Pumpen-Unfall: Warnung vor Vorführungen

Edemissen/Waal (NI/BY) – Nach dem schweren Unfall mit einer Schmutzwasserpumpe bei einer Vorführung der Feuerwehr in Edemissen (Kreis Peine) warnt die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen (FUK) vor der Durchführung ähnlicher Demonstrationen. Der Pumpen-Hersteller zeigte sich unterdessen geschockt über das Unglück.

Achtung-ZeichenWie berichtet, hatte ein zehnjähriger Junge in den Ansaugbereich der laufenden Pumpe gefasst. Die Maschine zog den Arm des Jungen sofort ein, das Pumpenrad trennte die Hand oberhalb des Handgelenks vollständig ab. Das Kind musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen und notoperiert werden.

Bei der Pumpe handelte es sich um ein Modell des Typs “Chiemsee B” der SHG Spechtenhauser Hochwasser- und Gewässerschutz GmbH. Die Herstellerfirma reagierte bestürzt: “Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Unternehmens sind tief betroffen von diesem Unglücksfall. Unser ganzes Mitgefühlt gilt dem Kind und seiner Familie”, heißt es in einer Mitteilung an die Presse. Gleichzeitig bot die Firma Unterstützung bei der Aufklärung der Ursachen des Unfalles und kündigte eine sofortige Umsetzung möglicher Sicherheits-Verbesserungen an, sofern sich diese bei den Untersuchungen ergeben würden.

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Bei der Vorführung war die Leistungsfähigkeit der Pumpe demonstriert worden, in dem Bälle und Tücher aus einem Wasserbecken mit abgepumpt wurden. Nach Angaben der FUK würde auch der Hersteller derartige Präsentationen durchführen, allerdings sei dabei die Förderleistung technisch erheblich verringert. In einer Aussendung der FUK heißt es jetzt: “Da die Feuerwehren nicht die Möglichkeit haben, die Förderleistung zu verringern, warnen wir in Absprache mit dem Hersteller eindringlich davor, die Pumpe im Volllastbetrieb zur Demonstration […] einzusetzen.” Und weiter heißt es: “Bis zur endgültigen Klärung des Vorfalles und der Bekanntgabe von Hinweisen zur Demonstration der Leistungsfähigkeit der Pumpe sollte auf solche Demonstrationen durch die Feuerwehr generell verzichtet werden.”

10 Kommentare zu “Pumpen-Unfall: Warnung vor Vorführungen”
  1. Tja,da kann ich nur sagen,,Zweckentfremdet “im Umgang….das sind keine ,,Spielzeuge”…und die Verantwortlichen sollte sich mal der Staatsanwalt ins Gebet nehmen….

  2. Ich glaube den verantwortlichen muß wohl keiner mehr ins Gebet nehmen der hat zur Zeit den Kopf richtig voll oder hast du Uwe schon mal ne Unfallmeldung ausgefüllt und die Gespräche mit der Kripo und Unfallkasse gehabt?? Glaube mir die Person macht sich genügend Vorwürfe !! Nur mal so zum nachdenken

  3. Wer daran Schuld ist steht noch nicht fest. Und ich muß Axel Thiemann recht geben mit seiner Aussage. Sicherlich ist das kein “Spielplatz” aber es ist in einer Vorführung passiert und der Junge ist in der Jugendfeuerwehr und vieleicht dort stationiert, wissen wir`s? Gute Besserung dem Jungen.

  4. Schrecklich sowas zu lesen , aber noch schrecklicher finde ich es zu lesen das jetzt drüber diskutiert werden muss wieso , weshalb , warum der Junge in die Pumpe gefasst hat !
    Mein Gott , er ist 10! Ein Kind !
    Kinder sind neugierig und wollen am liebsten überall ihre Finger rein stecken! Waren wir damals anders ?!
    Es ist nunmal leider passiert und es sollte nicht weiter drüber diskutiert werden … Schlimm genug das sowas überhaupt passieren musste!

    Gute Besserung dem Jungen!

  5. Lieber Axel,habe diese Sachen schon mehr gemacht als mir lieb ist….aber es gibt in Deutschland zu jedem Gerät ein Benutzerhandbuch und ähnliche Merkblätter wo drin steht für was man das Gerät verwenden soll…und bei dem Teil steht bestimmt nicht drin das man in die Ansaugöffnung seine Hände stecken soll…auch Jugendfeuerwehrleute sollten das irgend wann wissen…und trotzdem sollte das ein Erwachsener überprüfen..und Beaufsichtigen….wir wissen alle wie Kinder impulsiv seien können im Spiel..

  6. FeuerwehrUnimog

    Ich denke, die Feuerwehr trifft keine direkte Schuld. Im Bericht von “feuerwehrmagazin.de” steht:”eine Aufsichtsperson direkt neben ihm stand”. Also die Aufsichtsperson hätte das Kind auch schon vorher zur Vorsicht ermahnen müssen. Die Feuerwerh hätte natürlich auch ein Gitter o.ä. über dem direkten Ansaugbericht der Pumpe anbingen können.
    Dem Jungen wünsche ich natürlich schnelle physische und psychische Gesundheit.

  7. Ja liebe Uwe das stimmt, aber was nützt es wenn wir uns hier die Köpfe heiß reden und nicht wissen was da nun passiert und zur Zeit geschieht.
    Ich denke jetzt mal an das Kind und hoffe das es ihm den Umständen entsprechend gut geht und alles ermögliche getan wird das es schnell wieder gesund wird.

  8. Okay,gebe ich dir recht….aber es soll hier trotzdem darüber nachgedacht und angeregt werden das so was schreckliches nie wieder passiert…das sollte sich jeder vor Augen halten…

  9. Philipp Köhler

    Ich unterstütze auch die Aussage, dass Feuerwehrgerät kein Spielzeug ist. Man kann solche Vorführungen auch derart gestalten, dass sie sicher und trotzdem interessant sind. Es gibt zum Beispiel Ansaugkrümmer, die eine solche Verletzung sicherlich hätten verhindern können.
    Nichts desto trotz wünsche ich dem Jungen gute Besserung!

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