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Eine Feuerwehr mit ungewöhnlicher Organisation: Die FF Itzehoe setzt
Feuer im Bunker

“Wir sind nicht ans Feuer rangekommen”

Saarlouis (SL) – Die Freiwillige Feuerwehr der Kreisstadt Saarlouis musste vor wenigen Tagen zu einem ungewöhnlichen Einsatz in ein Waldstück ausrücken. Passanten hatten eine Rauchentwicklung gemeldet. Ursache dafür war ein Brand in einem Bunker – zu dem es aber keinen direkten Zugang mehr gab. 

Außergewöhnlicher Einsatz für den Löschbezirk Ost der Feuerwehr Saarlouis: Im Wald brannte ein Bunker. Foto: Rolf Ruppenthal (Bild: Rot)

Spaziergänger bemerkten die Rauchentwicklung in einem Waldstück und alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Bei der Erkundung stellten die Einsatzkräfte fest, dass der Rauch aus der Kuppel eines Bunkers aufstieg. Das Problem: Es gab keinen direkten Eingang zum Bunker, so dass dieser nicht betreten werden konnte. Die einzigen Öffnungen bestanden aus schmalen Spalten. Durch diese musste das Feuer schließlich gelöscht werden.

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Frank Lay, Löschbezirksführer des Löschbezirk Ost der FF Saarloius, erklärt die Schwierigkeiten des Einsatzes: “Durch die schmalen Öffnungen konnten die Einsatzkräfte kein Feuer erkennen. Nur der Rauch war sichtbar.” Lay schätzt, das es von der Kuppel aus, drei bis vier Meter in die Tiefe ging. “Wir sind nicht ans Feuer rangekommen”, erklärt er. Die Einsatzkräfte nutzen sogar Spiegel, um mehr vom Inneren des Bunkers sehen zu können – allerdings ohne Erfolg.  Der dichte Rauch versperrte die Sicht.

Mit Hilfe eines C-Rohrs leiteten die Feuerwehrleute dann Wasser durch die schmalen Öffnungen. Außerdem setzten sie eine Löschlanze ein, wodurch eine bessere Verteilung des Löschwassers im Inneren erreicht wurde. Um den Brand endgültig gelöscht zu bekommen, kam auch eine Schaumpistole zum Einsatz.

Nur durch kleine Öffnungen in der Kuppel lässt sich das Feuer löschen. Foto: Feuerwehr Saarlouis, Löschbezirk Ost

Sonderlich gefährlich war der Einsatz nicht, aber zeitaufwändig. “In keinem Augenblick bestand die Gefahr, dass das Feuer auf den Wald übergreift, es loderte ausschließlich unter der Kuppel”, erklärt Lay. Wie das Feuer entstand, ist unklar. “Von alleine jedenfalls nicht”, ist sich der Löschbezirksführer sicher. Auch, was genau brannte, konnte nicht festgestellt werden. Zirka 20 Einsatzkräfte waren vor Ort, die den Einsatz nach zwei Stunden abschließen konnten.

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