Wieder mehr Dienste in Präsenz

Wie werben für die Jugendfeuerwehr?

Bremen – Ausgefallene Übungen oder Digital-Dienste statt in Präsenz: Das Begeistern von neuen Mitgliedern hat die Corona-Pandemie für die Jugendwarte teilweise erschwert. Jugendfeuerwehr lebt von Kameradschaft und Miteinander.

Zwar macht Theorie einen beträchtlichen Teil der Ausbildung aus und lässt sich durchaus online per Video-Meeting vermitteln. Aber die praktischen Handgriffe beim korrekt aufgebauten Löschangriff, wie ein Strahlrohr geführt werden muss oder wie das Anlegen eines Verbandes funktioniert – für all das ist direkter Kontakt erforderlich.

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Umso wichtiger ist es, mit aktiv werbenden Aktionen auf die eigene Jugendfeuerwehr und/oder seine Kinderabteilung aufmerksam zu machen. Nur so wird das Thema Feuerwehr populär(er) bei der Zielgruppe.

Wieder vermehrt Übungen der Jugendfeuerwehr in Präsenz – wie hier im bayerischen Bad Rodach vor der Corona-Pandemie –, das wünschen sich viele. Um für die Nachwuchsabteilung zu werben und die Zahlen stabil zu halten, können die Verantwortlichen diverse Hebel ansetzen. Foto: KBI Landkreis Coburg

Folgende Aktionen gehören zu den klassischen Maßnahmen, die sich immer wieder bewähren:

  • Besuche in Kindergärten/Schulen: Viele Kinder haben den Berufswunsch, Feuerwehrfrau/-mann zu werden. Da unterstützt und informiert frühe Brandschutzerziehung in Kitas und Grundschulen zusätzlich; Schautage oder Feuerwehr-AGs an weiterführenden Schulen vermitteln älteren Schülern, die schon im JF-Alter sind, die Faszination an Technik und Einsatzfahrzeugen.

 

  • Schnuppertag im Feuerwehrhaus (auch als Familienevent): Für Kinder ab 6 Jahre, die so über Spiel und Spaß für die Kinderfeuerwehr begeistert werden können (Sehen, Staunen, Mitmachen); für Kinder ab 10 Jahre und Jugendliche, die die Betreuer mit der Aussicht auf ein spannendes und actionreiches Miteinander interessieren.

 

  • Aktives Einladen per Brief/gestalteten Anzeigen in Print-Medien/Social Media-Beiträgen zu Infonachmittagen oder Probediensten, um die ganze Bandbreite zu zeigen, was alles bei der Feuerwehr gemeinsam erlebt werden kann. Auch hier ist online einiges möglich.

 

  • Allgemein und dauerhaft: Präsenz zeigen, beispielsweise bei Stadtfesten, ist Pflicht. Dort helfen nicht nur Infostände, sondern Give-aways. Für Kinder: Feuerwehr-Stofftiere, Spielzeughelme, Rätselbücher. Für Jugendliche: Shirts, Turnbeutel, vielleicht sogar Handy-Hüllen oder Stifte-Mappen aus Upcycling-Material wie aussortierter Einsatzkleidung, Schlauchmaterial oder Ähnliches. Die Kosten können über Sponsoren finanziert werden.
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