Einsatzbereitschaft beeinträchtigt

Weiterer Einbruch in Feuerwehrhaus: Rettungssatz weg

Lauenburg (SH) – Nach einem Einbruch in die Wache ist die Freiwillige Feuerwehr Lauenburg zurzeit nur bedingt einsatzbereit. Fahrzeuge und Schutzkleidung wurden von den Tätern durch im Gebäude versprühtes Feuerlöscherpulver massiv verunreinigt, technisches Gerät gestohlen. „Das ist völlig irre, es geht hier nicht nur um einen einfachen Einbruch. An der Situation hängen notfalls auch Menschenleben dran, wenn wir nicht adäquat helfen können“, sagte Lars Heuer, der Chef der Lauenburger Feuerwehr. Er hatte den Vorfall am Mittwoch gegen 7 Uhr entdeckt.

Nach dem Einbruch in die Wache der Freiwilligen Feuerwehr Lauenburg müssen Fahrzeuge und Geräteraum auf mögliche Verunreinigungen und fehlende Ausrüstung kontrolliert werden. (Bild: Jann)

Geesthachts Feuerwehr hat bereits gegen 8:30 Uhr zwei Löschfahrzeuge zur Verfügung gestellt, um zumindest einen Erstangriff zu ermöglichen. Doch bei Einsätzen müssen nun auch vorerst die Nachbarwehren mit ausrücken.

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Die Polizei war am Mittwochmorgen längere Zeit vor Ort und versuchte, am Tatort Spuren zu sichern. Aufgrund des verteilten Löschpulvers war dies allerdings schwierig. Immerhin: Der Splint des Auslösers des Feuerlöschers konnte sichergestellt werden. Das Gerät selbst hatten der oder die Täter wohl mitgebracht und auch wieder mitgenommen. Ebenso wie einen Akku-betriebenen Rettungssatz, mit dem Unfallopfer aus ihren Autos befreit werden können. Auf solche Geräte haben es Kriminelle abgesehen, weil sie damit auch Einbrüche verüben können.

Anhand der Situation vor Ort ist davon auszugehen, dass die Einbrecher durch eine Treppenhaustür eingestiegen sind. Von dort gelangten sie aber nicht in die große Fahrzeughalle an der Reeperbahn. Die Tür war verschlossen. Stattdessen kamen sie in die kleine Fahrzeughalle, nutzten dort aufgefundenes Werkzeug, um aus einem Garagentor der Haupthalle ein Fenster herauszubrechen. Dann stellten sie sich einen Mülleimer vor die Garage und konnten so von außen den Knopf für die Torsteuerung auslösen. Dadurch gelangten die Diebe in die große Garage.

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„Aus unserem Hilfeleistungslöschfahrzeug, auf dem wir das meiste Gerät für technische Hilfeleistungen haben, wurde der modernste Rettungssatz entwendet. Was sonst noch fehlt, müssen wir erstmal prüfen“, so Heuer.

Laut Polizei setzten die Einbrecher den versprühten Feuerlöscher offenbar ganz gezielt ein, um Spuren zu verwischen. Sowohl in der Fahrzeughalle, wie auch an der zuerst aufgebrochenen Tür, versprühten sie das Pulver. Heuer: „Das Problem ist, dass dieses Pulver aggressiv ist. Wir müssen also alles aufwendig reinigen.“ Um die Maßnahmen zu koordinieren, waren schon kurz nach der Polizei auch Ordnungsamtsleiter Christian Asboe und Bürgermeister Thorben Brackmann vor Ort. „Es ist schockierend, dass Einbrecher so gegen die Menschen vorgehen, die uns im Notfall helfen wollen“, sagte Brackmann.

Zumindest bei Bränden ist Lauenburgs Feuerwehr durch die beiden aus Geesthacht zur Verfügung gestellten Löschfahrzeuge bedingt einsatzbereit. „Mich macht sowas extrem wütend“, so Geesthachts Feuerwehrchef Sascha Tönnies, der nach einem Anruf von Heuer direkt Hilfe ermöglicht hat.

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