Tonnen Raketen und Sprengstoff geladen

Zwei Lkw der US-Armee crashen mit explosiver Fracht

Kirchberg an der Jagst (BW) – Zu einem Verkehrsunfall mit besonderem Gefahrgut müssen am Donnerstag, 15 Uhr, die FF Schwäbisch Hall, die FF Kirchberg sowie die FF Ilshofen auf die Bundesautobahn 6 ausrücken. In der Nähe von Kirchberg an der Jagst (Kreis Schwäbisch Hall) sind zwei Transport-Laster der US-Armee in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs. Geladen haben sie, wie sich später herausstellt, Raketen und Sprengstoff.

Wie das Polizeipräsidium Aalen berichtet, ist der Konvoi mit fünf Fahrzeugen auf der Autobahn unterwegs, als offensichtlich bei einem Spurwechsel einer der Fahrer den Abstand falsch einschätzt und mit dem ihm vorausfahrenden Sattelzug kollidiert. Das Führerhaus des einscherenden Lasters wird schwer beschädigt, das Fahrzeug fängt Feuer. Der folgende Sattelzug kann rechtzeitig abbremsen und kommt auf der rechten Fahrspur zum Stehen. Beide Fahrer werden dabei schwer verletzt, einige Mitfahrenden leicht.

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Zunächst alarmiert die zuständige Leitstelle den Rüstzug der FF Ilshofen sowie den Gefahrgutzug der FF Schwäbisch Hall. Als die Einsatzkräfte eintreffen, können sie den brennenden Lkw schnell löschen. Der Rettungsdienst versorgt die Verletzten medizinisch, sie werden mit Rettungshubschrauber und Rettungswagen in Krankenhäuser transportiert. 

Zwei Laster eines Konvois der US-Armee geraten bei Kirchheim an der Jagst (BW) in einen Unfall. Geladen haben sie tonnenweise Raketen und Sprengstoff. Foto: Einsatz-Report24/Bulling

Wie die Polizei bekannt gibt, führen die Transporter den Explosivstoff ohne Zündmechanismen mit sich. Großräumig sperren sie die Unfallstellab und stoppen den Verkehr in beide Fahrtrichtungen. Der SWR berichtet, dass Kirchbergs Bürgermeister Stefan Ohr eine Krisensitzung einberuft, um über eine mögliche Evakuierung des Teilorts Kleinallmerspann zu beraten. Hierzu kommt es dann allerdings nicht.

Herbeigerufene Spezialisten der US-Armee stellen fest, dass die gefährliche Fracht den Unfall unbeschadet überstanden hat. Die FF Kirchberg, die FF Vellberg sowie Einheiten des THW leuchten  die Autobahn 6 aus. Mithilfe eines Autokrans wird die Ladung ab 2 Uhr auf eingetroffene Ersatzfahrzeuge umgeladen, die verunfallten Lkw werden anschließend geborgen. Ab 4 Uhr wird die A 6 in Fahrtrichtung Heilbronn wieder für den Verkehr freigegeben , die Aufräumarbeiten in Richtung Nürnberg dauern bis 8 Uhr an.

Feuerwehr, Polizei, DRK und Feldjäger der Bundeswehr beraten, wie beim Gefahrgut-Unfall von Lastern der US-Armee auf der A 6 vorzugehen ist. Foto: Einsatz-Report24/Bulling

Die Freiwlligen Feuerwehren aus Schwäbisch Hall, Kirchberg, Vellberg sowie Ilshofen sind mit 80 Einsatzkräften vor Ort. Darüber hinaus sind das THW, Rettungsdienst, die Bereitschaft des DRK, Vertreter der US-Armee, Feldjäger der Bundeswehr, der Kampfmittelbeseitigungsdienst, die bayerische Polizei, Beamte des Polizeipräsidiums Einsatz sowie das Polizeipräsidiums Aalen am Einsatz beteiligt.

Mehrere Auffahrunfälle

Am Donnerstagabend ereignet sich aufgrund des Rückstaus ein Unfall mit zwei Schwerverletzten: Gegen 20.15 Uhr will eine 25-Jährige ihren Pkw mitten auf der B 290 zwischen Wallhausen und dem Satteldorfer Ortsteil Gröningen wenden, als ihr eine 22 Jahre alte Fahrerin auffährt. Beide werden in eine Klinik gebracht.

Im Laufe des Freitagmorgens übersieht gegen 8 Uhr ein 61-jähriger Lkw-Fahrer das Stauende und fährt auf einen vor ihm zum Stillstand gekommenen Lkw auf. Dabei zieht er sich tödliche Verletzungen zu und erliegt diesen noch an der Unfallstelle. Sein Beifahrer (34) wird schwer verletzt.

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