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Unwetter! Das neue Feuerwehr-Magazin-Sonderheft

Bremen – Ende Juni 2018 kommt das neue Ausbildungs-Sonderheft des Feuerwehr-Magazins heraus. Diesmal widmen wir uns dem Thema Unwettereinsätze: Keller auspumpen, Bäume sägen, Menschenrettung aus überfluteten Bereichen, Hochwasserschutz, Kommunikation bei Flächenlagen und so weiter.

Ein Kommentar von Christian Patzelt, Redakteur Feuerwehr-Magazin

Es geht der Meldeempfänger, Einsatzstichwort „Keller unter Wasser“. Wir fahren zum Feuerwehrhaus, besetzen die einzelnen Löschfahrzeuge jeweils mit einer Staffel. Und dann geht es los. Nach und nach werden die Fahrzeuge zu eigenen Einsätzen gerufen. Denn nie steht nach Starkregen nur ein Keller unter Wasser. Häufig beziehen sich diese Lagen auf die Fläche. Wir fahren also von Wohnhäusern zu Tiefgaragen zu Straßenunterführungen und machen unseren Job. Manchmal verschwimmen da buchstäblich die Dienstleistung für den Bürger mit der echten Gefahrenabwehr.

Ein paar Wochen später piept es erneut. Diesmal steht auf dem Melder „Baum auf Straße“. Erneut eilen zahlreiche Kameraden zum Feuerwehrhaus. Die ausgebildeten Motorsägenführer verteilen sich auf die Fahrzeuge, rüsten sich mit Schnittschutzkleidung aus. Immer wenn ein Löschfahrzeug mindestens mit einer Staffel besetzt ist, meldet es sich über die Leitstelle aus. An diesem Tag fahren die Kräfte diverse Einsatzstellen an. Sie beseitigen Astbruch, fällen entwurzelte Bäume und sichern andere wiederum gegen das Umstürzen.

Wie für uns sind die Einsätze „Keller pumpen“ und „Bäume sägen“ vielerorts zur Routine geworden. Diese Flächenlagen gehören aufgrund ihrer Häufigkeit mittlerweile zum Einsatzalltag der Feuerwehren. Und genau das ist gefährlich!

Einblicke in das neue Sonderheft!

Wir müssen uns fragen: Gehen wir an einen Einsatz nach Starkregen und Sturm genauso heran wie an einen heftigen Dachstuhlbrand? Erkennen wir beispielsweise sämtliche Gefahren für unsere Kameraden sofort? Erkunden wir die Lage fortlaufend, wie bei einem Feuer? Verhält sich ein Motorsägenführer beim Fällen ebenso aufmerksam wie ein Angriffstruppführer im Innenangriff? Diese Fragen solltet Ihr Euch sehr ehrlich selbst stellen und in den Reihen der Feuerwehr beantworten.

Sonderheft “Richtiges Vorgehen beim Unwettereinsatz”

Vom Keller pumpen über die Beseitigung von Sturmschäden und Schneelast bis hin zu Katastrophenlagen durch Sturzfluten und Hochwasser.

Ein wesentlicher Punkt in jedem Kapitel ist der Eigenschutz der Feuerwehrleute.

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„Feuerwehrmann von Baum erschlagen“, „Sturmtief zerstört Einsatzfahrzeug“ und „Feuerwehrmänner bei Sturmeinsätzen schwer verletzt“ – diese Meldungen sollten uns alle aufhorchen lassen. Und auch wenn die Eigenunfälle beim Keller pumpen absolute Ausnahmefälle sind, gilt es auch hier,insbesondere die Gefahr eines Stromschlags immer im Fokus zu haben.

Glücklicherweise ganz und gar nicht alltäglich sind die Einsätze nach Sturzfluten und Hochwasserkatastrophen. Als im Sommer 2013 die Pegelstände an der Elbe und der Donau stiegen und zu einer Jahrhundertflut führten, sammelte ich persönlich enorm wertvolle Einsatzerfahrung. Am 8. Juni ging es los Richtung Bernburg an der Saale (ST) und kurz darauf nach Wörlitz bei Dessau. Ich hatte ein mulmiges Gefühl, weil ich nicht richtig einschätzen konnte, was auf uns zukommen würde. Das wissen wir zwar bei keinem Einsatz, dennoch war diese Situation anders…

Wir halfen in Wörlitz unter anderem der örtlichen Feuerwehr beim Sandsackverbau. Einen Tag später verlegten wir den Marschverband nach Jerichow. Hier hatte die Elbe bereits eine Breite von zirka 4 Kilometern. Das Wasser stand nur wenige Zentimeter unter den Deichkronen der Stadt. Der Deichbruch von Fischbeck, nur 4 Kilometer nördlich, dramatisierte die Lage in Jerichow. Wir evakuierten Ortschaften, retteten Kuhherden, setzten Pumpen und deichten das Stadtzentrum ein. Unsere Ruhezeiten waren extrem kurz – wie bei so vielen anderen auch. Aber das Gefühl, wirklich gebraucht zu werden, mobilisierte die Helfer immer wieder. Jeder Zeit würde ich wieder in solch einen Einsatz gehen. Und da hilft mir diese Erfahrung weiter – aber auch die umfassende Auseinandersetzung mit diesen Lagen in der Zusammenstellung des neuen Sonderheftes “Richtiges Vorgehen beim Unwettereinsatz”.

Aus dem Inhalt:

  • Was passiert bei Sturm und Starkregen?
  • Einsätze nach Sturmlagen – inklusive Gerätekunde Kettensäge
  • Einsätze nach Starkregen – inklusive Gerätekunde Tauchpumpe
  • Was führt zu Sturzfluten und Hochwasser?
  • Gefahren und Vorgehen bei Sturm- und Sturzfluten
  • Maßnahmen der Feuerwehr bei Hochwasserkatastrophen
  • Bevölkerungswarnung – MoWaS / WarnApp NINA & KATWARN
  • Schadenslagen durch Schnee
Land unter in Berlin: So wie hier standen in Berlin zahlreiche Kreuzungen und Straßenzüge unter Wasser. Die Feuerwehr verhängte den Ausnahmezustand. Foto: FF Staaken

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Nach dem vor Jahren ein Baum nur knapp unser LF verfehlt hat, ist unser erster Blick immer nach Oben. Und wenn die Straße nicht wichtig ist ( Wirtschaftsweg, Gemeindestraße oder eine 2. sichere Zufahrt in die Siedlung / den Ort existiert) dann haben wir auch schon Straßen für mehrere Tage gesperrt.
    Zum Thema Sägen: Ausbildung nach DGUV 214/059 Modul A und B idealerweise eine Zusatzausbildung nach dem alten Modul 4 aufarbeiten von Windwurf und Schneebruch.
    Wenn ihr euch nicht sicher seit. Absperren!
    Wir Feuerwehrleute sind in der Regel nur “Gelegenheitssäger´`, der Profie (Forstwirt …) bleibt bei so einem Wetter hinterm Ofen.

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