Digitalisierung im Feuerwehrhaus

Feuerwehr entwickelt Verwaltungssoftware und digitalisiert Zugang

Werneck (BY) – Die Freiwillige Feuerwehr Werneck, Kreis Schweinfurt, hat Verwaltung und Zutritt zum Gerätehaus in kurzer Zeit digital neu aufgestellt. Kern des Projekts sind eine selbst entwickelte Mitgliederverwaltungssoftware und ein elektronisches Transpondersystem.

Die Freiwillige Feuerwehr Werneck hat eine eigene Software für die Verwaltungsaufgaben der Wehr entwickelt. Das System erfasst unter anderem Anwesenheiten, Fristen und Untersuchungen digital. (Bild: Feuerwehr Werneck)

Im Mittelpunkt steht eine in Eigenleistung entwickelte Software für die Mitgliederverwaltung. Sie bilde die Abläufe der Feuerwehr Werneck passgenau ab und übernehme mehrere Aufgaben, die bislang organisatorisch gebündelt werden mussten. Dazu zählen die Anwesenheitserfassung bei Übungen, die Überwachung von Lkw-Führerscheinen sowie medizinische Untersuchungen für Atemschutzgeräteträger. Fristen würden automatisiert überwacht und vor ihrem Ablauf gemeldet.

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Nach Angaben von Kommandant Christian Kullick entlastet die Lösung die Wehr im Verwaltungsalltag. Informationen seien rechtssicher protokolliert und per Mausklick abrufbar. Damit schaffe das System Freiräume für die eigentliche Feuerwehrarbeit.

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Parallel dazu hat die Feuerwehr auch die Zugangstechnik im Gerätehaus umgestellt. An die Stelle des klassischen Schlüssels ist ein elektronisches Transpondersystem getreten. Laut Feuerwehr sorge es dafür, dass Ausrüstung automatisiert gesichert bleibt. Gleichzeitig ließen sich zeitlich befristete Berechtigungen für Handwerker oder räumlich begrenzte Zugänge für Übungsgäste verwalten. Das System sei zudem mit anderen gemeindeeigenen Gebäuden kompatibel.

Neben der Verwaltungssoftware hat die Feuerwehr Werneck auch den Zugang zum Gerätehaus digitalisiert. Ein elektronisches Transpondersystem ersetzt dort den klassischen Schlüssel. (Bild: Feuerwehr Werneck)

Finanziert wurde das Projekt mit Unterstützung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt sowie mit Mitteln des Feuerwehrvereins. Bürgermeister Sebastian Hauck wertet die Umsetzung als Beispiel für Eigeninitiative und Kompetenz innerhalb der Feuerwehr. Für die Wehr soll sich der Aufwand vor allem im Alltag auszahlen: Weniger Bürokratie = mehr Zeit für Ausbildung und Einsatzbereitschaft.

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