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Unfall in der Biogasanlage - was ist beim Feuerwehreinsatz zu beachten?

Wenn Feuerwehreinsätze dienstunfähig machen

Berlin – Um im Falle einer Dienst- oder Berufsunfähigkeit besser abgesichert zu sein, können Feuerwehrleute eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) abschließen. Doch hier ist manchmal Vorsicht geboten, wie ein Gerichtsfall zeigt.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellte die Zahlung ein, als der ehemalige Feuerwehrmann in einem Museum anfing zu arbeiten. Symbolfoto: succo/pixabay.com

Ein Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr versicherte sich 1984 mit einer BU-Zusatzversicherung. Nach 27 Jahren Versicherungsdauer erlitt er bei einem Einsatz im Jahr 2011 eine Schulterverletzung. Aufgrund der Verletzung war er berufsunfähig. Die Versicherung zahlte.

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Definition Berufsunfähigkeit:

  • Berufsunfähig ist eine Person generell, wenn es ihr aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht möglich ist, ihren Beruf auszuüben. Im Gegensatz zur Erwerbsunfähigkeit könnte die betroffene Person allerdings einen anderen Beruf ausüben. 

2012 nahm der ehemalige Hauptbrandmeister und Staffelführer im Rahmen eines Wiedereingliederungs-Programmes eine Arbeit bei einem Feuerwehrmuseum auf. Die Versicherung stellte plötzlich die Zahlung ein. Die Begründung: Die nun ausgeübte Schreibtisch-Tätigkeit im Museum sei entsprechend seiner bisherigen Ausbildung und Erfahrung und käme auch der “bisherigen Lebensstellung des Versicherten” gleich.

Mehr zum Thema:

Beim Landgericht Berlin reichte der Versicherte daraufhin Klage ein. Er gewann den Prozess. Im Urteil vom 3. Juni 2016 wurde dem Feuerwehrmann die Auszahlung seiner BU-Rente inklusive Zinsen zuerkannt. Die Versicherung muss zudem die Prozesskosten tragen. Die Tätigkeiten als Feuerwehrmann und als Mitarbeiter des Museums seien in ihrer Wertschätzung nicht vergleichbar, so das Gericht.

Dienst- und Berufsunfähigkeit: Spezialfall Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)

Bei etwa jedem zehnten Feuerwehrmann im Laufe seines Lebens eine PTBS festgestellt.

In unseren Servicebeiträgen “Wenn die Seele brennt” und “Berufsunfähig nach Einsatz” klärt unsere Rechtsexpertin auf, was es im Falle der Dienst- oder Berufsunfähigkeit bei PTBS zu beachten gilt.

>> eDossier “PTBS” gleich hier downloaden <<

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Am Deutschen Eck: Die Berufsfeuerwehr Koblenz wird als ausführliche Fotoreportage vorgestellt.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Erst brennen die Plastikhandschuhe des Bedieners und dann lässt er brennende Teile vor mir auf den Boden fallen. und dann die weit aufgerissen Augen. Rette mal jemanden mit bloßen Händen wenn der brennt.
    Als ich im Bericht die erforderlichen Maßnahmen zum Löschen beschreibe, wird er Chef handgreiflich, weil er die Brandursache vertuschen will, und ich mich dann, wenn ich nicht unternehme mit StGB herbeiführen einer Brandgefahr auseinandersetzen müsste.
    All dies wäre kein Arbeitsunfall. Wie viele Menschen muss man brennen sehen, bis es einen erschüttert? Schöne Träume, ich kann an keinen Gyrosstand vorbeigehen, die Infrarotstrahlen spüre ich, und dann kommen die weit aufgerissenen Augen. Es gibt schönere Träume.

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  2. Hier wäre das Aktenzeichen des Urteils sicher interessant, weil andere Leser vielleicht einen ähnlichen Fall haben.

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  3. Leider unterschätzen viele Menschen das Risiko im Laufe des Berufslebens irgendwann vielleicht nicht mehr arbeiten zu können aufgrund von Krankheit oder Unfall, deshalb ist dieser Fall umso schöner, denn wer vorsorgt muss am Ende des Tages auch dementsprechend belohnt werden!!!

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