Deutsch Evern (NI) – Ein Großbrand in einem Wohnhaus hat die Feuerwehr in Deutsch Evern aus dem Kreis Lüneburg über viele Stunden beschäftigt. Nachdem das Feuer zunächst unter Kontrolle schien, flammten versteckte Glutnester mehrfach wieder auf. Erst nach mehreren Nachalarmierungen und weiteren Löscharbeiten bis in die Nacht konnten die letzten Brandstellen gelöscht werden.
Mit mehreren Strahlrohren bekämpften die Einsatzkräfte den Vollbrand des Wohnhauses von verschiedenen Seiten. Aufgrund der starken Brandentwicklung verzichtete die Feuerwehr zunächst auf einen Innenangriff. (Bild: Feuerwehr)
Bereits auf der Anfahrt erhöhte die Leitstelle am Donnerstagmorgen das Einsatzstichwort von „B2 Gebäude“ auf „B3 Gebäude“. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand das Wohnhaus bereits in Vollbrand. Besonders der Dachstuhl auf der Südseite war vollständig vom Feuer erfasst.
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Wegen der starken Brandentwicklung verzichtete die Feuerwehr zunächst auf einen Innenangriff. Stattdessen begannen die Einsatzkräfte die Brandbekämpfung von mehreren Seiten. Auf der Südseite kam ein Wasserwerfer zum Einsatz, während die beiden Giebelseiten mit C-Strahlrohren vorgenommen wurden. Mithilfe der Drehleiter aus Lüneburg öffneten Feuerwehrleute auf der Nordseite Teile des Dachs, um Brandnester gezielt bekämpfen zu können. Dort erfolgte der Löschangriff mit einem D-Strahlrohr und einem Einreißhaken.
Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Zwei Personen wurden mit Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation an den Rettungsdienst übergeben.
Neben den Feuerwehren aus Deutsch Evern und Melbeck unterstützte die Feuerwehrtechnische Zentrale den Einsatz mit Atemschutzmaterial. Die Verpflegung der Einsatzkräfte übernahm der ASB. Insgesamt waren 65 Feuerwehrleute beteiligt.
Auch nach dem eigentlichen Löscherfolg blieb der Einsatz aufwendig. Während der Rückbauarbeiten flammte der Giebelbereich erneut auf. Um versteckte Brandstellen erreichen zu können, sägten Einsatzkräfte Dämmmaterial heraus und löschten es gezielt ab.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand insbesondere der Dachstuhl auf der Südseite bereits in Vollbrand. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. (Bild: Feuerwehr)
Nachdem der Einsatz zunächst beendet schien, wurde am Nachmittag erneut Rauchentwicklung gemeldet. Die Feuerwehr stellte fest, dass sich das Feuer über Lüftungskanäle ausgebreitet hatte. Zur Lokalisierung der Glutnester setzte die Einsatzleitung die Drohne der Samtgemeindefeuerwehr Ilmenau ein.
Da nicht alle Brandstellen erreicht werden konnten, ließ die Feuerwehr Teile des Gebäudes mit einem Bagger abtragen. Anschließend löschten die Einsatzkräfte die freigelegten Bereiche unter anderem mit Wasserwerfern und Schaummittel ab.
Über die Drehleiter öffneten Einsatzkräfte Teile der Dachhaut, um versteckte Glutnester aufzuspüren und gezielt ablöschen zu können. Der Brand flammte im Verlauf des Einsatzes mehrfach wieder auf. (Bild: Feuerwehr)
Doch selbst diese Maßnahmen verhinderten kein weiteres Wiederaufflammen. In der Nacht zum Freitag musste die Ortsfeuerwehr erneut ausrücken, nachdem mehrere Meter hohe Flammen aus dem zuvor abgetragenen Material schlugen. Mit einem C-Rohr, Wasserwerfer und Schwerschaum bekämpften die Einsatzkräfte den Brand bis in die frühen Morgenstunden. Für die Feuerwehr Deutsch Evern summierten sich die Arbeiten schließlich auf mehr als 16 Einsatzstunden.