Feuerwehr, DLRG und Polizei im Einsatz

Rettungsboote, Drohnen und Taucher suchen vermissten Angler

Geesthacht (SH) – Mit einem Großaufgebot haben Rettungskräfte am Mittwoch an der Elbe bei Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) nach einem vermutlich im Wasser des Flusses verschollenen Angler gesucht. Der Hafenmeister hatte am Morgen Alarm geschlagen, nachdem ihm Angel-Utensilien aufgefallen waren. Daraufhin rückten Feuerwehrleute aus Geesthacht und der niedersächsischen Elbmarsch sowie von der Ratzeburger Feuerwehr die Taucher und weitere Kräfte des Wasserrettungszuges der DLRG aus Büchen, Mölln und Ratzeburg an. Die Polizei nahm parallel ihre Ermittlungen auf.

Gegen 11.20 Uhr hatte es für Geesthachts Feuerwehr den ersten Alarm gegeben, Augenblicke später wurden immer mehr Spezialkräfte mit Booten, Drohnen, Sonartechnik und eben Taucher hinzugezogen. Jörg Obermüller, Gruppenführer der Geesthachter Wehr, leitete den Einsatz. „Wir haben es auf dem Wasser mit starker Strömung und unter Wasser mit Nullsicht zu tun. Diese Bedingungen erschweren den Einsatz“, berichtete er.

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Ein Eimer voller gefangener Aale, ein Kescher, ein Rucksack mit Ausrüstung sowie Messer und Einweghandschuhe waren dem Hafenmeister bei seinem morgendlichen Kontrollgang aufgefallen. Das Material lag direkt auf dem Anleger am Menzer-Werft-Platz, dem Geesthachter Freizeitgelände. Er informierte daraufhin die Polizei. „Auffällig ist, dass keine Angel gefunden wurde. Wir gehen deshalb davon aus, dass der Angler mit seinem Gerät ins Wasser gestürzt sein könnte“, so Obermüller.

Ein Großaufgebot von zeitweise neun Rettungsbooten, Drohnen und Tauchern von Feuerwehr und DLRG suchten ab Mittwochmittag nach einem vermissten Angler bei Geesthacht (SH, Kreis Herzogtum Lauenburg). Foto: Jann

Über Stunden waren zeitweise neun Rettungsboote gleichzeitig auf dem Wasser, in der Luft war eine Drohne beteiligt, um von dort aus vor allem Uferbereiche abzusuchen. Am Anleger stiegen mehrere Taucher der Ratzeburger Feuerwehr und der DLRG ins Wasser. Verdachtsstellen, an denen auf Sonarbildern Auffälligkeiten erkannt worden waren, wurden ergebnislos überprüft. Obermüller: „Durch die starke Strömung in diesem Bereich, entweder vom Stauwehr oder beim Öffnen der Schleuse, könnte eine Person im Wasser weit abgetrieben sein.“

Zahlreiche Spaziergänger, die am Elbufer unterwegs waren, verfolgten den Einsatz, erkundigten sich, ob es eine Übung wäre. Doch der Hintergrund war real. Polizisten konnten anhand der gefundenen Gegenstände zunächst nicht ermitteln, um wen es sich bei dem Angler handeln könnte. Dass der Eigentümer seinen Fang und seine Ausrüstung einfach achtlos zurückgelassen haben könnte, gilt als unwahrscheinlich.

Am Nachmittag wurde der Einsatz zunächst ergebnislos abgebrochen und der Abschnitt der Elbe wieder für die Schifffahrt freigegeben.

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