Mittwoch, 26. Juli 2017

Großbrand in Köln, ein Feuerwehrmann verletzt

Köln (NW) – In Köln zerstörte am frühen Dienstagmorgen ein Großbrand eine Werkstatthalle im Stadtteil Rheinkassel. Mit über 100 Einsatzkräften bekämpfte die Kölner Feuerwehr die Flammen. Ein Feuerwehrmann wurde verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

Um 4.39 Uhr gehen die ersten Notrufe bei der Leitstelle der Feuerwehr Köln über einen ausgedehnten Brand auf einem Betriebgsgelände ein. Der Disponent alarmiert direkt die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache 6 in Chorweiler und der Löschgruppe Langel-Rheinkassel der freiwilligen Feuerwehr. Die anrückenden Kräfte sehen den Feuerschein bereits auf der Alarmfahrt und melden es der Leitstelle. Daraufhin werden weitere Kräfte alarmiert.

Die freiwilligen Kameraden aus Langel-Rheinkassel erreichen als erste den Einsatzort. Dort brennt eine zirka 900 Quadratmeter große Werkstatt für Lkw mit integrierter Waschstraße bereits lichterloh. Wenige Augenblicke nach der FF erreicht auch der BF-Löschzug den Brandort. Umgehend bauen die Einsatzkräfte einen Löschangriff auf, um zunächst die angrenzenden Lagerhallen vor einer Brandausbreitung zu schützen. Darin werden unter anderem Papier und Kartonagen gelagert, die Brandlast ist entsprechend hoch.

Feuer breitet sich auf angrenzende Gebäude aus

Während der ersten Löscharbeiten stürzt das Dach der Werkstatthalle und begräbt drei Lkw unter sich. Durch den Einsturz breiten sich die Flammen aus, erfassen auch die erste angrenzende Halle. Auch auf die zweite benachbarte Lagerhalle greift das Feuer über. Nur zum Teil kann die Kölner Feuerwehr diesen Bereich noch schützen. Die Lkw-Werkstatt und der eine angrenzende Gebäudeteil brennen in voller Ausdehnung.

Feuer im Einsatz bei einem Großbrand im Kölner Norden. Foto: Feuerwehr

„Aufgrund der abgelegenen Lage des Gewerbekomplexes gestaltet sich die Versorgung mit Löschwasser in der Erstphase schwierig, worauf weitere Sondereinheiten der Feuerwehr Köln zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung alarmiert werden. Die Wasserversorgung erfolgt zum Teil über Strecken von ungefähr 600 Metern“, erklärt die Feuerwehr Köln in ihrer Pressemeldung. 

Gegen 8.30 Uhr zeigt der massive Löschangriff – auch unter Einsatz von Löschschaum – seine Wirkung und die Feuerwehr hat den Brand unter Kontrolle. Im Verlauf der Brandbekämpfung erleidet ein Feuerwehrmann leichte Verletzungen, wird vom Rettungsdienst erstversorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Bereits frühzeitig hat die Feuerwehr aufgrund der erheblichen Rauchentwicklung in den nördlichen Stadtteilen Kölns Messfahrten durchgeführt, um hier die Schadstoffbelastung zu prüfen. Mehrere Fahrzeuge sind dafür im Einsatz gewesen, kontrollierten auch einige Bereich auf Rußniederschlag. „Sämtliche Messungen und Überprüfungen waren bis zum Abschluss dieser Maßnahmen gegen 9 Uhr unauffällig. Lediglich Brandgeruch konnte in naheliegenden Stadtteilen festgestellt werden“, gibt die Feuerwehr bekannt. Ebenso haben die Einsatzkräfte frühzeitig das mit Löschschaum verunreinigte Löschwasser aufgefangen und eine Fachfirma für die Entsorgung herangezogen.

Reportagen über die Feuerwehr Köln

24 Löschgruppen, Fernmeldedienst und Umweltschutzzug bilden die Freiwillige Feuerwehr Köln. Die Aktiven treffen häufig vor den Kollegen der Berufsfeuerwehr ein. Auch bei Sonderaufgaben wie Hochwasserschutz, Gefahrgut, Ausleuchtung, Wasserrettung und Wasserförderung über lange Wegstrecken ist die Freiwillige Feuerwehr Köln stark eingebunden.

>>Die Freiwillige Feuerwehr Köln

Durchschnittlich 40 Brand- und Hilfeleistungseinsätze fährt die Berufsfeuerwehr Köln am Tag. Alleine das erste Löschfahrzeug der Wache 1 rückt mehr als 10-mal in 24 Stunden aus. Person im Rhein, Höhenrettung, tierische Einsätze – Spezialaufgaben gehören bei den Domstädtern zum Feuerwehralltag. Reportage über die viertgrößte deutsche Berufsfeuerwehr.

>>Die Berufsfeuerwehr Köln

Für die Nachlöscharbeiten kommt das Technische Hilfswerk mit einem Radlader zur Einsatzstelle. So wird loses Brandgut abgetragen, um es Schritt für Schritt ablöschen zu können. Bis zum frühen Dienstagnachmittag ziehen sich diese Maßnahmen hin.

Die Bilanz der Feuerwehr Köln: Über 100 Kräften und 35 Fahrzeugen im Einsatz, von sieben Feuer- und Rettungswachen sowie elf Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln. In der Zwischenzeit haben weitere FF-Gruppen die verwaisten Berufsfeuerwehrwachen zur Sicherstellung des Brandschutzes besetzt.

Noch während der Nachlöscharbeiten hat das zuständige Kriminalkommissariat der Polizei Köln die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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