Tolle Idee aus Hessen:

Eine Rettungsgasse an der Rewe-Kasse

Freigericht-Somborn (HE) – Eine Rettungswagenbesatzung steht an der Kasse in der Warteschlange und möchte gerne ihr Mittagessen holen. Doch kurz bevor die beiden dran sind, geht der Piepser. Einsatz! Die gerade ausgesuchten Speisen, Getränke und Süßigkeiten bleiben liegen, beide sprinten aus dem Supermarkt und rücken ab. Allzu oft hat Rewe-Geschäftsleiter Jürgen Herröder aus Freigericht das beobachtet. Und hatte eine Idee: eine Rettungsgasse an der Rewe-Kasse.

Madline Köbert, Jürgen Herröder und Daniel Fischer von Hit Radio FFH zeigen das Schild mit der Rettungsgasse für Einsatzkräfte, das überall im Markt auf die Aktion hinweist. (Bild: Rewe Herröder)

Bedeutet: Kommen die Retter in ihrer Dienstzeit in Einsatzkleidung an die Kasse, dürfen sie die anderen Kunden überholen und sich vorne einreihen. Diese Idee kommt nicht nur bei den Einsatzkräften selbst super an. Auch die Kunden unterstützen die Aktion gerne. Das berichtet HNA.de und schreibt auch, dass die Idee schon Nachahmer gefunden hat. „Für mich ist ist es vor allem wichtig, dass mein Ziel erreicht wird, die Einsatzkräfte besser zu versorgen“, sagt Herröder gegenüber feuerwehrmagazin.de. „Und das läuft einfach bombig.“ So bombig, dass der Gesamtkonzern jetzt schon darüber nachdenkt, die Aktion auf alle Märkte auszurollen.

Anzeige

Hier geht’s zum Originalbeitrag: „Rettungsgasse im Supermarkt: Rewe-Markt in Hessen führt sie ein“, HNA.de vom 17.12.2022

Rettungsgasse im Rewe-Podast

Auch im Mitarbeiter-Podcast des Großhandelsunternehmens wird das Thema „Rettungsgasse“ vorgestellt. Hit Radio FFH-Moderator Daniel Fischer interviewt Jürgen Herröder und seine Stellvertreterin Madline Köbert sowie Rettungssanitäter Dominik.

Hier geht’s zum Podcast: Die Rettungsgasse für Einsatzkräfte, Rewe-Mitarbeiter-Podcast Ab durch die Mitte“ vom 18. November

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Gibt es dann auch noch eine Rentner-Spur.
    Wir Deutschen können auch alles übertreiben.
    Ich nehme mein Frühstück/Mittag von zuhause mit. Wie wäre es denn damit. Wie sollen dann andere Leute mit Pepser behandelt werden, welche evtl. Bereitschaft haben und schnell zum Dienst müssen?
    Man kann alles übertreiben.

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Ich höre (anderswo…) die Nörgler schon wieder schimpfen.
    Persönlich finde ich die Aktion aber wirklich freundlich und begrüßenswert. Kenne das nur all zu gut hungrig an der Kasse zu stehen und das Gepiepse geht los und alles bleibt liegen mit einem “Sorry, Einsatzalarm!” Richtung Kassierer/in. Da rennst Du ja nicht nur in 12h-Schicht immer noch halb verhungert aus dem Laden, irgendwer muss dann ja auch die Liegeware wieder einräumen. Und Thekenware darf u.U. nicht mal mehr verkauft werden.
    Sehr freundlich und persönliche Anerkennung zeigend fand ich auch, dass der Inhaber einer hiesigen – leider nicht mehr existierenden – Eisdiele von Mai bis August jeder Einsatzkraft von Feuerwehr und Rettungsdienst 1x im Monat ein kleines Eis spendiert hat und ein zur Spardose umfunktioniertes Spielzeug-Feuerwehrauto für die hiesige FF auf dem Tresen stehen hatte. Ich kannte den Mann privat, war der Vater eines Bekannten. Um so mehr war ich traurig, dass der Mann verstorben ist, weil man den Hausnotrufautos vor Jahren die Blaulichter abgerissen hat und der HNR deswegen eine endlos lange Anfahrtszeit hatte.

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Ich lasse Kollegen vom Rettungsdienst und Polizisten immer vor. Die Leute müssen schließlich auch essen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. … eine richtig tolle Idee, die niemanden etwas kostet … da sollten viel mehr Geschäfte mitmachen …

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Das sollte man echt überall einführen!

    Vor allem weil man dann auch sagen kann: “Schön das ihr das hier macht, aber denkt dran das auch mit dem Auto so zu machen.”

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. Das finde ich eine Superidee!!!

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. Ist doch eine gute Idee, dabei schaffen die es vielleicht öfter, zumindest auf dem Rückweg vom Einsatz eine Mittagspause mit Esssen zu haben.

    Auf diesen Kommentar antworten
  8. Eine Super Aktion des Filialleiters. Und wenn Rewe das über alle Fillialen in ganz Deutschland ausrollen sollte, dann hab ich großen Respekt vor dem Unternehmen, denn dann bekommt die Aktion die Reichweite die sie verdient.
    Und im Namen aller Rettungskräfte ein herzliches Danke das es noch solche Menschen gibt.

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Ausdehnen auf alle aus dem Blaulichtmilieu! Auch PolizistInnen haben Hunger. Mal davon abgesehen…..wenn ich privat an der heissen Theke oder der Kasse stehe kommen die vorgedrungen in Arbeitskleidung oder die erkennbar nur Frühstück haben. Da zählt die Zeit

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.