Hannover (NI) – Vier zentrale Organisationen des deutschen Feuerwehrwesens wollen ihre Zusammenarbeit deutlich ausbauen. Mit einer strategischen Partnerschaft und einer gemeinsamen Gesamtstrategie reagieren sie auf Herausforderungen wie Klimawandel, Extremwetterlagen, knappe Ressourcen und sinkende Helferzahlen.
Die vier Feuerwehrfachverbände setzen auf eine gemeinsame Strategie, um künftige Herausforderungen im Bevölkerungsschutz abgestimmt anzugehen.
Auf der Interschutz in Hannover haben die Spitzen von vfdb, Deutschem Feuerwehrverband (DFV), Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) sowie dem Verband der Werkfeuerwehren in Deutschland (WFVD) den Start für eine engere Zusammenarbeit angekündigt. Grundlage dafür soll die sogenannte Hannoveraner Erklärung bilden.
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Nach Auffassung der Verbände steht der Bevölkerungsschutz in Deutschland vor tiefgreifenden Veränderungen. Als wesentliche Herausforderungen nennen sie die Folgen des Klimawandels, zunehmende Extremwetterereignisse, die veränderte geopolitische Sicherheitslage, rückläufige Helferzahlen sowie begrenzte finanzielle Mittel. Davon seien Feuerwehren in vielen Kommunen betroffen.
Im Mittelpunkt der geplanten Partnerschaft stehen die Weiterentwicklung bestehender Strukturen, eine effizientere Nutzung von Ressourcen sowie ein regelmäßiger fachlicher und organisatorischer Austausch. Als ersten Schritt wollen die Organisationen eine gemeinsame Gesamtstrategie erarbeiten.
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Die Verbände sehen darin einen wichtigen Beitrag, um die Interessen des Feuerwehrwesens künftig wirksamer zu vertreten und die Sicherheit der Bevölkerung langfristig zu gewährleisten. Für einen leistungsfähigen und resilienten Bevölkerungsschutz müssten die deutschen Feuerwehren stärker mit einer gemeinsamen Stimme auftreten.
DFV-Präsident Karl-Heinz Banse bezeichnet die Hannoveraner Erklärung als Grundlage für ein engeres Zusammenrücken der Verbände. vfdb-Präsident Dirk Aschenbrenner erklärt, die strategische Partnerschaft solle Wissen, Erfahrung und Innovationskraft bündeln, um tragfähige Lösungen für Feuerwehren und Bevölkerungsschutz zu entwickeln.
Auch die AGBF und der WFVD unterstützen den Vorstoß. AGBF-Vorsitzender Jochen Stein betont die Bedeutung einer gemeinsamen Strategie und einer effizienten Ressourcennutzung. Martin Wilske, Vorsitzender des WFVD, verweist auf die Erfahrungen der Werkfeuerwehren im Umgang mit komplexen Risiken, kritischen Infrastrukturen und spezialisierten Einsatzlagen.