Montag, 26. Juni 2017

„Feuer & Flamme“: Neue WDR-Doku-Reihe begleitet Feuerwehrleute mit Bodycams

22. Juni 2017 von  

Köln (NW) – In einer neuen Doku-Reihe über den Berufsalltag von Feuerwehrleuten geht der WDR ungewöhnliche Wege: In „Feuer & Flamme – Mit Feuerwehrmännern im Einsatz“ setzt das Produktionsteam auf den Einsatz von Bodycams. Diese Körperkameras sollen für eine besonders realistische Darstellung des Einsatzgeschehens sorgen. „Feuer & Flamme“ läuft immer montags im WDR Fernsehen um 20.15 Uhr.

Inhalt

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 1
Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 2
Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 3
Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 4
Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 5
„Feuer & Flamme“: Über die neue WDR-Doku-Reihe
„Feuer & Flamme“: Ein Blick hinter die Kulissen der neuen WDR-Doku-Reihe

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 1

Die Auftaktepisode (15.05.2017)  hält, was die Verantwortlichen versprochen haben: Echte Einsätze mit echten Feuerwehrleuten. Zwei Brandeinsätze, zwei Rettungsdienst-Einsätze und eine Tauchübung der Tauchergruppe im Seelöwenbecken – „Feuer & Flamme“ zeigt, wie vielfältig der Alltag einer Berufsfeuerwehr ist. Es gibt es keine Erzählstimme aus dem Off, die das Geschehen kommentiert. Einen Erzähler braucht es aber auch nicht, denn die Kameraden kommen direkt zu Wort. Glaubhaft und offen sprechen sie über ihren Arbeitsalltag. Auch fachfremde Zuschauer werden dadurch abgeholt: Die sympathischen Feuerwehrleute transportieren auf emotionale Weise, warum die Arbeit der Feuerwehrleute so wichtig ist. Der hohe technische Aufwand und die lange Produktionszeit haben sich auf jeden Fall ausgezahlt.

Unsere Volontärin Ann-Christin Westphal ist begeistert von der neuen Feuerwehr Doku: „Der WDR hat mit ‚Feuer und Flamme‘ eine Serie produziert, die den Alltag der Berufsfeuerwehr für ein breites Publikum authentisch und emotional abbildet. Emotionalität wird nicht nur über die speziellen Körperkameras hergestellt, die uns Zuschauern hautnahe Bilder liefern. Was mir besonders gefällt, waren die Interviews mit den Protagonisten und deren Hingabe für ihren Beruf als Feuerwehrmann.“

„Feuer & Flamme“ verpasst? Kein Problem: Die erste Folge gibt es in der Mediathek nachzusehen.

Reaktionen zur ersten Folge „Feuer & Flamme“:

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 2

Die zweite Episode (22.05.2017) steigt wie die Auftaktfolge mit der Feuer- und Rettungswache Gelsenkirchen aus einer Vogelperspektive ein. Aus dem Off hört man die Stimme eines Leitstellendisponenten, der gerade einen Notruf entgegennimmt. Die Kollegen der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen rücken zunächst zu einem Brandeinsatz aus – „Essen auf Herd“, wie sich später herausstellt. Nebenher erfahren fachfremde Zuschauer einsatztaktische Details, zum Beispiel wie, wann und warum eine Drehleiter eingesetzt wird. Die Feuerwehrleute verraten in Kurzinterviews, was in ihnen vorgeht, wenn die Leitstelle die Alarmstufe erhöht. Zusatzinfos – zum Beispiel über den Ausgang eines Einsatzes – werden über Schrifteinblendungen, die akustisch wie ein digitales Logbuch wirken, gegeben. Zwischen den Einsätzen werden Feuerwehrleute bei ganz alltäglichen Tätigkeiten auf der Wache gezeigt: Kaffee kochen, Wäsche waschen, etc. Als nächstes rücken die Feuerwehrleute aus, weil der Rettungsdienst eine Tragehilfe angefordert hat. Statistisch gesehen werden die Deutschen immer dicker. Damit nimmt auch die Zahl der überwichtigen Menschen zu, die im Notfall transportiert werden müssen. „Sind sie alles Ärzte?“, fragt die Patientin die Einsatzkräfte. „Nein, Feuerwehrmänner“, lautet die Antwort der Feuerwehrleute. Die Frau hatte ihre Wohnung 3,5 Jahre nicht mehr verlassen. Vier weitere Einsätze (Fahrzeugbrand, Gefahrgut-Einsatz sowie zwei Rettungsdienst-Einsätze) und eine Übung der Höhenretter werden in Folge 2 gezeigt. Die Folge war wieder sehr kurzweilig und macht Lust auf mehr.   

Folge 2 verpasst? Hier kann man die Folge nachsehen!

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 3

Drängler auf dem Weg zum Einsatz, unwegsame Einsatzorte und komplizierte Patiententransporte: In der dritten Folge „Feuer & Flamme“ (29.05.2017) wird deutlich, welche Schwierigkeiten Feuerwehrleute tagtäglich bewältigen müssen.

„Wir müssen uns gegenseitig aufeinander verlassen können“, sagt ein Mitglied der Tauchergruppe nach einem Einsatz im Rhein-Herne-Kanal. Dieser Satz gilt allgemein für die Arbeit der Feuerwehr.

Eine gute Feuerwehr Doku sollte authentisch sein!

Die zweite Folge von „Feuer & Flamme“ hat in der letzten Woche aufgrund fachlicher Unsauberkeiten bzw. nonkonformer Vorgehensweisen für viel Zündstoff in der Feuerwehr-Magazin-Facebook-Community gesorgt. Einigen fachkundigen Zuschauern ist es zum Beispiel unangenehm aufgestoßen, dass das erste C-Rohr in einer Szene mittig und nicht links angeschlossen wurde. Keine Frage: ein klarer Patzer. Dennoch zeigt dieses Beispiel: Auch die Kollegen der Berufsfeuerwehr Gelsenkirchen sind nicht frei von Fehlern. Aber wer ist das schon? Zumal die Doku-Reihe den Anspruch hat, möglichst authentisch und nicht perfekt zu sein. „Feuer & Flamme“ ist kein Lehrfilm. Wir als Fachmedium freuen uns darüber, dass das Thema Feuerwehr über das Doku-Format so viel Aufmerksamkeit erhält. So bekommen vor allem Nicht-Feuerwehrleute die Möglichkeit, den (Berufs)-Alltag der Feuerwehr kennenzulernen – angesichts zunehmender Nachwuchsprobleme eine gute Sache! 

Ein besonders Lob gibt es für die Musikauswahl: „Feuer & Flamme“ verzichtet auf den Einsatz dramatischer Musik – stattdessen werden ruhigere Stücke wie „Wait“ von M83 eingesetzt, um die Atmosphäre zu untermalen.

Folge 3 kann hier nachgesehen werden!

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 4

Endlich wieder „Feuer & Flamme“: Über Pfingsten mussten Fans der Feuerwehr Doku stark sein, denn der WDR verzichtete auf die Ausstrahlung einer neuen Folge seiner Doku-Reihe. Die Freude auf die vierte Episode von „Feuer & Flamme“ am Montag (12.06.2017) und war deshalb umso größer. Gleich zu Beginn der Folge bekommen die Zuschauer zu sehen, was es für Einsatzkräfte bedeutet, durch Gaffer behindert zu werden.   

Auch diese Folge „Feuer & Flamme“ überzeugt. Denn die Feuerwehr Doku vermag es, sowohl alltägliche als auch nicht alltägliche Einsätze schnörkellos zu zeigen. So leistet die Tauchergruppe der BF Gelsenkirchen in dieser Folge Amtshilfe für die Kriminalpolizei Bochum. Dabei unterstützen die Kollegen der Feuerwehr die  Polizeibeamten dabei, ein Gewässer nach Beweisen für einen Doppelmord abzusuchen. Für den Protagonisten Thorsten ist selbstverständlich:


Ein Einsatz in Folge 4 sorgte in der Fan-Community für etwas Verwirrung: Die User wunderten sich darüber, dass sich die Feuerwehr nach der Auslösung einer Brandmeldeanlage (BMA) nicht über das Feuerwehrschlüsseldepot Zugang zum Gebäude verschafft hat. Diese Frage wurde von der Feuerwehr umgehend auf Twitter beantwortet:

Folge 4 verpasst? Hier kann die Episode nachgesehen werden!

Episodenkritik: „Feuer & Flamme“, Folge 5

Folge 5 von „Feuer & Flamme“ (19.06.2017) bietet viele Gänsehautmomente. Die Episode beginnt mit einem realen Brandeinsatz in einem Seniorenheim. Größer als der Brand selbst ist die Rauchentwicklung im Heim. Doch das Pflegepersonal hat auch nach Eintreffen der Feuerwehr noch nicht mit dem evakuieren begonnen – eine erschreckende Erkenntnis für Feuerwehrleute und Zuschauer. An dieser Stelle wird deutlich, wie wichtig Einsatzübungen in Alten- und Pflegeheimen sind – vor allem für das Heimpersonal.  
 


Ein weiterer Aspekt wird in Folge 5 deutlich: Rettungsdienst-Einsätze gehören zum festen Alltag der Berufsfeuerwehr. „Rettungsdienst ist eben kein lästiges Beiwerk, sondern es ist eine der großen Hauptaufgaben der Feuerwehren“, sagt Tobi.

Feuerwehr-Magazin 7/2017

Mehr zu „Feuer & Flamme“ gibt es in unserer Juli-Ausgabe 2017, die ab dem 28. Juni im Handel erhältlich ist.

Feuerwehr Doku: Feuer & Flamme mit der Feuerwehr Gelsenkirchen

>>Hier klicken und vorbestellen!<<

 

Folge 5 verpasst? Hier kann sie nachgesehen werden!

„Feuer & Flamme“: Über die neue Feuerwehr Doku

Die zentrale Feuer- und Rettungswache 2 ist das Herzstück der Feuerwehr Gelsenkirchen. 5 Monate lang begleitete das Produktionsteam die Kameraden im Einsatz. Die Feuerwehrleute waren mit am Körper befestigten Aufnahmegeräten (sog. „Bodycams“) ausgestattet, die es dem Zuschauer ermöglichen, die Arbeit der Einsatzkräfte aus deren Perspektive zu verfolgen. Die speziellen Körperkameras wurden eingesetzt, um qualitativ hochwertiges TV-Material zu liefern, gleichzeitig aber handlich und hitzebeständig zu sein.

Die 45-minütigen TV-Episoden verzichten auf einen Kommentartext, um besonders authentisch zu wirken. Zu Wort kommen insgesamt zehn der rund 100 Feuerwehrleute der Wache 2 während und nach ihren Einsätzen. Bei der Doku-Reihe handelt es sich um die deutsche Adaption des Formats „Local Heroes“.

Das WDR Fernsehen zeigt „Feuer und Flamme“ montags um 20.15 Uhr.

„Feuer & Flamme“: Trailer

Wie werde ich Berufsfeuerwehrmann?

 
Optimale Vorbereitung liefern der Duden-Trainer Einstellungstests für Polizei und Feuerwehr sowie das  Buch Testtraining Polizei und Feuerweh.
Im Feuerwehr-Magazin-Shop als Set erhältlich!
 
 

„Feuer & Flamme“: Ein Blick hinter die Kulissen der neuen WDR-Doku-Reihe

Wir haben mit Simon Heußen, zurzeit noch stellvertretender Chef der Feuerwehr Gelsenkirchen, über das Projekt gesprochen.

„Feuer & Flamme“: Worum geht es?

Ähnliche Themen:

 „Feuer & Flamme“: Darsteller und Einsätze

 [787]

Kommentare

3 Kommentare zu “„Feuer & Flamme“: Neue WDR-Doku-Reihe begleitet Feuerwehrleute mit Bodycams”
  1. Hoehnrich sagt:

    Diese Doku ist mal wieder eine richtige Doku Serie nach langer Zeit und vor allem mal was aus Deutschland und nicht wie immer der kram aus den USA wo es nur um die Helden geht.

  2. A.Kraus sagt:

    Herzlichen Glückwunsch WDR! Die Doku ist in aller (Feuerwehr-) Munde! Bisher habe ich wenig Negatives gehört. Endlich mal wieder eine deutsche Doku über unsere Feuerwehr! Seit Wache 1300 ist das das beste, wozu das Fernsehen fähig ist! Ich hoffe, daraus entwickelt sich eine ganze Serie.

  3. Mücke sagt:

    Es ist glaube ich von den Amis kopiert, meine mich zumindest vage zu erinnern das „Local Heroes“ eine amerikanische Produktion ist.
    Aber im Gegensatz zu „Chicago Fire“ ist es halt eine authentische Produktion und dient nicht zu Unterhaltungszwecken, womit ich das Format nicht schlecht reden möchte, da ich es mag.
    Ich persönlich finde die Doku aber auch interessant, weil sie einfach mal einen unzensierten Eindruck in den Beruf gibt und bin auf die weiteren Episoden gespannt.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!