Ulm (BW) – Magirus rät Betreibern älterer Feuerwehrfahrzeuge auf bestimmten Iveco-Fahrgestellen zu einer technischen Überprüfung in Vertragswerkstätten. Im Mittelpunkt steht ein fahrgestellseitig verbauter Lichtschalter, bei dem ein Zusammenhang mit Beinahe-Bränden und Brandereignissen nach aktuellem Kenntnisstand nicht ausgeschlossen werden kann.
Feuerwehrfahrzeug auf einem Fahrgestell der Iveco-Euro-Baureihe (Bild: Magirus)
Magirus hatte bereits im Dezember 2025 mitgeteilt, Hinweisen zu solchen Fällen nachzugehen. Das Unternehmen verweist auf Berichte aus Medien, Online-Foren und auf eine Mitteilung des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung (IFS) in Kiel. Danach ließ der Hersteller die Hinweise technisch prüfen und stand dazu nach eigenen Angaben auch mit dem IFS im Austausch.
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Betroffen sind laut Magirus Fahrzeuge auf Iveco-Euro-Baureihen-Fahrgestellen der Jahre 1992 bis 2002. Genannt werden EuroCargo, EuroFire, EuroTech und EuroTrakker. Bei einzelnen Fahrzeugen könne die Erstzulassung allerdings auch später erfolgt sein, in Einzelfällen erst bis 2005.
Nach den bisherigen Erkenntnissen kann ein Zusammenhang mit dem Schalter für Stand- und Abblendlicht nicht ausgeschlossen werden. In untersuchten Fällen zeigten die Bauteile nach mehr als 20 Jahren Betrieb Veränderungen im Inneren, die laut Magirus äußerlich nicht immer erkennbar waren.
Feuerwehren und andere Betreiber entsprechender Fahrzeuge sollten diese deshalb in einer Iveco-Vertragswerkstatt vorstellen. Dort empfiehlt Magirus den vorsorglichen Austausch des Lichtschalters. Wurden im Laufe der Jahre elektrische Nachrüstungen vorgenommen, sollte zudem die elektrische Installation des Fahrzeugs umfassend geprüft werden.
Nach Angaben des Unternehmens dienen die Maßnahmen dazu, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und möglichst auszuschließen. Die Arbeiten sollen im Rahmen der regulären Werkstattkonditionen erfolgen.
Kipp-Lichtschalter in der Mitte des Armaturenbretts im Fahrerhaus (Bild: Magirus)
Um die betroffene Ausführung leichter zu erkennen, stellt Magirus ein Foto der Lichtschalter-Bauform (vgl. oben) bereit. Für andere Bauformen gebe es derzeit keine vergleichbaren Hinweise. Über weitere Erkenntnisse will das Unternehmen die Betreiber informieren; der Austausch mit dem IFS läuft nach Angaben von Magirus weiter.