Technische Hilfe auf dem Wasser

Katamaran droht am Steg zu sinken

Büdelsdorf (SH) – Am Ostersonntag hat ein Katamaran am Büdelsdorfer Yacht Club Schlagseite bekommen und zu sinken gedroht. Feuerwehr, THW und weitere Kräfte sicherten das Wasserfahrzeug über Stunden, brachten Ölsperren aus und erkundeten den Rumpf mit Tauchern und einer Unterwasserdrohne.

Einsatzkräfte sichern einen havarierten Katamaran mit Ölsperren und Booten, nachdem das Wasserfahrzeug am Steg Schlagseite bekommen hat und zu sinken drohte. (Bild: KFV RD-ECK | Passig)

Um 14.42 Uhr alarmierte die Leitstelle die Feuerwehr Büdelsdorf mit dem Stichwort „Technische Hilfeleistung – Wasser“ zum Büdelsdorfer Yacht Club. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte zeigte ein am Steg liegender Katamaran bereits eine deutliche Schlagseite zur Backbordseite. Der Eigner war zu diesem Zeitpunkt nicht vor Ort.

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Nach ersten Erkenntnissen befand sich das Wasserfahrzeug im Umbau. Dadurch waren mehrere Öffnungen im Rumpf vorhanden. Vermutlich drückte der starke Wind Wasser in das Schiffsinnere und führte so zur Schieflage.

Zur Unterstützung rückten die Feuerwehr Borgstedt, der Löschzug Gefahrgut sowie das Technische Hilfswerk mit mehreren Booten an. Um eine mögliche Umweltgefährdung zu verhindern, brachten die Einsatzkräfte vorsorglich Ölsperren aus. Außerdem versuchte die Feuerwehr Borgstedt, den Katamaran mit einer Unterwasserdrohne auf weitere Schäden zu untersuchen. Wegen der starken Windverhältnisse und der Strömung war das jedoch nur eingeschränkt möglich.

Das THW zog weitere Einheiten aus Schleswig-Holstein hinzu. Für eine mögliche Bergung im Rahmen der Gefahrenabwehr stellten die Kräfte unter anderem einen Kran des THW Pinneberg in Bereitstellung. Im weiteren Einsatzverlauf stellten Taucher des THW Schleswig mehrere Öffnungen am Rumpf fest, durch die Wasser in das Boot eindrang.

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In enger Abstimmung legten die beteiligten Führungskräfte das weitere Vorgehen fest. Taucher sicherten den Katamaran zusätzlich mit Leinen. Eine weitere Ölsperre brachten die Einsatzkräfte auf der gegenüberliegenden Seite des Steges aus. Nach Angaben der Feuerwehr konnte damit eine Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen werden.

Der Eigner muss nun ein Fachunternehmen mit der Bergung des Katamarans beauftragen. Rund 90 Einsatzkräfte waren bis gegen 22 Uhr im Einsatz. Die Bereitschaft des DRK Rendsburg stellte die Verpflegung sicher und übernahm mit einem Rettungswagen die sanitätsdienstliche Absicherung. Verletzt wurde niemand.

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