London Fire Brigade:

Zwei neue Löschboote für die Themse

London – Mit der Teilnahme an einer Bootstour für den Bürgermeister von London auf der Themse sind die beiden neuen Feuerwehrboote der London Fire Brigade (LFB) offiziell an die fünftgrößte Feuerwehr der Welt übergeben worden. Sie bringen einige Neuerungen im Vergleich zu ihren Vorgängern. Daher werden die Crews in den kommenden Monaten ausgiebig geschult, bevor die neuen Boote Anfang 2023 in Dienst gehen werden.

Eines von zwei baugleichen neuen Feuerwehrbooten der London Fire Brigade, die Anfang 2023 den offiziellen Betrieb auf der Themse aufnehmen werden. (Bild: London Fire Brigade)

Die neuen Boote mit den Namen „Tanner“ und „Errington“ sind größer, schneller und können mehr Wasser fördern als ihre Vorgänger. Sie sind für die Brandbekämpfung ebenso geeignet wie für das Abschleppen havarierter Boote oder die Rettung von Menschen und Tieren aus dem Wasser oder von den Ufern der Themse. Dazu sind sie mit einem flachen Boden ausgestattet, sodass sie am Ufer anlanden können. Über eine hydraulische Rampe gelangen die Geretteten an Bord.

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Über zwei fernsteuerbare Monitore auf dem Deckshaus können bis zu 2.500 Liter Wasser pro Minute abgegeben werden. Ein hydraulischer Kran am Bug unterstützt in Verbindung mit einem Jason’s Cradle-Rettungsnetz die Rettung von Personen aus dem Wasser. Sie erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 45 Knoten (etwa 83 km/h) und operieren zwischen Hampton Court und Dartfort Crossing. Sie werden durch einen Officer und vier Feuerwehrleute besetzt. Sie arbeiten auf der Themse mit der Wasserschutzpolizei sowie der Royal National Lifeboat Institution (RNLI, eine britische Seenotrettungsorganisation, die auch Rettungsboote auf der Themse betreibt) zusammen.

Mit der In-Dienst-Stellung der neuen Feuerwehrboote werden die Vorgänger “Fire Flash” und “Fire Dart” außer Dienst gehen. Diese wurden 1999 von Alnmaritec in Northumberland gebaut und waren über 20 Jahre im Einsatz. (Bild: Preuschoff)

Die Namen der beiden Boote erinnern an den Hilfsfeuerwehrmann Harry Errington GC und an die Hilfsfeuerwehrfrau Gillian Tanner GM, die im 2. Weltkrieg mit Medaillen für besondere Tapferkeit im Einsatz ausgezeichnet wurden. Errington rettete zwei in einem Keller verschüttete Feuerwehrleute während eines Luftangriffs. Tanner fuhr während eines Luftangriffs einen Tankwagen, um die im Einsatz befindlichen Löschfahrzeuge wieder zu betanken. Die Rufzeichen der beiden Boote H23A und H23B erinnern an die Londoner Feuerwehrleute Adam Meere und Billy Faust, die während einer Brandbekämpfung 2004 ums Leben kamen. H23 ist die Nummer der Lambeth River Fire Station.

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