Zehn Prozent mehr Einsätze für TUIS

Frankfurt (HE) – Exakt 1.102 Mal leistete das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie bei Transportunfällen mit Chemikalien im vergangenen Jahr bundesweit freiwillige Hilfe. Das ist ein Plus von 10,4 Prozent. Dies geht aus der aktuellen Einsatzstatistik hervor, die der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Montag in Berlin vorgestellt hat.

Im Einzelnen gab es 2010 insgesamt 858 telefonische Beratungen (Stufe 1). 68 Beratungen erfolgten durch Fachleute am Unfallort (Stufe 2). Das ist seit zehn Jahren der höchste Wert. Die Einsätze mit technischer Hilfeleistung (Stufe 3) lagen bei 176 (2009: 186) und waren somit leicht rückläufig. Nahezu unverändert blieb der Charakter der Hilfeleistungen am Unfallort. Wie in den Vorjahren mussten die TUIS-Werkfeuerwehren etwa bei jedem dritten Einsatz eine Flüssigkeit umpumpen. In jedem vierten Fall dichteten sie eine Leckage ab oder übernahmen ein Produkt vom Unfallort. Der Rest der Einsätze betraf die Entsorgung von Unfallladungen mit etwa 20 Prozent.

TUIS-Übung in Berlin. Foto: Detlef Machmüller
TUIS-Übung in Berlin. Foto: Detlef Machmüller

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Seit 1982 leistet TUIS bei Transport- und Lagerunfällen mit chemischen Produkten in Deutschland per Telefon oder am Unfallort fachliche Hilfe: 24 Stunden, an 365 Tagen im Jahr. Berufs- und Freiwillige Feuerwehren, Polizei oder andere Katastrophenschutzhelfer sowie die Deutsche Bahn können bei den TUIS Chemie-Werkfeuerwehren telefonische Beratung (Stufe 1), Fachleute vor Ort (Stufe 2) und technische Hilfe (Stufe 3) anfordern. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehren und Fachleuten beteiligt.

Entwicklung der TUIS-Einsätze in den vergangenen Jahren. Grafik: VCI
Entwicklung der TUIS-Einsätze in den vergangenen Jahren. Grafik: VCI
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