Samstag, 3. Dezember 2016

Drei Menschen sterben bei Wohnhausbrand

6. Februar 2014 von  

Hamburg – Drei Tote bei Brand in Hamburg: Am Mittwochabend um 20.06 Uhr gingen die ersten Notrufe aus der Eimsbütteler Straße ein, dass es in einem Mehrfamilienhaus brennen würde. Schnell war die Feuerwehr am Einsatzort, doch für eine Frau (33) und ihre beiden Kinder (6 und 7), die in einer Dachgeschosswohnung lebten, kam jede Hilfe zu spät.

„Es war einer der folgenschwersten Brände der vergangenen Jahre bei uns in der Stadt“, erklärte Hendrik Frese, der Sprecher der Feuerwehr Hamburg, am Donnerstag gegenüber feuerwehrmagazin.de. Frese: „Neben den Betroffenen aus dem Haus werden auch die Einsatzkräfte von der Notfallseelsorge betreut.“ Die Retter hatten teilweise schlimme Eindrücke erfahren müssen. 27 Bewohner wurden bei dem Brand verletzt, 15 mussten in Krankenhäuser gebracht werden.

Fluchtweg wird zur tödlichen Falle

Aus nach Polizeiangaben noch ungeklärter Ursache kam es in dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus mit ausgebautem Dachgeschoss vermutlich im Treppenhaus zu dem Feuer. Möglicherweise ausgehend von einem elektrischen Sicherungskasten. „Der Rauch und die Hitze stauten sich im Dachbereich“, berichtet Frese. Vermutlich hatten die Frau und ihre beiden Söhne versucht, die Wohnung zu verlassen. Eine folgenschwere Entscheidung. Einsatzkräfte fanden die drei Bewohner während des Einsatzes mit Rauchvergiftungen und Verbrennungen leblos vor, brachten sie ins Freie und reanimierten sie fast eine Stunde lang erfolglos.

20 Menschen warten an Fenstern auf Rettung

Insgesamt waren 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg an den Lösch- und Rettungsarbeiten beteiligt. „Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen mehr als 20 Menschen an den Fenstern und warteten auf ihre Rettung“, so Frese. Bereits vier Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Feuerwehrleute vor Ort, schon zehn Minuten nach dem Notruf war die Feuerwehr Hamburg mit 38 Einsatzkräften aktiv.

Einsatzort liegt strategisch günstig

Die Eimsbütteler Straße im Bezirk Altona-Nord liegt strategisch günstig für die Erreichbarkeit von drei Feuerwachen. Über die Drehleiter der Feuerwache Rotherbaum und Steckleitern wurden die Personen in Sicherheit gebracht. Ein Leitender Notarzt sichtete die Betroffenen im Großraumrettungswagen, die Verletzten wurden in verschiedene Kliniken gebracht.

Das Feuer im Treppenhaus konnte durch den Einsatz von zwei C-Rohren schnell unter Kontrolle gebracht werden.

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Neues Schutzziel für Feuerwehr Hamburg eingeführt

Erst am Montag hatte die Feuerwehr Hamburg ein neues Schutzziel für die Stadt eingeführt. Statt der jahrelangen Aufteilung in Risikoklassen, bei denen beispielsweise Industrie- und Verkehrsanlagen für das Vorhalten der Einsatzkräfte ausschlaggebend waren, will man jetzt den Maßstab „Kritischer Wohnungsbrand“, wie er sonst in Deutschland üblich ist, ansetzen. Ziel ist es in der Metropole, acht Minuten nach dem Alarm mit den ersten zehn Einsatzkräften vor Ort zu sein, die Ergänzungseinheit mit sechs weiteren Einsatzkräften hat fünf Minuten mehr Zeit. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der März-Ausgabe des Feuerwehr-Magazins.

Brandermittler haben am Donnerstagvormittag den Brandort aufgesucht. Nach bisherigen Ermittlungen könne ein technischer Defekt nicht vollständig ausgeschlossen werden, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Gleichzeitig wird wegen des Verdachts der Brandstiftung ermittelt.  (Text: Timo Jann)

Feuer in Hamburg: Bei einem Brand sterben am Mittwochabend drei Menschen. Foto: Lars Ebner

Feuer in Hamburg: Bei einem Brand sterben am Mittwochabend drei Menschen. Foto: Lars Ebner

Kommentare

2 Kommentare zu “Drei Menschen sterben bei Wohnhausbrand”
  1. Mathias Fischer sagt:

    Es handelt sich um Brandstiftung. Ein Kinderwagen im Treppenhaus wurde angezündet. Quelle: 15 Uhr Nachrichten bei SWR 3 .

  2. Michael sagt:

    Um 18 Uhr bei Pro7 News.
    Es war ein 13 jähriges Kind. Mitglied der JF HH Altona!!
    Der Junge hat gestanden, jetzt kümmern sich Psychologen um ihn.

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