Samstag, 25. März 2017

5 coole Aktionen gegen Gaffer, die jeder Feuerwehrmann gesehen haben sollte

Immer wieder behindern Gaffer Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit. Dass die neugierigen Schaulustigen immer rücksichtloser werden hat auch das Beispiel Timmendorfer Strand (SH) im letzten Jahr gezeigt: Dort klauten dreiste Gaffer der Feuerwehr die Einsatzverpflegung (wir berichteten). Was kann gegen die neugierigen Schaulustigen getan werden? 5 coole Aktionen gegen Gaffer, die sich Rettungskräfte und Polizeibeamte ausgedacht haben.

1. Anti-Gaffer-Plane: „Nicht gaffen, Mitglied werden“

Die Feuerwehren der Stadt Wunstorf (NI) haben im August 2015 den genialen Einfall gehabt: eine Plane mit dem Slogan „Nicht gaffen, Mitglied werden“. Damit begegnen sie dem Thema mit einem Augenzwinkern – ohne die notwendige Ernsthaftigkeit zu verlieren. Für die Kameraden steht mit der Plane nicht nur die offensive und durchaus auch provokative Mitgliederwerbung für die Feuerwehren der Stadt Wunstorf im Vordergrund, sondern auch ein informatives Wachrütteln der Bevölkerung.

Anti-Gaffer-Plane_Wunstorf

Durchaus provokant: Die Anti-Gaffer-Plane der Feuerwehr Wunstorf. Foto: Feuerwehr Wunstorf.

Die Idee ist auf so viel Begeisterung gestoßen, dass andere Wehren – wie die Feuerwehr Bad Hersfeld (HE) – die Plane kopierten.

2. Aufklärungsvideos gegen Gaffer

Die Feuerwehr Echte (NI) setzt auf Aufklärungsvideos gegen Gaffer. „Wenn die Sirene geht oder mehrere Einsatzfahrzeuge mit Martinshorn durch die Straßen fahren, dann erregt das Aufmerksamkeit und gleichzeitig ein erhöhtes Informationsinteresse“, sagt Konstantin Mennecke, Pressesprecher der Feuerwehr Echte am 1. November 2016.

Passend zum Thema:

3. Gaffer mit den eigenen Waffen schlagen

Im Kampf gegen Gaffer drehte die Polizei Dortmund im November 2016 den Spieß um: Die Beamten machten ebenfalls Bilder von Unfall-Voyeuren. Auf der A44 erwischten sie 25 Gaffer, die zum Teil bei laufender Fahrt Fotos von der Unfallstelle knipsten.
Bereits am 8. Juli 2016 hatte die Polizei Gaffer auf der A60 gefilmt – das Netz feierte sie dafür.

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4. Facebook-Appell: „Schämt ihr Euch nicht?“

Auch die Polizei macht ihren Unmut über das dreiste Verhalten der Gaffer Luft. Jüngstes Beispiel: Der Post der Polizei Aalen (BW) vom 16. Januar 2017. Dort heißt es: „Schämt ihr Euch nicht?“, nachdem zahlreiche Schaulustige es nicht lassen konnten, zwei Unfallopfer zu fotografieren.

Polizei_Aalen_Post

Für Aufsehen sorgte auch der Post „Musste das sein, Ihr Gaffer?“ von der Polizei Rheinland-Pfalz am 3. Mai 2016. Nach einem Verkehrsunfall, bei dem ein Radfahrer zu Tode kam, heißt es in dem Polizei-Beitrag auf dem sozialen Medium unter anderem: „Er verstarb, während Ihr weiter mit Euren Geräten draufgehalten habt!“ Der emotionale Beitrag wurde über 9.000 Mal geteilt.

5. Polizeihund vertreibt Gaffer

Als sich in Hagen (NW) bei einem schweren Unfall am 5. Mai ein Pkw überschlug und der Fahrer schwer verletzt aus dem Fahrzeug befreit werden musste, ließen es sich rund 150 Gaffer nicht nehmen, bei den Rettungsarbeiten im Weg zu stehen. Auf die Platzverweise der Polizei reagierten sie nicht. Ein angeforderter Polizeihund schaffte es schließlich, dass die Gaffer zumindest einige Meter zurücktraten.

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Ein Polizeihund schaffte es, die Gaffer zurückschrecken. Symbolfoto: Polizei Soest

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