175 Jahre Metz – Aufstieg und Fall einer Marke

Ein GW-G von Metz und Schmitz

Karlsruhe – Am 2. November 1842 gründete Carl Metz seine Feuerwehrgerätefabrik. Damit wäre das Unternehmen in diesem Jahr 175 Jahre alt geworden. Doch im Zuge der Übernahme durch die Firma Rosenbauer verschwand im Jahr 2015 die Marke Metz endgültig vom Markt. Wir haben den Werdegang des Unternehmens nachgezeichnet. Ihr könnt die aktuelle Ausgabe 11/2017 mit diesem Bericht hier versandkostenfrei bestellen.

Zusammen mit der Firma Hermann Schmitz KG aus Wilnsdorf bei Siegen (NW) fertigte die Metz Feuerwehrgerätefabrik GmbH im Jahr 1988 zur Interschutz – Der Rote Hahn einen damals neuartigen Gerätewagen Gefahrgut (GW-G). Es war nicht nur neu, sondern damals auch das bisher größte fertiggestellte Fahrzeug dieser Art, so die Aussage der beiden Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Beeindruckendes Gespann: Gerätewagen Gefahrgut mit den Logos der Firmen Metz und Schmitz auf Jelcz-Fahrgestell mit angekuppeltem Ölschlengel-Anhänger. Foto: Metz

Aufgebaut worden war der GW-G auf einem polnischen Fahrgestell der Marke Jelcz. Dieses 1952 als staatlicher Betrieb zur Produktion von Fahrgestellen gegründete Unternehmen besteht noch heute und fertigt am Standort Jelcz-Laskowice immer noch Lastkraftwagen und militärische Spezialfahrzeuge. Die Motoren stammen unter anderem von Cummins, Iveco, MAN und Mercedes.
Die Ausstattung für Gefahrgutunfälle lagerte in einem Kofferaufbau mit einer jeweils zweigeteilten Hub-Roll-Wand (HuRoWa) auf beiden Fahrzeuglängsseiten. Unter anderem gehörten ein Stromerzeuger 5 kVA, Beleuchtungsgruppe und Überfässer dazu. Für die bessere Entnahme der Geräte waren an den unteren Bordwänden Klapptritte angebracht. Angekuppelt war zudem ein einachsiger Anhänger mit zwei Haspeln für insgesamt 200 Meter Ölschlengel. [2071]

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