Frankfurt am Main (HE)/Leipzig (SN) – In der Silvesternacht ist es in mehreren deutschen Städten zu Angriffen auf Polizei, Feuerwehr- und Rettungskräfte gekommen. Im hessischen Frankfurt am Main wurden Einsatzfahrzeuge mit Pyrotechnik beschossen, im sächsischen Leipzig erlitt ein Feuerwehrmann ein Knalltrauma durch eine Rakete. Politiker verurteilten die Vorfälle scharf und forderten Konsequenzen.
Auch zum Jahreswechsel 2025/2026 kam es in mehreren Städten zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Symbolbild: Feuerwehr-Magazin
In Frankfurt registrierte die Stadt insgesamt elf Angriffe. In sechs Fällen wurden Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge mit Pyrotechnik beschossen, in drei weiteren kam es zu körperlichen Übergriffen. Darüber hinaus wurden zwei Fahrzeuge angegriffen und Einsatzkräfte beleidigt.
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Ein besonders schwerer Vorfall ereignete sich in der Frankfurter Innenstadt, als ein Notfall-Krankentransportwagen (N-KTW) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) von einer Menschengruppe gestoppt und beschädigt wurde. Zwei Rettungssanitäter erlitten dabei Verletzungen, einer wurde getreten und geschlagen. Unbekannte drangen gewaltsam in den Behandlungsraum des N-KTW ein und beschädigten ihn, rissen Spiegel und Nummernschild ab. Das Fahrzeug wurde beim Weiterfahren zusätzlich mit Pyrotechnik attackiert.
Oberbürgermeister Mike Josef fand klare Worte: „Ich verurteile diese Gewalt aufs Schärfste. Wer Einsatzkräfte angreift, greift unsere Solidargemeinschaft an. Ich hoffe die Polizei kann die Täter ausfindig machen. Ein solches Verhalten muss mit klaren Konsequenzen geahndet werden.“
Rakete trifft Feuerwehrmann in Leipzig am Kopf
Auch in Leipzig kam es zu Angriffen: Auf der Bornaischen Straße wurde ein Feuerwehrmann während eines Einsatzes von einer Rakete am Kopf getroffen und erlitt nach ersten Informationen ein Knalltrauma. Leipzigs Polizeipräsident René Demmler bezeichnete die Attacken auf Einsatzkräfte als „inakzeptabel und klar zu verurteilen“.
Oberbürgermeister Burkhard Jung forderte nach den erneuten Ausschreitungen Konsequenzen und eine mögliche Einschränkung des Böllergebrauchs. „Angriffe auf Rettungskräfte und Polizei sind durch nichts zu rechtfertigen“, so Jung.
In der Bundeshauptstadt Berlin bewarfen Unbekannte Polizisten sowie Feuerwehrleute mit Böllern oder beschossen sie mit Raketen. Wie die Berliner Feuerwehr in ihrer Silvesterbilanz mitteilt, kam es zu elf gewalttätigen Angriffen auf Einsatzkräfte und Fahrzeuge der Feuerwehr – verletzt worden sei dabei niemand.
Ein vor dem Jahreswechsel von Bundesjustizministern Stefan Hubig (SPD) vorgelegter Gesetzesentwurf sieht härtere Strafen vor. So sollen tätliche Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit mindestens 6 Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden – statt wie bisher mit 3. Wer Einsatzkräfte in einen Hinterhalt lockt und angreift, muss künftig mit einer Mindeststrafe von einem Jahr statt sechs Monaten rechnen, wie die Tagesschau berichtet.
Benjamin Jedro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP), forderte angesichts der neuerlichen Angriffe auf Polizei- und Rettungskräfte ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch.
Hoffentlich setzt die Justiz die Strafen endlich konsequent um und verurteilt danach! Solange Richter die “erhobene-Zeigefinger-Strategie anwenden, ändert sich überhaupt nichts, die Täter lachen sich kaputt!
Am besten wären Schnellrichter im Präsidium, die direkt einen Haftbefehl aussprechen und direkt ab in die nächste JVA bis zur Hauptverhandlung. Die Vögel sind dann schon eingefangen.
Hoffentlich setzt die Justiz die Strafen endlich konsequent um und verurteilt danach! Solange Richter die “erhobene-Zeigefinger-Strategie anwenden, ändert sich überhaupt nichts, die Täter lachen sich kaputt!
Am besten wären Schnellrichter im Präsidium, die direkt einen Haftbefehl aussprechen und direkt ab in die nächste JVA bis zur Hauptverhandlung. Die Vögel sind dann schon eingefangen.