Schritt-für-Schritt-Bastelanleitung in FM 2/2023

Selbstgemachte Pressluftatmer für Kinderfeuerwehr

Saarlouis (SL) – Spielend AGT werden: Mit Attrappen von Atemschutzgeräten können Kinderfeuerwehren authentisch und „wie bei den Großen“ üben. Die Lalülala’s aus Saarlouis durften sich und ihre selbstgebastelten Pressluftatmer sogar in einer echten Übungsstrecke ausprobieren.

„Wir haben das Glück, dass die Atemschutzstrecke des Landkreises in unserer Feuerwache Innenstadt liegt. Da verfügen wir über gute Zugangsmöglichkeiten“, erklärt Marina Groß. Sie ist Kindergruppen-Leiterin im Löschbezirk Ost der FF Saarlouis, bei den 2018 gegründeten Lalülala’s. Die aktuell aus 20 Kindern und sechs Betreuern bestehende Gruppe ist eine von drei innerhalb der saarländischen Kreisstadt.

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„Für das Thema Atemschutz hatten wir uns im Dienstplan drei Termine vorgenommen. Zwischen einem Theorie-Teil durch Kameraden aus unserem Löschbezirk als Einführung und dem großen Highlight zum Abschluss – dem Besuch in der Strecke – lag unser Bastel-Nachmittag“, sagt Betreuerin Rebecca Korinth-Lay.

Mit selbstgebastelten Pressluftatmern absolviert die Kinderfeuerwehr Lalülala’s der FF Saarlouis, Löschbezirk Ost, die Übungsstrecke des Kreises. Foto: Kinderfeuerwehr Saarlouis

Schritt für Schritt zum PA

„Uns war es aber wichtig, die Kinder mit einzubinden und sie einiges selbst machen zu lassen“, so Korinth-Lay. Eine Recherche förderte schnell Tipps zu Tage, welche Materialien für die möglichst überzeugende Optik geeignet sind, was bequem zu tragen und funktional für die entsprechende Altersgruppe ist.

Das Betreuerteam der Lalülala’s sammelte ausgediente 1,5-Liter-PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat), welche die Kinder mit Abtönfarbe einfärben durften. Einfach Farbe einfüllen, Deckel drauf, schütteln – fertig war die Atemluftflasche. „Im Vorhinein hatten wir ja etwas Sorge um unsere Räumlichkeiten. Aber bei diesem Verfahren kann eigentlich nichts schiefgehen“, bestätigt Groß lächelnd die Unbedenklichkeit dieses Farbeinsatzes.

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Als Trägerplatten dienen durchsichtige Dokumententaschen – von den Betreuerinnen zurechtgeschnitten und mit Löchern versehen. Verstellbare Gurte von reflektierenden Warnwesten funktionieren als Schulter- und Beckengurt. Klettverschlüsse halten die auswechselbaren Atemluftflaschen an ihrem Platz auf dem Rücken. Dieses System ist für die Lalülala’s leicht aufzunehmen und zu tragen. „Es bietet auch die nötige Flexibilität. Denn bei unseren Kindern zwischen 6 und 9 Jahren gibt es viele verschiedenen Körpergrößen“, sagt Korinth-Lay.

Ein 5-Millimeter-Schlauch aus Silikon, mittels einer Wäscheklammer am Haltegurt auf der Schulter befestigt, stellt die Überdruckleitung dar. Diese endet einerseits in einem Deckel in der Flasche und andererseits in der Atemschutz-Maske (Kinder-FFP2) und ist dort mit einem Flaschendeckel fixiert. „Den können sich die Kinder gegenseitig aufschrauben, wie der Atemanschluss bei den echten AGT. So vermitteln wir ihnen auf spielerische, aber dennoch authentische Weise das truppweise Agieren unter Atemschutz. Mit einem eigens konstruierten Spiele-PA macht es einfach mehr Spaß und ist noch wirklichkeitsgetreuer“, erzählt Groß.

Eine Schritt-für-Schritt-Bastelanleitung für die PA der Kinderfeuerwehr Lalülala’s findet Ihr auf vier Seiten in der Ausgabe 2/2023 unter dem Titel „Spielend AGT werden“ Das Magazin kauft Ihr im Zeitschriftenhandel oder bestellt es versandkostenfrei unter https://shop.feuerwehrmagazin.de/products/feuerwehr-magazin-2-2023.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Dort können die Jugendlichen dann zum Beispiel die richtigen Atemschutzgeräte auf den Rücken ziehen. Diese sind dann ja schwerer und größer. Es geht ja hauptsächlich darum, den Kindern es mal zu zeigen.

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  2. Hallo, ich hoffe die Teile sind nicht zu schwer. 5% des Körpergewichts .. und die Teile stoßen nicht gegen den Kopf
    Viele grüße aus Hessen

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  3. Nur durch die spielerische Simulation von Einsätzen machen wir aus diesen jungen Menschen spätere erfahrene Feuerwehrleute.
    Herzlichen Glückwunsch an das Team des Jungendfeuerwehr der FF SAARLOUIS OST !
    Löshbezirksführer FF Fénétrange (Fr)

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  4. Und was wird dann den Kindern und Jugendlichen in der JFW noch beigebracht?

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  5. Ich als Vorsitzender des Fördervereins Lbz Ost bin stolz auf unsere Kinderfeuerwehr und ihre Betreuer. Mit Freude werden wir sie in allen Belangen und Aktiviert voll unterstützen.

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