Schutzengel und guter Instinkt

München: 12-Jähriger vor U-Bahn gestolpert

München – Ein 12-Jähriger ist am Freitag in München im U-Bahnhof Innsbrucker Ring vor einen einfahrenden Zug gestürzt. Ein Feuerwehrmann, der sich auf dem Weg zum Dienst befand, konnte ihn unverletzt aus dem Gleisbett ziehen. Der Junge hatte nur überlebt, weil er instinktiv richtig gehandelt hatte.

Unter den Bahnsteigen auf Münchener U-Bahnhöfen befindet sich eine Sicherheitsnische. Symbolfoto: manolofranco/pixabay.com

Der Feuerwehrbeamte befand sich in der U-Bahnlinie 2 auf dem Weg zu einem Dienst im Rahmen der Brandsicherheitswache. Plötzlich leitete der Zugführer am Bahnhof Innsbrucker Ring eine Vollbremsung ein. Auf dem Bahnsteig bildete sich eine Menschentraube.

Als die Türen der U-Bahn aufgingen, stieg der Feuerwehrmann aus und verschaffte sich einen Überblick. Ein Kind sei vor den Zug auf die Gleise gestürzt, hieß es von den Augenzeugen. Der Feuerwehrmann entdeckte den Jungen und nahm Kontakt zu dem 12-Jährigen auf. Er war ansprechbar und nach eigenen Aussagen unverletzt.

Der 12-Jährige war zusammen mit seiner Schwester unterwegs gewesen. Er war gestrauchelt und auf die Gleise gefallen. Als der Zug einfuhr, hatte der Junge sich instinktiv in den Sicherheitsraum unter der Bahnsteigkante gerollt und war dort verharrt.

Danach half der Beamte dem Jungen auf den Bahnsteig und betreute ihn im mittlerweile geräumten Zug. Anschließend brachte der Rettungsdienst den Jungen – in Begleitung seiner Mutter – in eine Kinderklinik, um innere Verletzungen auszuschließen. Ein Kriseninterventionsteam betreute den unter Schock stehenden U-Bahnfahrer.

Feuerwehrmann rettet Mann per Telefon das Leben

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