Fahrzeugreduzierung auf eigenen Wunsch

Großbottwar (BW) – Ein Feuerwehrkommandant reduziert freiwillig den Fahrzeugbestand seiner Wehr. Sicherlich ungewöhnlich und auch nicht unbedingt zur Freude aller Mitglieder. Was will man aber mit Fahrzeugen, die man im Einsatzfall wegen Personalmangel nicht besetzen kann? Wie die “Stuttgarter Nachrichten” schreiben, ist dies nur ein Argument, welches der Kommandant der Feuerwehr Großbottwar (Kreis Ludwigsburg) nennt. Weiterhin wird der Rückgang der Großbrände als Grund für die Schmälerung genannt. Sollte es dennoch Engpässe geben, so will man auf die Unterstützung der Nachbarwehren zurückgreifen, berichtet die Zeitung weiter.

Artikel: “Kommandant kommt auch mit kleinerem Fuhrpark zurecht” (Stuttgarter Nachrichten, 08. Juli 2011)

6 Kommentare zu “Fahrzeugreduzierung auf eigenen Wunsch”
  1. Wichtig an dieser Stelle: Die Reduzierung liegt schon “einige Jahre” zurück!

    In dem Artikel steht mit keinem Wort, um welche Fahrzeuge es geht und die Wehr hatte wahrscheinlich vorher ein Personalproblem!

  2. Notrufprotokoll

    Das ist jemand, der mal modern und aufgeschlossen nachdenkt, wie er die Leistung seiner Feuerwehr optimieren kann!

    Die Wehr ist optimal für alle Einsätze ausgerüstet, zumindest für den umfassenden Ersteinsatz.

    Das gibt von mir Daumen hoch!

    Im übrigen sparen weniger Fahrzeuge immense Kosten, so sind öfters Neubeschaffungen oder ein paar Extrawünsche Möglich.

  3. Steffen

    Hallo Zusammen,

    auch der Stadtbrandmeister der Feuerwehr Lahr – hat vor einigen Jahren begonnen auf Feuerwehrfahrzeuge zu verzichten und diese nach und nach ausgemustert bzw. durch ein anderes Fahrzeugkonzept ersetzt. Hier im Ortenaukreis tut sich was

  4. Hallo zusammen,

    vor diesem Kommandant kann ich nur den Hut ziehen, mir ist aus eigener leidvoller Erfahrung bekannt, dass viele Feuerwehren ihre Fahrzeuge nicht mehr besetzt bekommen selbst Nachts nicht. Es macht sicherlich keinen Sinn die Halle voller Fahrzeuge stehen zu haben, die auch noch dummerweise in einer AAO hinterlegt sind und im Alarmfall sind nicht mal die Fensterplätze besetzt. Habe selbst erlebt das Nachts von 40 alarmierten Kameraden nur sechs erschienen sind, die anderen 34 haben lieber weiter geschlaffen bzw. hatten Angst zu spät am nächsten Morgen auf der Arbeit zu sein.

  5. @ Frank Natürlich sollte die Art und Anzahl der Fahrzeuge nict nur zum Gefahrenpotential, sondern auch zu den sonstigen Rahmenbedingungen passen…

    Wenn aber nachts von 40 Leuten nur 6 kommen, sollte man vielleicht mal nach den Ursachen fragen und nach Lösungen suchen!!!!

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