Medienecho nach Ablehnung eines Neumitglieds

Löcknitz (MV) – Eine freiwillige Feuerwehr lehnt einen Bewerber ab. “Kann sich das eine Feuerwehr in Zeiten akuten Nachwuchsmangels überhaupt erlauben?” fragt der Nordkurier in einem aktuellen Artikel. Hintergrund ist ein Fall in Löcknitz (Kreis Vorpommern-Greifswald). Dort hatte ein 30-Jähriger, der in die Gemeinde zugezogen war, einen Aufnahmeantrag gestellt. Die Feuerwehr lehnte den Antrag kurz darauf schriftlich ab.

Artikel: “Warum will ihn die Feuerwehr nicht?” (Nordkurier, 5. November 2013)

61 Kommentare zu “Medienecho nach Ablehnung eines Neumitglieds”
  1. Andreas Hein

    Ich bin selber seit Jahren Mitglied in einer Freiw. Feuerwehr mit starken personalproblemen und kann aber die Disskusion nicht verstehen. Der Artikel ist viel zu schwammig geschrieben, um sich auch nur ansatzweise ein Urteil über die dortige Situation zu erlauben. Aber vielleicht war auch das die Absicht des Verfassers. Schließlich gewinnt dieser Artikel durch die Empförung und anschließende Diskussion immer mehr an Aufmerksamkeit.
    Natürlich hört es sich immer dramatisch an, wenn ein angaschierter Mensch abgelehnt wird, aber solange keiner den Grund kennt, sollte auch nicht laut rausposaunt werden, hier wird das Ehrenamt nicht mehr geschätz…

    Laut Artikel aus das Auswahlverfahren schon etwas merkwürdig, aber Gründe für eine ablehnung währen z.B.
    1. Es gibt einfach schon zu viele Mitglieder (Ich habe selber Wachen gesehen, da hatten schon welche ihre PSA im Eingangsflur, weil alles überlaufen war)
    2. Sind mit der Ausbildung auch nicht Unerhebliche Kosten für die Feuerwehr/Gemeinde verbunden und wenn diese der Meinung ist, aktuell und für die folge Jahre genug kapazität zu haben, dann ist das ok.
    3. Man weiß schlicht weg nicht, was der Anwärter für ein Mensch ist. Es werden auch regelmäßig “Ehrenamtliche” Mitglieder entlassen/rausgeworfen, weil diese nicht geeignet sind oder für sich selbst und andere ein Risiko dastellen.

    Vielleicht erfährt man ja in einem Folgeartikel genauere Details. Aber solange sollte man nicht mit scharfen Geschossen schießen 😉

  2. Andreas Hein

    So! Jetzt habe ich nen ewigen Kommentar geschrieben, nur um dann festzustellen, dass es mitlerweile einen Folgeartikel gibt:

    http://www.nordkurier.de/pasewalk/wirbel-um-absage-der-feuerwehr-072964511.html

    Nach dem lesen dieses Artikel scheint es wohl wirklich ein Führungsproblem in der dortigen Feuerwehr zu geben. Schade, dass da dort dieses Ehrenamt auf diese weise verkörpert wird. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das verhalten der dortigen Wehr in Zukunft ändert.

  3. Schlechte Bildzeitungsmentalität! Drei Zeilen ohne die Hintergründe zu beleuchten…. Es kann durchaus sein, dass ein Aufnahmeantrag nicht angenommen werden kann. Das kann zum einen in den persönlichen Voraussetzungen des Bewerbers liegen oder auch daran, dass die Wehr ja auch ihre satzungsrechtliche Sollstärke erreicht haben kann….. Grundsätzlich sollte man sich auch als Hinterhofjournalist beide Standpunkte anhören…..

  4. In einem anderen Zeitungsartikel ( der Verleger schlachtet das wohl offenbar richtig aus) stand, der Bewerber war angeblich in der alten Heimat schon in der FW und hatte auch die Eignung für die JF. Er hatte angeblich auch nur schriftlich Kontakt mit der FW. Also das ist schon sehr seltsam. Entweder hat er Dreck am Stecken oder die FW hat da ganz besondere Vorstellungen was die Mitglieder angeht.

  5. wenn man sich die ganzen zeitungsberichte so durchliest, kann man nur zu dem schluß kommen, dass die dortige wehrführung gefahr sah, dass man ihr den rang ablaufen könnte. und dann auch noch von einem zugereisten. sorry, aber eine ablehnung bedarf der begründung an den bewerber und nicht erst der rückfrage der lokalpresse. wobei da ja auch keine richtige begründung, sondern nur rumrudern rüberkam.

  6. Feuerfresser seloe

    In M.-V. gibt es genaue Vorschriften für die Aufnahme. Besonders die politische Einstellung wird hinterfragt. evtl auch in diesem Fall?Mann soll nicht zuschnell nach Bild Zeitungsart denn Vorstand verurteilen.Von 5 Bewerber wurden 4 eingeladen nur zur Info.

  7. Feuerfresser se.loe

    Anm. zu einigen Kommentaren: Bei uns im Norden laden die Vorstände die Bewerber zum Probejahr ein. Die Mitgliederversammlung stimmt dann nach der Probezeit zu. Was hat der Bürgermeister dabei zusuchen,noch sind wir alle Freiwillig dabei .Eintritt und Austritt ist freiwillig,dazwischen ist Dienst.ODER???

  8. Frank Florian

    Ich ziehe meinen Hut und zolle der Feuerwehr Löcknitz meinen tiefsten Respekt. Ich denke hier wurde sich sehr viel Mühe mit der Prüfung des Aufnahmeantrags gegeben und nach sorgfältiger, durchdachter Überlegung kam man wahrscheinlich zu diesem Entschluss. Heute ist es doch leider Realität das die Feuerwehren jeden Bewerber nehmen (müssen) um ihre Sollstärke, wenigstens rein theoretisch zu erfüllen. Ich denke das Verhalten der Feuerwehr Löcknitz sollte ein positives Beispiel für alle freiwilligen Feuerwehren im Lande sein, genau zu prüfen wen man da in seine Reihen aufnimmt und das diese Feuerwehr sehr verantwortlich mit diesem Thema umgeht, erkennt man bereits daran, dass sie die Gründe für die Ablehnung nicht in der Öffentlichkeit breit tritt um den Bewerber zu schützen.

  9. Feuerfresser se.loe

    Um den Fall abzuschließen sollte mann sich die Homp. :Feuerwehr Löcknitz ;unter Neues/ Ereignisse durchlesen.Danke.

  10. Schön, wie viele der Kommentare und Besserwissereien aus der Ferne die Angelegenheit beurteilt haben!

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