Donnerstag, 20. Juli 2017

So entstehen die Feuerwehr Räuchermännchen

Seiffen (SN) / Bremen – In Seiffen/Erzgebirge (Erzgebirgskreis) fertigt Kunsthandwerk Eva Beyer Figuren und andere Artikel aus Holz. Hier entstehen auch die kultigen Räuchermännchen – vom Feuerwehrmann bis zur Notärztin. Dahinter steckt beeindruckende Handarbeit. Feuerwehrmagazin.de hat die Chefin Eva Beyer interviewt.

Raeuchermaennchen_Notarzt

Räuchermann als Notarzt. Foto: Rüffer

FM: Frau Beyer, wie viele Personen arbeiten in Ihrem Betrieb?      

Eva Beyer: In der Regel beschäftige ich vier Personen, ab Oktober kommen zwei Mitarbeiter dazu!

FM: Welche Berufe haben Ihre Mitarbeiter?                

Beyer: Die Mitarbeiter haben die unterschiedlichsten Berufe erlernt, zum Beispiel Drechsler, Schneider, Industriekaufmann, Forstarbeiter, Spielwarenhersteller. Durch Umschulung, aber auch durch die eigene Bereitschaft und den Willen haben sie den Weg in die Holzbranche gefunden.

FM: Was produzieren Sie außer den Räuchermännchen noch?

Beyer: Wir produzieren Räuchermänner und Räucherfrauen, Laternen, Tischdekoration, Vitrinendekoration und fertigen für die Bauholzbranche Holznägel.

FM: Was für Holz verwerten Sie?

Beyer: Zur Fertigung verwenden wir heimisches Holz, wie Fichte, Linde, Ahorn, Buche und Esche. Sehr gut getrocknet, das heißt Feuchtigkeitsanteil nur noch 8 bis 10 Prozent. Mehr Feuchtigkeit würde Risse im Holz bedeuten – durch die Hitze der Räucherkerze.

Räuchermännchen im Feuerwehr-Magazin-Shop

Die Figuren Notarzt und Notärzt, Feuerwehrmann in historischer Uniform, Jugendfeuerwehr-Mädchen, Spielmannszug-Hornist, Jugendfeuerwehr-Junge, THW-Helfer und Feuerwehrmann in Einsatzkleidung sind in unserem Shop erhältlich.

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Auf Nachfrage an shop@feuerwehrmagazin.de lassen sich die Räuchermännchen ab einer höheren Stückzahl auch individuell gestalten.

 

Raeuchermaennchen_Einsatz_Mannschaft

FM: Was ist das Besondere an der Herstellung der Räuchermännchen?

Beyer: Der Räuchermann besteht immer aus zwei Grundteilen: Oberkörper und Unterteil. Der Oberkörper hat im Inneren eine Holraum und auf das Unterteil wird die Räucherkerze gesetzt. Wichtig bei der Produktion: Im Unterteil müssen Zuglöcher sein, damit die Räucherkerze Luftzufuhr hat. Und der Qualm zieht hier heraus.

Raeuchermaennchen_THW

Die THW-Figur. Foto: Rüffer

FM: Aus wie vielen Kleinteilen besteht die Figur?   

Beyer: Ein Räuchermann besteht mindestens 80 verschiedenen Teilen und es sind zirka 450 Arbeitsschritte erforderlich. Erst dann ist er versandbereit. Die Absatzgebiete von uns sind Deutschland, USA, Japan, Schweiz, Österreich und Tschechien.

FM: Wie viele Arbeitsstunden dauert die Herstellung pro Figur?

Beyer: Eine Einzelfigur, das heißt ein Muster, dauert zirka 2 bis 3 Tage.

FM: Was ist das Besondere an den Feuerwehr-Figuren?

Beyer: Die vielen Details, wie Leuchtstreifen an den Jacken, Schnallen, Häkchen, Handschuhe und so weiter. Wir wollen realistisch unsere Gedanken ins Holz umsetzen, damit sich die angesprochenen Personen in der Figur erkennen. So waren wir die ersten Hersteller, die den Räuchermann mit Einsatzbekleidung entwickelt haben.

 

Produktion der Räuchermännchen

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Kunsthandwerkerin Eva Beyer versieht die Räuchermännchen mit Accessoires. Die Detailgenauigkeit macht die Räuchermännchen dieser Kunsthandwerkstatt besonders beliebt.

 

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