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Mobile CO-Warngeräte im Überblick. Wie sich Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Hilfe der Warngeräte vor den Gefahren des Kohlenmonoxid-Gases schützen können.
Gefahren durch Kohlenmonoxid

CO-Warner lösen bei Rettungsdiensteinsatz aus

Ennepetal (NW) – Ein Rettungsdiensteinsatz der Ennepetaler Feuerwehr (Ennepe-Ruhr-Kreis) entwickelte sich am Dienstagnachmittag gegen 16.30 Uhr dramatisch. Rettungsdienstkräfte fanden vor Ort in der Harkortstraße einen 48-jährigen leblosen Mann vor, der nicht mehr gerettet werden konnte und an der Einsatzstelle starb. Die Besatzung des Rettungswagens war mit Kohlenmonoxidwarnern ausgestattet, die noch während des Rettungseinsatzes auslösten.

Daraufhin forderten sie über die Leitstelle des Ennepe-Ruhr-Kreises die Einsatzkräfte der Ennepetaler Feuerwehr nach. Durch eine sofort eingeleitete Evakuierung des Gebäudes konnten fünf Personen gerettet werden. Aufgrund der verschachtelten Struktur der dort befindlichen Häuser wurden weitere zwei Gebäude evakuiert. Die insgesamt 45 Personen fanden zunächst in einem Bus der Verkehrsgesellschaft einen sicheren Aufenthaltsort. Später kamen sie bei Verwandten und Freunden unter.

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Die Ursache des CO-Austritts konnte zunächst trotz intensiver Suche nicht festgestellt werden. Ständig durchgeführte Messungen ergaben keine weiteren Ergebnisse. Gegen 19 Uhr übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Diese untersagte für zwei Gebäude die Nutzung bis auf weiteres. Insgesamt waren 47 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. An der Einsatzstelle sowie an der Hauptwache in Bereitstellung waren Einsatzkräfte der Hauptwache, vom Löschzug Milspe Altenvoerde, von den Löschgruppen Voerde, Rüggeberg und Külchen, zahlreiche Rettungsdienstkräfte inklusive Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst, Einsatzkräfte der Kreisfeuerwehrzentrale, der Polizei, ein Bus der Verkehrsgesellschaft Ennepe-Ruhr und ein Notfallseelsorger.

Später ermittelte ein Sachverständiger eine defekte Gasleitung im Keller. Die Staatsanwaltschaft in Hagen übernahm die Ermittlungen und lässt durch eine Mordkommission klären, ob die Leitung eventuell absichtlich beschädigt worden sein könnte. Eine Obduktion soll zudem die genaue Todesursache des Mannes klären.

Gefahren durch Kohlenmonoxid

Bei einer unvollständigen Verbrennung kohlenstoffhaltiger Substanzen – zum Beispiel Holz, Papier oder Öl – entsteht das Gas Kohlenstoffmonooxid, auch Kohlenstoffmonoxid oder einfach Kohlenmonoxid genannt. Es ist farblos und wir Menschen können es weder schmecken noch riechen. Es besteht aus einem Teilchen Sauerstoff sowie einem Teilchen Kohlenstoff, weswegen es CO abgekürzt wird. Das Gas ist brennbar (zündfähiges Gemisch zwischen 11,3 und 75,6 Volumenprozent, Zündtemperatur 607 °C) und verbrennt mit blauer Flamme zu Kohlenstoffdioxid (CO2). Es ist geringfügig leichter als Luft.

Kohlenmonoxid ist ein farbloses, geruchs- und geschmackloses Gas, welches unter anderem aus der Verbrennung von Erdgas entsteht. Tritt es unkontrolliert aus, kann es zu Vergiftungen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Symbolfoto: Kampagne CO macht KO

In Wohngebäuden liegt die normale Konzentration bei 0,5 bis 5 ppm (Parts per Million, Teilchen pro einer Million Teile Luft), wobei in der Nähe von Gasbrennern Konzentrationen von bis zu 15 ppm auftreten können. Sofern genug Kaminzug gegeben ist, steigt bei unvollständiger Verbrennung von Holz entstehendes Kohlenstoffmonoxid mit dem warmen Abgas über den Kamin schnell auf. Bei schlechtem Kaminzug kann es jedoch in die Raumluft gelangen und zu Vergiftungen führen. Gründe für eine Abgas-Rückströmung können Wind, veraltete oder schlecht eingestellte und gewartete Heizkessel, ein eingeschalteter Dunstabzug oder eine eingeschaltete Zentralstaubsaugeranlage sein. Undichte Kamine und Öfen, falsch bemessene oder etwa durch Wespen- oder Vogelnester blockierte Kamine können ebenfalls den Abzug der Abgase verhindern.

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Kohlenmonoxid: das unsichtbare Gift

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Artikel “Kohlenmonoxid: unsichtbares Gift” im Feuerwehr-Magazin 11/2019. Hier gibt es mehr Informationen über Kohlenmonoxid und seine Wirkung, die Symptome einer CO-Vergiftung, Kohlenmonoxid-Quellen im Alltag sowie Beispiele von unterschiedlichen Einsätzen, bei denen die Feuerwehr mit Kohlenmonoxid rechnen muss.

Ihr könnt das Heft als digitale Ausgabe hier direkt bestellen:

Feuerwehr-Magazin Heft 11/2019

Neben Thermen und Heizungsanlagen sind in der jüngsten Vergangenheit vor allem die immer zahlreicher werdenden Shisha-Bars durch unzulässig hohe Kohlenmonoxid-Werte aufgefallen. Grund genug für die Stadt Hamburg, Ende Mai 2019 ein Gesetz zu verabschieden, das die Betreiber von Shisha-Bars verpflichtet, Schutzvorrichtungen und Warngeräte zu installieren sowie deren einwandfreie Funktion einmal jährlich nachzuweisen.

Kampagne “CO macht KO“: Die Initiative zur Prävention von Kohlenmonoxid-Vergiftungen wurde im Jahr 2018 als nicht eingetragener Verein gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung in Deutschland über die gesundheitsgefährdenden Gefahren von Kohlenmonoxid (CO) aufzuklären.

An der Einsatzstelle kann die Feuerwehr auch mit einem Mehrgasmessgerät Kohlenmonoxid feststellen. Foto: Timo Jann

Weitere Quellen für Kohlenmonoxid
in Wohnräumen:

  • Grillen über Holzkohle, mit Indoorgrills oder so genannten Hot Pots (holzkohlebefeuerte Kochtöpfe),
  • Holzfeuer oder der Betrieb von mit Propangas befeuerten Heizstrahlern in Innenräumen oder Garagen,
  • Gasherde, Gasthermen,
  • Emissionen aus Holzpellets in Pelletbunkern für Heizungsanlagen,
  • Autoabgase in geschlossenen und schlecht belüfteten Garagen,
  • die Verwendung von mit Verbrennungsmotoren betriebenen Belüftungsgeräten und Stromgeneratoren,
  • Tabakrauch aus Zigaretten, Zigarren, Pfeifen oder Wasserpfeifen (Shishas). Zehn gerauchte Zigaretten erhöhen in einem ungelüfteten, 30 m³ großen Raum die Konzentration um etwa 22 ppm Kohlenstoffmonoxid. Zum Vergleich: Der Arbeitsplatzgrenzwert liegt bei 30 ppm.

Heute können Feuerwehrleute und Rettungsdienstmitarbeiter auf kleine tragbare Warngeräte zurückgreifen. Dass diese Geräte kein übertriebener Luxus sind, zeigen zahlreiche Einsätze. Wir haben in unserem Download „CO-Warngeräte“ eine Übersicht sowie Einsatztipps zusammengestellt.

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