einhängen hat offenbar 90° Kippung ermöglicht – eigentlich darf da nix ungewollt kippen
    5. Kopf/Fußteil verwechselt, kann passieren, sollte jetzt aber auch nicht sein, dadurch rutscht der Patient selbst unter einem Gurt u.U. durch.

    Jede dieser Maßnahmen verhindert das genannte. Da ist einfach was richtig schief gelaufen und das darf auch gesagt werden und das zieht dann auch leider was nach sich. Aufgrund der “Maße” eien Sicherung wegzulassen ist imho (grade dann) grob fahrlässig, man kann immer mitt einer Leine sichern. Wenn die Maße schon so extrem sind, dann ist die Chance, daß sich das Gewicht ungerwollt/unvorhergesehen verlagert immer groß.

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  21. Deinem Kommentar kann man nur zustimmen. Dieser Fall zeigt doch wieder das es überall passieren kann. Also schauen wir in die eigene Feuerwehr und versuchen all die Fehler mit Ausbildung und Kontrollen am besten selbst zu vermeiden. Das mit den Symbolen ist ein guter Vorschlag und läßt sich für sich selbst schnell umsetzen. Den Vier-Augen-Check lösen wir durch ausgebildetes Personal in der Absturzsicherung und ERHT.

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  22. Ich stimme dir voll und ganz zu.

    Ein Fehler ok, aber wenn es mehrere sind und diese dann auch noch direkt für den Tod einer Person verantwortlich sind, müssen Polizei und Staatsanwaltschaft genauer hinschauen.

    Wir können uns nicht über das Gesetz stellen. Auch wir müssen nach bestem wissen und Gewissen arbeiten.

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  23. Wenn „der gute Wille“ mit Verletzungen oder gar dem Tod endet muss das überprüft und ggf. geahndet werden. Jeder ist für sein Handeln verantwortlich, grade als Mitarbeiter einer BOS muss man auch wissen was man tut.
    Also viel Spaß auf dem Sofa…

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  24. Traurig, das hier manche zu denken scheinen, mit dem Eintritt ein das Ehrenamt gefeit vor jeglicher Schuld zu sein. Wenn man grob fahrlässig handelt, dann muss das auch angesprochen werden und wenn dabei auch noch jemand zu Schaden kommt, erst Recht!
    Steht übrigens ganz grundsätzlich auch in der UVV und in sämtlichen Ausbildungsstatuten.

    Es ist ganz klar zu klären, was passiert ist und warum es passiert es, schon allein, damit es nicht wieder passiert – und wenn es daran liegt, dass die Ausbildung mangelhaft war oder die Einsatzlast zu hoch, oder oder oder, dann muss das ebenfalls geklärt werden, damit man etwas verbessern kann.

    Was daran nicht verstanden wird, ist mir ehrlich unbegreiflich.

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  25. An dieser Stelle kann ich Sven nur zustimmen!
    Wer sich mit dem Gedanken trägt, nur weil er “ehrenamtlich” tätig ist, könne er grob fahrlässig das Leben der Mitmenschen gefährden (und ja: das ist eine absichtlich überspitzte Formulierung), der ist bei der Feuerwehr vielleicht nicht wirklich gut aufgehoben.
    Und jetzt einmal andersherum: da ist ein Mensch gestorben, ums Leben gekommen – und das auf eine extrem unglückliche aber auch hässliche Art und Weise. Ich würde sagen Polizei und Staatsanwaltschaft haben nicht nur das Recht sondern die unmittelbare Pflicht den Sachverhalt genau aufzuklären … und genau das tun sie (das nennt man dann “Ermittlung”).

    Auf diesen Kommentar antworten
  26. @Uebelacker, es ist eine Person bei dem Einsatz durch einen Absturz verstorben. In diesem Fall muss die Unfallursache ermittelt werden. Darauf haben auch die Angehörigen ein Recht. Ob es ein Unfall war oder fahrlässiges Handeln der eingesetzten Feuerwehrkameraden, werden die Ermittlungen zeigen.

    Einsätze mit Drehleiter und Schleifkorbtrage sind immer wieder eine Herausforderung, da kann nicht genug aufgepasst und fortgebildet werden.

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  27. Da soll sich Mal keiner zu schnell eine unangebrachten Meinung erlauben…
    Schließlich waren wir nicht dabei…
    Vielleicht gab es “Anpassungsprobleme”
    aufgrund der Körperfülle, Gewicht…..
    Jeder Feuerwehrmann wüde lieber eine Schleifkorbtrage mit der entsprechenden Halterung auf dem Korb transportieren.
    Für das Abseilen muss es also schon Gründe geben….
    Und wer das eben seltener macht ist einfach auch ungeübt…
    Und dann kennt keiner von uns das Zeitproblem.
    Wäre alles easy gewesen, hätte man locker Höhenretter und Schwerlsttrage holen können.
    Wir wissen es einfach nicht…..

    Auf diesen Kommentar antworten
  28. Hi Sven,

    Sehe ich genauso. Ehrenamt hin oder her. Wenn man so ein Misst baut muss man dafür auch gerade stehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Auf diesen Kommentar antworten
  29. Hier mangels leider an der Ausbildung wenn der Melder geht sollte man sich im Feuerwehrgerätehaus doch überlegen ob man einen Platz im Fahrzeug einnimmt ohne eine spezielle Ausbildung zu haben.
    Hauptsache in den Einsatz mitfahren ist leider nicht immer von Vorteil.

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  30. Man muss (leider) in aller Offenheit gestehen, dass feuerwehrtechnisches Equipment im Regelfall so konzipiert ist, dass sämtliche, zur Personrettung dienlichen Teile redundant aufgebaut sind.
    Ich kann nicht für “älteres” Material sprechen, was möglicherweise anders beschaffen ist, aber sofern tatsächlich die besagten Gurte vorhanden sind und nicht ordnungsgemäß genutzt wurden sieht es leider schlecht für die Kameraden aus.
    Das ganze hat auch nichts damit zu tun, dass es eine negative Sicht auf sich im Ehrenamt einsetzende Kräfte werfen sollte.
    NEIN, als Ehrenamtskraft ha man KEINE Narrenfreiheit im Sinne von “Ich mach das jetzt so und wenn mir jemand was will höre ich halt auf.”. Egal ob beruflich oder ehrenamtlich: Sorgfaltspflicht und Einhaltung verschiedener Vorschriften sind oberstes Gebot!

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  31. Selbst wenn die Person aufgrund ihrer Ausmaße nicht mit den vier Gurten gesichert werden konnte, hätte man sie wenigstens mit einem Rettungsbund sichern müssen. Der passt immer drum, und eine Feuerwehrleine sollte 1,4 Tonnen halten. Wenn das nicht geht müssen halt Spanngurte her, die finden sich auch auf fast jedem LF. Und wenn selbst das nicht möglich war hätte man eben weitere Kräfte nachfordern müssen.
    Wenigstens die Berufsfeuerwehr Regensburg wird Equipment für solche Lagen haben, oder zummindest wissen wo man solches zügig beschaffen kann.

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  32. keiner von weiß genau wie es war
    ich kenne diese Gurte warum sie nicht angelegt waren kann ich nicht sagen
    wir wissen auch nicht den Umfang der Person aber ab 180 kg schlecht verteilt werden die Gurte zu kurz und dann
    Blitz Diät fällt wohl aus
    Kopf und Fuß spielt. für die Aufnahme der schleifkorbtrage keine Rolle darum geleitet sie nicht daraus
    wenn sie aber aufgrund ihrer Körperfülle nicht fixiert werden konnte dann müssen halt die Städte/Gemeinden alle nachrüsten kW 45 oder kW 80 eintreffen innerhalb von 12 Minuten ich bin gespannt welche Stadt aufzeigt

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  33. Die Feuerwehr handelt nunmal nicht im rechtsfreien Raum und darf sich deshalb auch nicht alles erlauben.
    Wenn eine Person durch fahrlässiges Handeln (=Unachtsamkeit oder salopp: “wird schon klappen”) zu Tode kommt, dann DARF es auch bei einer freiwilligen Feuerwehr nicht ohne Folgen bleiben.
    Deshalb: Passt auf, was ihr macht!

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  34. Ich muss hier Sven völlig recht geben. Wenn wir jmd. aus dem Fenster holen, dann ist das ein kritisches Thema. Hier muss jeder Handgriff sitzen egal ob BF oder Dorffeuerwehr. Es geht um Menschenleben und nicht um das Ehrenamt. Wir sind kein Freizeitverein.
    Ich hatte mal den Fall, dass die Person anfing zu schreien und zu zappeln. Da müssen die Gurte einfach fest sein.
    Übrigens sind wir oben am Fenster zu zweit und beide prüfen ob alles stimmt.

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  35. Und der Bezug zum Ehrenamt rechtfertigt fahrlässiges Verhalten jetzt in welcher Art und Weise? Hier ist völlig egal wer da handelt, wenn andere dabei zu Schaden kommen MUSS der Sachverhalt aufgearbeitet werden. Solch ein Kommentar zeugt allerdings stark an Sachverstand zweifeln.

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  36. Es ist Ihnen also egal, das durch einen vermutlich vermeidbare Fehler ein Mensch ums Leben gekommen ist? Die Konsequenz einer solchen Ermittlung ist nicht nur eine Bestrafung, sondern eben auch Änderungen bei Schulung und Ausbildung der Einsatzkräfte,, ggfs Ergänzung von Ausrüstung und Ausstattung der Organisationen im BOS. Die Drohung dann nichts mehr zu machen ehrenamtlich ist dumm.

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  37. Wenn das wirklich wie oben beschrieben gelaufen ist war das mehr als fahrlässiges handeln und falsche Anwendung von Material. Da haben solche Gedanken wie ihre nichts zu suchen ganz ehrlich

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  38. Echt? So eine Einstellung geht einfach überhaupt nicht! Auch im Ehrenamt hat man einen gewissenhaften Dienst zu leisten. Jemand ist durch das Handeln dieser toll ausgebildeten oder ignoranten Kameraden gestorben.

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  39. Dann wirst du der Verantwortung die wir übernehmen nicht gerecht. Sollte sich bewahrheiten, dass die Sicherungsgurte nicht angelegt waren, ist dies nicht zu entschuldigen.

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  40. Ob sich die Feuerwehrfanatiker hier wohl in die Situation der Angehörigen der Verstorbenen versetzen können? Neben retten-Löschen-Bergen-Schützen ist die geistige Reife eine wichtige Voraussetzung – da scheint es bei einigen zu hapern.

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  41. Mich interessiert warum die Gurte nicht angelegt wurden, wenn es denn so war. War es aufgrund der Maße der Frau oder einfach fahrlässig.

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  42. Allerdings…..sollen sie doch ihren Kram alleine machen!!!

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  43. Ernsthaft? Hier wurden gravierende Fehler seitens der Bedienermannschaft aufgezeigt…eine Person kam hier durch die falsche Anwendung ums Leben und es geht wieder los mit „Ehrenamt, wenn ich bestraft werden kann, mach ich lieber nix“.
    Kopf- und Fußteil zu verwechseln, sollte nicht sein, kann durchaus mal passieren. Aber dann auch noch die Gurte nicht anbringen?! Diese sind nicht ohne Grund angebracht und dienen genau für solche Anwendungsabweichungen als Redundanz.
    Es geht hier nicht drum, einzelne Personen schlecht zu machen oder sie auf Biegen und Brechen zu bestrafen, aber man sieht, dass in der Ausbildung Luft nach oben ist und das Personal hier besser eingewiesen werden muss bzw. geprüft werden muss, wie man hier Abhilfe schaffen kann (Hersteller durch aufdrucken von Symbolen, FF durch Vier-Augen-Check,…). Es ist auch nur konsequent, dass die Ermittlungsbehörden hier ihre Arbeit ordentlich machen, ganz gleich ob es einer FF oder BF, dem THW oder sonst wem passiert.

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  44. Wenn ich einer der Retter gewesen wäre würde ich sofort das Amt niederlegen für die gutmütigkeit im Ehrenamt und bei der Feuerwehr tätig zu sein wird man noch bestraft.

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