Verkehrssicherheit

DVR drängt Länder zu Sofortprogrammen für sichere Landstraßen

 

Berlin (BE) – 2.814 Menschen kamen 2025 in Deutschland im Straßenverkehr ums Leben, knapp 60 Prozent davon auf Landstraßen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) verweist auf diese Bilanz und fordert die Bundesländer auf, Sicherheitsprogramme für Landstraßen „unverzüglich” und konsequent umzusetzen. Mehrere Maßnahmen seien kurzfristig realisierbar.

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2025 kamen in Deutschland 2.814 Menschen im Straßenverkehr ums Leben, knapp 60 Prozent davon auf Landstraßen. (Bild: DVR | Stanek)

Die Vorbereitende Konferenz der Verkehrs- und Straßenbauabteilungsleitungen sowie die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März sollen aus DVR-Sicht als politischer Startpunkt gelten, ab dem die Länder ihre Anstrengungen deutlich intensivieren. DVR-Präsident Manfred Wirsch sieht die Landesregierungen in der Pflicht, weitere tödliche Unfälle auf Landstraßen zu verhindern.

Als wichtigste Stellschraube benennt der Verkehrssicherheitsrat den Ausbau der Geschwindigkeitsüberwachung. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt die Hauptursache schwerer Landstraßenunfälle und viele Verbesserungen ließen sich laut DVR ohne Gesetzesänderungen anstoßen.

Daneben fordert der DVR die konsequente Umsetzung von Schutzplankenprogrammen: Leitplanken sollen überall dort installiert werden, wo es die Sicherheit erfordert. Grundlage dafür müsse eine systematische, fortlaufende Auswertung von Unfalldaten sein, um besonders gefährdete Streckenabschnitte gezielt zu identifizieren. Ebenso dringend: bekannte Unfallhäufungsstellen zügig entschärfen. Wirsch fordert dafür mehr personelle und finanzielle Ressourcen. Als konkreten Weg nennt der DVR zusätzliche Mittel sowie personelle Unterstützung für Baulastträger durch Landesbetriebe für Verkehr.

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Ergänzend plädiert der Verkehrssicherheitsrat für einen breiteren Einsatz von Sicherheitsaudits, einschließlich Bestandsaudits. So könnten Risiken bereits in der Planungsphase erkannt und beseitigt werden, bevor Vorhaben in die Umsetzung gehen.

Für die Feuerwehr ist das Thema unmittelbar relevant: Verkehrsunfälle zählen zu den typischen Anlässen der Technischen Hilfeleistung – von der Rettung eingeklemmter Personen über die Absicherung von Einsatzstellen bis zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Weniger schwere Unfälle und geringere Unfallfolgen könnten aufwendige Einsätze reduzieren und Einsatzkräfte entlasten.

>> Dazu: Verkehrstote bleiben deutlich über der Zielmarke

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