Bonn/Wörth am Rhein (NW/RP) – Das Technische Hilfswerk (THW) startet die Auslieferung von 66 neuen geländegängigen Einsatzfahrzeugen auf Basis des Unimog U 5025. Die Fahrzeuge sollen vor allem bei Hochwasserlagen, Evakuierungen und Logistikaufgaben im schwierigen Gelände eingesetzt werden. Erfahrungen aus den Starkregenereignissen im Jahr 2021 flossen in die Ausstattung ein.
Die ersten neuen Unimogs U 5025 für das THW stehen bei Daimler Truck in Wörth am Rhein zur Übergabe bereit. Insgesamt erhalten 66 Fachgruppen Logistik Materialwirtschaft bundesweit die geländegängigen Fahrzeuge mit Allradantrieb und Ladekran. (Bild: THW)
Mit den ersten fünf Fahrzeugen begann Mitte Mai die Übergabe an THW-Einheiten in Deutschland. Die neuen Lkw sind für die Fachgruppen Logistik Materialwirtschaft vorgesehen. Jede der 66 THW-Regionalstellen soll ein Fahrzeug erhalten. Die restlichen Unimogs sollen im Verlauf des Jahres 2026 ausgeliefert werden.
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Nach Angaben des THW zeigte sich insbesondere während der Einsätze nach Sturmtief „Bernd“ im Sommer 2021, welchen Stellenwert geländegängige Fahrzeuge für den Bevölkerungsschutz haben. Einsatzkräfte mussten damals überflutete oder durch Schutt und Treibgut blockierte Wege nutzen, um Einsatzstellen zu erreichen.
In die neue Fahrzeuggeneration flossen diese Erfahrungen ein. Die Unimogs sind auf Einsätze in schwierigem Gelände ausgelegt und für unterschiedliche Szenarien angepasst – darunter Hochwasserlagen oder Evakuierungen. Die Fahrzeuge verfügen über Allradantrieb, sind bis zu einer Wassertiefe von 1,2 Metern watfähig und besitzen eine 3,2 Meter lange Ladefläche. Zusätzlich steht ein Ladekran für den Stückgutumschlag zur Verfügung. Hohe Bordwände und Aufstiegshilfen sollen zudem Einsätze bei Evakuierungen und Menschenrettungen unterstützen.
THW-Präsidentin Sabine Lackner erklärte, die neuen Fahrzeuge würden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte schneller und flexibler machen und die Voraussetzungen für Einsätze im Zivilschutz verbessern.
Die ersten fünf Lkw übernahmen THW-Kräfte aus den Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bremen, Niedersachsen und Baden-Württemberg am 19. Mai beim Hersteller Daimler Truck in Wörth am Rhein. Den Aufbau übernimmt F&B Nutzfahrzeug-Technik im pfälzischen Hagenbach.
Zusätzlich erweitert das THW seinen Fuhrpark um zehn Sattelzugmaschinen. Sie sollen gemeinsam mit verschiedenen Aufliegern Material wie Sandsäcke, Großzelte oder Baumaterial transportieren. Vorgesehen sind die Fahrzeuge für Trupps Transport Schwer, zudem eignen sie sich laut THW auch für Gefahrguttransporte.