Tausende Reifen brennen

30 Meter hohe Flammen in Oranienburg

Oranienburg (BB) – Auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens gerieten am Mittwochabend in Oranienburg (Kreis Oberhavel) mehrere Reifenstapel in Brand. Letztlich brannte es auf einer Fläche von über 1.000 Quadratmetern. Die Rauchsäule war kilometerweit sichtbar. Katastrophen-WarnApps sowie Lautsprecherdurchsagen warnten die Bevölkerung.

Mit dem Stichwort „Brand Gebäude groß“ alarmierte die Integrierte Regionalleitstelle NordOst am Mittwochabend 22.47 Uhr die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwehr Oranienburg zu einer Industrieanlage in die Birkenallee. In der 46.000-Einwohner-Stadt nördlich von Berlin hatten mehrere Personen telefonisch eine starke Rauchentwicklung auf dem Gelände des Betriebes „Genan“ gemeldet.

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Bei Eintreffen der ersten Kräfte an der Einsatzstelle in der Nähe der Autobahn 10 brannten bereits fünf Altreifen-Mieten auf einer Fläche von 30 mal 30 Meter. Für den Aufbau der Löschwasserversorgung musste die in das Industriegebiet führende B 96 voll gesperrt werden.

168 Einsatzkräfte waren beim Brand von fünf Altreifen-Mieten auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in Oranienburg vor Ort. Foto: NonstopNews

Bis zu 30 Meter hoch schlugen die Flammen aus den Stapeln. Diese lagen laut Einsatzleitung 60 bis 100 Meter weit auseinander, brannten aber alle gleichzeitig. Über die Dachmonitore der Einsatzfahrzeuge bekämpften die Kräfte die Flammen von allen Seiten. Anschließend zogen Radlader das Brandgut auseinander, um es besser ablöschen zu können. Die Löscharbeiten sind bis zur Stunde noch nicht vollends abgeschlossen.

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Vor Ort waren in Spitze 168 Kräfte mit 20 Einsatzfahrzeugen. Neben den hauptamtlichen Kräften aus Oranienburg waren dies die Ortswehren Sachsenhausen, Zehlendorf sowie die Einheit Ost, dazu die FF Birkenwerder, die FF Mühlenbecker Land mit der Ortswehr Schönfließ sowie die FF Liebenwalde, außerdem Polizei und Deutsches Rotes Kreuz. Nachdem zunächst zur Brandursache nichts bekannt war, ermittelt mittlerweile die Kriminalpolizei mit dem Verdacht der vorsätzlichen Brandstiftung. Der Sachschaden beträgt rund 150.000 Euro.

„Ein Feuer dieses Ausmaßes zu löschen, ist eine gewaltige Herausforderung und Kraftanstrengung. Ich danke allen Einsatzkräften, die heute Nacht gegen die Flammen gekämpft und damit uns alle geschützt haben“, sagte Bürgermeister Alexander Laesicke.

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