Dienstunfall im TH-Einsatz
Feuerwehrmann bei Sturz in Schacht schwer verbrüht
Hamburg – Bei einem Einsatz der Feuerwehr Hamburg im Stadtteil Altona hat sich am Montag ein Angehöriger der Berufsfeuerwehr schwere Verbrühungen zugezogen. Er stürzte während der Erkundung in einen offenen, etwa 1,60 Meter tiefen Revisionsschacht, der mit heißem Wasser gefüllt war. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Feuerwehr nicht.
(Bild: Michael Rueffer)
Alarmiert zu einem beschädigten Wasserrohr rückte die Feuerwehr Hamburg um 11:22 Uhr mit einem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) zu einem Einsatz unter dem Stichwort „Technische Hilfe Klein“ in die Mörkenstraße aus. An der Einsatzstelle stellten die Kräfte fest, dass im Keller eine Fernwärmeleitung defekt war. Diese Leitungen transportieren Wasser unter hohem Druck und bei Temperaturen von über 100 °C.
Noch vor dem Unfall des Feuerwehrangehörigen hatte sich ein Handwerker an den Händen verbrüht. Ein nachgeforderter Rettungsdienst behandelte ihn vor Ort.
Bei der weiteren Erkundung gingen Einsatzkräfte in den überfluteten Keller vor. Dabei stürzte ein Feuerwehrangehöriger in den offenen Revisionsschacht und zog sich schwere Verbrühungen zu. Der Rettungsdienst brachte ihn, begleitet durch einen Notarzt, in eine Klinik, wo er stationär aufgenommen wurde.
Den beteiligten Kolleginnen und Kollegen der Feuer- und Rettungswache bot die Feuerwehr Hamburg im Rahmen der Einsatznachsorge ein Gespräch an. Auch der Leiter der Feuerwehr Hamburg, Oberbranddirektor Sauermann, fuhr zur Einsatzstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Insgesamt waren laut Feuerwehr 20 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.
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