Freitag, 9. Dezember 2016

Mauerteile erschlagen Bauarbeiter: schwierige Bergung

30. Januar 2015 von  

Reinbek (SH) – Ein Bauarbeiter wurde in Reinbeck (Kreis Stormarn) am frühen Donnerstagnachmittag von zwei jeweils rund 700 Kilogramm schweren Beton-Elemente erschlagen. Für den polnischen Arbeiter kam jede Hilfe zu spät. Die Bergung des Mannes zog sich über 90 Minuten hin.

Kurz vor 14 Uhr kam es zu dem tragischen Unglück. Der 55-jährige Arbeiter sanierte in einem ausgehobenen Schacht die Außenwand des Kellers eines Mehrfamilienhauses. Bei den Arbeiten brachen nach ersten Erkenntnissen zwei jeweils rund 700 Kilo schwere Kasematten, die als Lichteinlass vor den Kellerfenstern dienen sollten, ab und erschlugen den Mann. Seine Kollegen setzten sofort den Notruf ab.

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Bei einem Arbeitsunfall in einer Baugrube in Reinbek kam am Donnerstag ein Arbeiter ums Leben. Foto: Timo Jann

Obwohl Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr schnell am Einsatzort waren, kam für den Mann jede Hilfe zu spät. „Die Bergung des Verunglückten gestaltete sich extrem schwierig, weil wir nur von oben arbeiten konnten und verhindern mussten, nicht selbst vom losen Sand am Grubenrand verschüttet zu werden“, sagte Oliver Selke, der sellvertretende Gemeindewehrführer der Feuerwehr Reinbek.

Es dauerte eineinhalb Stunden, ehe die Einsatzkräfte die Leiche des Mannes geborgen hatten. Dabei kam auch der Feuerwehr-Kran der Hamburger Berufsfeuerwehr zum Einsatz, mit dem eine der Kasematten angehoben werden konnte. Die Rettungskräfte betreuten parallel die Kollegen den verunglückten 55-Jährigen.

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