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Kollision mit Sattelzug

Löschgruppenfahrzeug verunglückt: neun Verletzte

Jülich (NW)  – Bei einem schweren Verkehrsunfall während einer Alarmfahrt sind am Montagabend in Jülich (Kreis Düren) neun Menschen verletzt worden, drei von ihnen schwer. Ein Löschgruppenfahrzeug (LF) kollidierte dabei mit einem Sattelzug.

Beteiligt war ein LF 8/6 der Löschgruppe Bourheim der Freiwilligen Feuerwehr Jülich. “Florian Jülich LF 10-02” befand sich auf der Anfahrt zu einem Wohnhaus-Großbrand im Stadtteil Stetternich. Bei dem Feuer kam eine 83 Jahre alte Frau ums Leben.

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Nach Polizeiangaben steuerte der Maschinist das LF kurz nach 20 Uhr bei Rotlicht auf eine Kreuzung. Es kam zum Zusammenstoß mit einem sich von links nähernden Sattelzug, der mit Rüben beladen war. Die Kollision war derart heftig, dass der Lkw zunächst gegen ein weiteres Fahrzeug und dann in das Schaufenster eines Sonnenstudios geschleudert wurde. Teile der Ladung landeten auf der Fahrbahn. Auch das Löschgruppenfahrzeug rammte einen weiteren Wagen, deren Insassen auf einer Abbiegespur an der Kreuzung warteten.

Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug in Jülich. Das LF 8/6 gehörte zur Löschgruppe Bourheim. (Bild: Ralf Roeger)

Im Feuerwehrfahrzeug verletzten sich alle sieben Insassen. Am schlimmsten traf es den 51 Jahre alten Maschinisten, er wurde eingeklemmt. Der Kamerad erlitt schwere Verletzungen, ebenso der 58 Jahre alte Gruppenführer sowie der Fahrer des Sattelzuges. Der 16-jährige Beifahrer im Lkw sowie die anderen Feuerwehrleute trugen leichte Verletzungen davon.

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Mehrere Personen, die sich in dem Sonnenstudio aufgehalten hatten, kamen mit einem erheblichen Schrecken davon. An dem Gebäude sei allerdings ein hoher Schaden entstanden. Das Technische Hilfswerk musste Sicherungsmaßnahmen durchführen.

Ersten Schätzungen der Polizei zufolge beläuft sich der Gesamtschaden auf mindestens 100.000 Euro. Das beteiligte Löschgruppenfahrzeug stammte aus dem Jahr 1997 (Iveco FF 75 E 14).

Der Sattelzug prallte im Unfallverlauf gegen ein Gebäude, in dem sich ein Sonnenstudio befindet. (Bild: Ralf Roeger)
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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Ich denke dieser Kommentar ist maximal überflüssig und verallgemeinernd. In den Einsatzfahrzeugen sitzen keine Verkehrsrambos sondern Menschen wie Du und ich die anderen zur Hilfe eilen. Keiner von uns hat ein Interesse Michael Schumacher Konkurrenz zu machen.

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  2. Der Artikel ist gut geschrieben und ich gebe dir recht.
    Aber, mit welchem Recht fährt die Polizei, bei einer Alarmfahrt, mit 80 – 90 km/h durch eine 30er Zone.

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  3. Da bin ich voll und ganz deiner Meinung

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  4. Ganz ehrlich…bei manchen Einsätzen wird soo dermaßen rasant gefahren,da helfen auch kein Martinshorn und Blaulicht. Einsatz hin oder her,aber während der Fahrt zum Einsatzort kann man trotzdem rücksichtsvoll fahren,und nicht als wären wir auf dem Nürburgring.

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  5. Schrecklicher Unfall, alle guten Wünsche für die Verletzten. Ich kenne die Kreuzung sehr gut. Zu beachten ist generell bei Einsatzfahrten die bauliche Struktur der an den Straßen anliegenden Wohnhäuser. In diesem Fall sind geschlossene Häuserreihen an beider Seiten aller Straßen. Sonderzeichen gehen wie in einem Schalltrichter entlang der Straße in Fahrrichtung, der Querverkehr kriegt sie erst später mit. Also langsam in solche Kreuzungen tasten. Ich betone, dass das keine Aussage zu dem konkreten Unfall ist, sondern ein genereller Hinweis.

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  6. Wieder einmal ist das geschehen, was wir alle fürchten.

    Die genaue Unfallursache wird die Polizei klären, dennoch was nützt das alles. Wer einen solchen Unfall auf einer Einsatzfahrt erlebt, wird lange brauchen, bis er wieder “ohne Probleme” in ein Einsatzfahrzeug steigen kann.

    Man kann Euch liebe Kameraden nur wünschen, dass Ihr alle möglichst schnell wieder fit werdet, das alles gut übersteht.

    Eines steht auf jeden Fall fest, egal was hier irgendwann ermittelt wird.

    Keine Feuerwehr, kein Rettungswagen, kein Fahrzeug einer anderen Hilfsorganisation oder des THW und wohl auch kein Polizeifahrzeug fährt aus Spass an der Freude mit Sondersignal und bei Rot über Kreuzungen. Das tun wir alle nur, um unseren Mitbürgern, in der Regel uns fremden Menschen, möglichst schnell helfen zu können, wenn diese in Not geraten sind, schnelle Hilfe benötigen.

    Man kann nur jedem Fahrzeug auf Einsatzfahrt raten, besser dreimal hinzuschauen, denn was früher in der Regel selbstverständlich war, dass so gut wie alle “Blaulicht und Sondersignal” beachteten, respektierten und Platz machten gibt es heute leider schon lange nicht mehr.

    Warum das so ist, kann ich nicht beurteilen ich kann nur sagen, hier stimmt der Satz der Generationen zur Verzweiflung brachte früher war vieles einfach besser.

    Allen Verkehrsteilnehmern möchte ich allerdings eines mit auf den Weg geben. Wer meint Blaulicht und Sondersignal wären das Spielzeug der Hilfsdieste, mit dem diese Sie nerven, ärgern oder behindern wollen, sollten immer daran denken, der nächste RTW, das nächste Feuerwehrauto, das nächste Polizeifahrzeug, dass auf diese Weise ausgebremst wird, schlimmsten falls verunfallt, könnte auf dem Weg zu Seinen Angehörigen, Seinen Kindern oder irgendwann zu Ihm selbst sein.

    Spätestens dann wird er merken, dann werden Sekunden zu Minuten, Minuten zu Stunden und jede Sekunde kann zählen……..

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  7. Sehe ich auch so… Bitte alle immer aufpassen und Gute Besserung an Alle Beteiligten!

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  8. Gute Besserung für alle Verletzten und eine baldige Genesung! Die genaue Ursache ermittelt die Polizei. Deshalb dazu auch kein Kommentar dazu. Nur soviel…Unfälle auf Einsatzfahrten werden immer wieder geschehen. Deshalb passt auf Euch auf.

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