Unverständnis über Autobahn-Einsatz

Strafverfahren: Feuerwehrleute per Video beleidigt

Ampfing (BY) – Ein Strafverfahren wegen übler Nachrede und Beleidigung, die Ahndung mehrerer Verkehrsordnungswidrigkeiten sowie eine Meldung an die Fahrerlaubnisbehörde: für eine Autofahrerin hat die mutmaßliche Beleidigung von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Ampfing (Kreis Mühldorf am Inn) bei einem Einsatz ein Nachspiel. Die Frau hatte die Botschaft via Social Media verbreitet.

Zu dem Vorfall war es am 24. November gegen 23.30 Uhr gekommen. Die Feuerwehr Ampfing rückte zu einem schweren Verkehrsunfall auf die A94 aus. Auf der Anfahrt zur Einsatzstelle führten nach Polizeiangaben zwei Feuerwehrfahrzeuge nebeneinander ein sogenanntes Drosselfahrtmanöver durch, um den Verkehr vor der noch nicht abgesicherten Unfallstelle abzubremsen.

Anzeige

Während dieses Manövers sei den Feuerwehrkräften ein Pkw aufgefallen, der trotzdem versuchte die Einsatzfahrzeuge zu überholen. Als der Verkehr kurz darauf an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde, fuhr dieser Pkw an den Feuerwehrleuten vorbei. Die Fahrerin habe eine Scheibe hinuntergelassen und die Feuerwehrleute beschimpft.

Am nächsten Morgen erhielten Feuerwehrmitglieder ein Video zugespielt, dass offenbar über einen Social Media-Nachrichtendienst verbreitet wurde. In dem Film war eine Autofahrerin zu sehen, die mit einem Pkw den Feuerwehrfahrzeugen während der Drosselfahrt des Vorabends folgte. Sie äußerte ihr Unverständnis über den Einsatz und habe die Feuerwehrleute dabei laut Polizei wüst beschimpft und verunglimpft. Die Feuerwehr habe sich daraufhin an die Polizei gewandt.

Vollalarm! - Feuer außer Kontrolle
Kooperatives Brettspiel für Feuerwehr-Fans. Entstanden ist das Spiel in Kooperation mit dem Feuerwehr-Magazin.
39,99 €
AGB

Beamte der Autobahnpolizei Mühldorf konnte eine Tatverdächtige, eine 30-jährige Frau aus dem Landkreis Altötting, ermitteln. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ließ das Handy der Frau beschlagnahmen. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen hätten den Tatverdacht gegen die Frau erhärtet. Sie zeigte sich laut der Beamten geständig und einsichtig.

Symbolfoto: Feuerwehr im Einsatz auf einer Autobahn. (Es handelt sich nicht um den Einsatz auf der A 94.) (Bild: KS-Images.de/A. Rometsch)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. =>Lestrade: Gehen Sie bitte auf die nächste Polizeistation, um etwas Rechtsnachhilfe zu bekommen. Vielleicht wird ja auch Ihr Handy beschlagnahmt, wenn Sie “recht nett” zu den Polizisten sind 🙂

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Ungeachtet der im Artikel beschriebenen Tat finde ich es persönlich erschreckend, welche Wortwahl selbst hier in den Kommentaren, die pro Feuerwehr sind, zu finden ist. Es gibt anscheinend nur noch gut oder böse, dafür oder dagegen, Held oder Täter… Ein klein wenig differenzieren oder zurückhalten wäre auch für uns hilfreich.

    Die vielen Rechtschreibfehler in manchen Kommentaren zeigen ja, worauf es ankommt: schnell seine Meinung raushauen, egal ob beleidigend, faktenbasiert oder nicht, hauptsache laut und mit etwas Schaum vorm Mund „gegen die asozialen Täter“ sein…

    Und nein, ich heiße das Verhalten der Frau definitiv nicht gut oder möchte diese verteidigen. Im Gegenteil, Respekt an die Kameraden, die diese angezeigt haben. War sicher nicht einfach.

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Gott sei Dank haben wir bislang nicht mit solch beleidigenden Leuten zu tun gehabt. Einsatzfahrten sind kein Spaß. Nach der Statistik gibt es einen 17mal höhere Unfalleintritt trotz Sondersignal. Gefahrenabwehr ist eine Grundtätigkeit der Feuerwehr. Die Drosselfahrt gehört dazu, um zu verhindern, dass Opfer und Helfer in der Unnfallstelle geschädigt werden. Auch der nachfolgende
    Verkehrsteilnehmer wird damit geschützt. Straftaten sind aufzuklären. Die Beschlagnahme des Handys ist für den Nachweis der Straftaten vielleicht nicht erforderlich gewesen. Allerdings kann man nur so die Ordnungswidrigkeit des Verwendens des Handys während der Fahrt nachweisen. Und das ist gegenüber den anderen begangenen Straftaten eine eigenständige Tat. Kostet auch was, was man hier nur freudig begrüßen kann.

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. nun ja ,
    das Wort ~~Anstand~~
    ist wohl nicht in Deinem Vokabular enthalten ? 😉

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Hi, Michi

    Schön das Du Dich hier mit aufregst und derart benehmen verurteilst;
    und somit engagierst !

    Glückauf

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. Zu Recht angeklagt! Nur drakonische Strafen helfen.
    Einsatzkräfte die, ehrenamtlich oder berufsmässig, für Menschen in Not da sind brauchen sich nicht beleidigen zu lassen!

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. #Lestrade bist auch einer der Hellen im Lande Dunkel was. 1. Beschlagnahmung zur Beweissicherung und zum anderen bist Du bestimmt auch einer der sich nachts aufregt warum Unsere Leute per Sirene alarmiert werden und mit Sondersignal durch die Gegend fahren.
    Zur Sirene gleich die gibt es um so Menschen wie Dich drauf hinzuweisen das ehr amtliche nun gleich ihre Freizeit unentgeltlich opfern und schnellernzur Feuerwehr fahren um zum Einsatz zu fahren um ggf Ihr Leben für andere zuriskieren.
    2. Weil viele Kommunen einfach nicht genug Geld haben um jeden Freiwilligen einen Melder zu kaufen beim Preis von 300 bis 800 Euro je nach Modell.

    So und Sondersignal ist an weil’s das Gesetz so will weil eine Sondersignalfahrt ist nur dann das sogenannte Sonder und Wegerecht wenn blaues Blinklicht und Sondersignal im Volksmund Martinshorn oder Tatü Tata eingeschaltet sind zusammen.
    Ist das nicht und es passiert was ist der Fahrer des Einsatzfahrzeuges Schuld.
    Und wir fahren nicht mit Blaulicht und Horn weil wir es geil finden oder Blaulichtrambos sind oder uns einer ab geht sondern um so was wie Dir den Arsch zu retten und Dir zu helfen. Schalte einfach mal die Murmel ein bevor Du das nächste mal in einen Satz mit so wenigen Worten auch noch Fehler rein knallst und jedes Handy und PC ne automatische Worterkennung hat und es Dir anzeigt das es falsch ist.
    Könnte ich platze wenn ich wo was lese. Da hat man teilweise keinen Bock mehr auf seinen Beruf und obendrein noch die Freizeit für so Menschen zu Opfern.

    Auf diesen Kommentar antworten
  8. Das ist ein Beweismittel und du bist bestimmt nicht ehrenamtlich angaschirt

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Bei vielen ist in Ihrer Erziehung einiges schief gelaufen
    Anstand und Respekt Hilfskräften gegenüber ist für viele ein Fremdwort
    Solchen Personen muss man hart dafür Bestrafen anders kapieren die es nicht
    Beste Strafe ist Führerscheinentzug auf Lebzeiten
    Nur das Funktioniert
    Geldstrafen sind meist zu gering

    Auf diesen Kommentar antworten
  10. Was stimmt nicht mit dir? Das Handy ist nicht Mal geklaut worden du Genie!

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Falsch!
    Gem. § 185 Strafgesetzbuch ist Beleidigung eine Straftat.
    Gem. § 74 Strafgesetzbuch können Tatmittel eingezogen werden. Dies wird z.B. praktiziert, wenn die Ermittlungen es erfordern oder Verdunklungsgefahr besteht.

    Beides ist hier der Fall, denn es wäre eine Verdunklung, wenn das Video und die Chatverläufe gelöscht werden würden. Das würde die Ermittlungen behindern.

    Also erstens völlig zu Recht und zweitens ein gutes Beispiel dafür, das rechtswidriges Handeln auch Konsequenzen nach sich zieht.

    Abgesehen davon, dass es einfach dumm und widerwärtig ist, sich derart herablassend über Menschen zu äußern, die sich teilweise ehrenamtlich für das Gemeinwohl einsetzen.
    Wäre die Verdächtige selbst in einer Notlage, würde es ihr wahrscheinlich nicht schnell genug gehen…

    Einfach mal ein bisschen mehr nachdenken würde so manchem hier gut stehen…

    Auf diesen Kommentar antworten
  12. Das ist gar nicht so Feuerwehr-spezifisch: viele Autofahrer werden einfach unglaublich aggressiv wenn sie sich in ihrer Vollgasfahrt eingeschränkt finden. Ob das angemessener Abstand zum Vordermann ist, stockender Verkehr, jemand der sich einfädelt, Fußgänger oder Radfahrer die den öffentlichen Raum auch nutzen möchten, oder eben wie hier die Feuerwehr: alles hat sich dem Primat des Vollgas unterzuordnen, alles andere stört.

    Ich denke, eigentlich wären viel weniger Menschen geeignet zum Führen eines Kfz als „fast alle“.

    Auf diesen Kommentar antworten
  13. Das kann doch nicht wahr sein oder eine Autofahrerin beleidigt die Feuerwehr Leute bei ihrem Einsatz das ist mit nichts zu entschuldigen diese Kameraden riskieren ihr Leben und müssen solch Beleidigung hinnehmen sie soll Mal 24 Std bei einer Feuerwehr Dienst tun dann sieht sie unter was für Stress Anspannung und Hektik diese Kameraden haben bei ihrem Einsatz und nochmals danke liebe Kameraden das ihr diesen Dienst tut danke Gott zu Ehre dem nächsten zur Wehr danke liebe Kameraden

    Auf diesen Kommentar antworten
  14. Leider sind Beleidigungen und Beschimpfungen gegen Feuerwehr usw. schon beim Straße absperren z.B. wegen Veranstaltung an der Tagesordnung. Ich habe für solche Leute kein Verständnis, für sowas reicht meiner Meinung nach eine Geldstrafe oder Belehrung nicht aus. Solche Leute sollen sich mal begreiflich machen was Rettungsdienst/ Feuerwehr usw. alles Leisten in Beruf und/ oder Freizeit für die Gemeinschaft.

    Auf diesen Kommentar antworten
  15. Frechheit wegen einer Beleidigung, leuteten das Handy klauen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  16. Unsere Kameraden von der Feuerwehr wollen helfen und werden bepöbelt, beschimpft da fehlen mir echt die Worte, seit doch froh das es uns gibt die ihn ganz Deutschland bei der Feuerwehr sind und ein großer teil sowie ich und andere sind in der Freiwilligen Feuerwehr sorry Leute wo ist euer Anstand geblieben denn ihr als Kinder von euren Eltern bekommen habt.

    Auf diesen Kommentar antworten
  17. Das passiert leider immer öfter!
    Selbst schon erlebt .
    Freiwillige Feuerwehr!

    Auf diesen Kommentar antworten
  18. Das passiert leider immer öfter!
    Selbst schon erlebt .
    Freiwillige Feuerwehr!

    Auf diesen Kommentar antworten
  19. Leider sind Beleidigungen, Drohen und übel Beschimpfungen täglich an der Tagesordnung und es sind nicht nur Jung Menschen. Es zieht sich durch alle Altersgrenzen und allen Gesellschaftschichten. Und trotzdem obwohl es heisst :vor den Gesetz sind alle Menschen gleich, ist es doch ein Unterschied wer Beleidigt worden ist.Ob es Frau Merkel oder Frau Maier aus den untersten Schicht der Gesellschaft. Sagt man zu Beiden dass gleiche beleidigende Wort wird man bei der Einen zu einer Geldstrafe verdonnert und bei der anderen wird dass Verfahren eingestellt mit den Anmerkungen man kann ja privat klagen .Ich selbst bin jetzt von der Ex meines Sohnes als Mörder hingestellt worden und man will etwas Bedrohendes mit Kreide auf der Strasse von unser Haus schreiben .Habe auch Anzeige erstattet , aber es wird wohl nix dabei rauskommen .Sind ja nur meine Gefühle und ich muss ja damit klar kommen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  20. Genau so ist es , ich war selbst 39 Jahre Berufsfeuerwehrmann und habe ähnliches auch erlebt .Da kann man nur mit dem Kopf schütteln und denken in welcher Gesellschaft wir uns hier befinden .Einfach nur traurig.

    Auf diesen Kommentar antworten
  21. Ich wäre für Fahrverbot mindestens 6 Monate.
    Vlt. Hilft das ja mal.
    Und Psychologisches Gutachten über die Eignung der Teilnahme am Straßenverkehr.
    Und mal so 1000 Euro für die Feuerwehr als Schadensersatz wegen der beleidigung.

    Auf diesen Kommentar antworten
  22. Jeder ist froh wenn er Hilfe benötigt, egal ob Feuerwehr/Krankenwagen oder Polizei.
    Die Frauen und Männer riskieren im Einsatz ihr Leben um anderen zu Helfen.
    Aus meiner Sicht haben sie es nicht verdient Beleidigt oder behindert zu werden.
    Das ist eine Schande wie tief die Gesellschaft gesunken ist!!!!!!!

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreibe einen Kommentar zu Chris70

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.