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Siloschieber nicht verschlossen

Stinkender Feuerwehr-Einsatz: 16.000 Liter Gülle ausgetreten

Wakendorf II (SH) – Mit dem Einsatzstichwort THAUST „Technische Hilfeleistung, Austritt von Betriebsstoffen“ hat die Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn am Samstagvormittag die Feuerwehr Wakendorf II (Kreis Segeberg) alarmiert. Ein Güllesilo sollte auf einem Bauernhof leckgeschlagen und bereits die ganze Straße verunreinigt sein.

In Wakendorf (SH) sind aus einem Silo rund 16.000 Liter Gülle ausgetreten.

Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Segeberg stellte der Einsatzleiter vor Ort fest, dass sich die Gülle tatsächlich bereits auf dem kompletten Gelände des Silos sowie der Straße davor verteilt hatte. Und die stinkende Flüssigkeit trat nach wir vor massiv aus.

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Daraufhin änderte die Leitstelle West das Einsatzstichwort in TH X G „Technische Hilfe, größer als Standard, Gefährdung durch Gefahrstoffe“. Der Disponent alarmierte unter anderem den ABC-Zug des Kreises (Löschzug Gefahrgut) sowie den Gefahrgutzug der Feuerwehr Kaltenkirchen.

Wie der Einsatzleiter herausfand, war der Schieber zum Befüllen des Tanks nicht korrekt verschlossen. So ließ sich durch Schließen dieser Vorrichtung ein weiteres Austreten schnell unterbinden. Die beiden Gefahrgutzüge konnten daraufhin den Einsatz noch auf der Anfahrt abbrechen.

Jauche fließt in Kanalisation

Problem an der Einsatzstelle: Der Bauernhof befindet sich auf dem höchsten Punkt der Gemeinde. Daher floss die Jauche den Berg hinab. Sie ergoss sich nicht nur in Vorgärten sowie in einen Carport, sondern drang auch in die Kanalisation ein.

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Die Feuerwehr setzte an den rund 2 km entfernten vier Klärbecken ein Rohrdichtkissen. Allerdings waren zwei Klärbecken bereits kontaminiert. Daher mussten die Einsatzkräfte von einem Regenrückhaltebecken im Dorf über eine lange Wegstrecke eine Wasserversorgung aufbauen, um den Inhalt der Klärbecken zu verdünnen.

Rund 60 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren waren im Einsatz.

Landwirte saugten zeitgleich die angestaute Gülle aus der Kanalisation ab. Außerdem reinigten Feuerwehrleute die Straße und Gehwege mit mehreren Strahlrohren.

Im Einsatz waren etwa 60 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Wakendorf II, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Nahe, Itzstedt sowie der Führungsgruppe und der Gefahrguterkundungseinheit des Amts Kisdorf, des ABC-Zuges des Kreises Segeberg und der Rufbereitschaft der Kreisfeuerwehrzentrale Segeberg mit Wechsellader und Pressesprecher. Auch das Umweltamt und die Polizei Segeberg sowie Pinneberg waren vor Ort.

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