Austrittswelle nach Missbrauchsvorwürfen: Feuerwehr nicht mehr einsatzfähig

Helbra (SN) – Massenaustritt bei der Freiwilligen Feuerwehr in Helbra (Landkreis Mansfeld-Südharz): Vergangenen Freitag sind laut “MDR” 15 Kameraden auf einmal ausgetreten. Damit ist die Wehr derzeit nicht einsatzfähig und musste abgemeldet werden. Die Hintergründe sind brisant: Es geht um den Vorwurf sexuellen Missbrauchs in der Jugendfeuerwehr und um Zerwürfnisse zwischen Wehrleitung und Mitgliedern. Wie die Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra dem “MDR” mitteilte, wurden bereits im November 2017 Vorwürfe laut, innerhalb der Jugendfeuerwehr sei es zu sexuellen Übergriffen gekommen. Es stehe laut übereinstimmenden Medienberichten der Verdacht im Raum, die Wehrleitung habe versucht, den Missbrauch zu vertuschen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle, Klaus Wiechmann, der “Mitteldeutschen Zeitung” mitteilte, sei bereits Anklage vor dem Amtsgericht Eisleben erhoben worden. Auch von Mobbing-Vorwürfen ist laut “MDR” die Rede. Nach der Austrittswelle haben sich der Gemeindewehrleiter und Verbandsbürgermeister gestern zu einem Gespräch getroffen. Die Einsatzabteilung soll wieder aufgebaut werden. Um die Kinder- und Jugendarbeit sicherzustellen, soll es am kommenden Freitag eine Elternversammlung geben.

Hier geht’s zum Originalbeitrag: “Feuerwehr von Helbra nicht mehr einsatzfähig (5. März 2018, Berliner MDR)

Symbolbild Blaulicht. Foto: Preuschoff

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Traurig! In meiner wurde damals innerhalb der Feuerwehr vorbildich gehandelt und derjenige wurde direkt raus geschmissen. Verurteilt wurde er letztes Jahr, nachdem die Akten drei Jahre bei der Staatsanwaltschaft lagen. Zwar verständlich wenn man das vertuschen will, doch wie lohnt sich ein ehrlicher (!!) Umgang innerhalb der Freiwilligen und bestimmt auch der Berufsfeuerwehr.

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  2. Also 1.: Helbra liegt in Sachsen Anhalt, nicht in Sachsen und 2.: die Missbrauchsvorwürfe sind und können keine Ursache für die Austrittswelle sein.

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